Kurzpässe: FCK und Werder müssen zahlen, Petric fällt aus - DER SPIEGEL
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Kurzpässe FCK und Werder müssen zahlen, Petric fällt aus

Feuerwerk mit teurem Nachspiel: Der DFB bestraft die beiden Bundesligisten sowie zwei Zweitligisten für das Zünden Bengalischer Feuer. Hamburgs Angreifer Mladen Petric droht das vorzeitige Saisonende, in Wolfsburg gab es hohen Trainingsbesuch. Und: In Spanien sorgen Balljungen für Ärger.
HSV-Stürmer Petric: "Werde alles dafür tun, am letzten Spieltag dabei zu sein"
HSV-Stürmer Petric: "Werde alles dafür tun, am letzten Spieltag dabei zu sein"

HSV-Stürmer Petric: "Werde alles dafür tun, am letzten Spieltag dabei zu sein"

Foto: Alexander Hassenstein/ Bongarts/Getty Images
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Hamburg - Das Sportgericht des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) hat Geldstrafen gegen den 1. FC Kaiserslautern und Werder Bremen sowie die Zweitligisten Hertha BSC und Alemannia Aachen verhängt. Am tiefsten muss der FCK in die Tasche greifen. Für das Zünden von Bengalischen Feuern in der Partie am 5. März in Frankfurt sowie das wiederholte Werfen von Gegenständen am 16. April gegen Nürnberg muss der Club 12.000 Euro zahlen. Das gab der DFB am Mittwoch bekannt. 6000 Euro zahlt Bremen, weil in der Begegnung am 19. März in Nürnberg Rauchbomben im Werder-Block angezündet wurden. Zudem wurden Bengalos am 8. April in Frankfurt gezündet.

Ebenfalls gleich zwei Vergehen kosten den Berliner Erstliga-Aufsteiger Hertha BSC 6000 Euro. Bengalische Feuer in Fürth (14. März) und das Zünden von Knallkörpern in SC Paderborn (3. April) nannte das Sportgericht als Grund. Aachen muss 5000 Euro an den DFB überweisen. In Duisburg waren am 8. April Bengalische Feuer und Rauchbomben entfacht worden. Alle Clubs haben den Strafen zugestimmt.

Für den FCK gab es auch eine gute Nachricht: Der Verein hat den 19-jährigen Mittelfeldspieler Thanos Petsos für ein weiteres Jahr von Ligarivale Bayer Leverkusen ausgeliehen. Wie der Aufsteiger mitteilte, enthält das Leihgeschäft keine Kaufoption und ist sowohl für die Bundesliga als auch für die Zweite Liga gültig. Petsos, der bisher in 18 Bundesligaspielen und einmal für die griechische U21 zum Einsatz kam, steht in Leverkusen noch bis Juni 2014 unter Vertrag.

Der Hamburger SV muss für mindestens zwei Wochen auf Stürmer Mladen Petric verzichten. Der Kroate erlitt im Training eine Zerrung im Adduktorenbereich. Damit fehlt Petric nicht nur im Heimspiel gegen den SC Freiburg am Samstag (15.30 Uhr, Liveticker SPIEGEL ONLINE), sondern auch eine Woche später beim Tabellen-Zweiten Bayer 04 Leverkusen. Einen Einsatz beim Saisonfinale gegen Borussia Mönchengladbach am 14. Mai hat Petric allerdings noch nicht abgeschrieben. "Ich werde alles dafür tun, am letzten Spieltag noch einmal dabei zu sein", sagte er.

Hertha BSC hat den ersten Neuzugang für die kommende Saison vermeldet: Offensivspieler Tunay Torun wechselt ablösefrei vom Hamburger SV zu den Berlinern und erhält dort einen Dreijahresvertrag. "Er ist jung, ehrgeizig und hat hohes Entwicklungspotenzial und passt so ganz hervorragend zu Hertha BSC", sagte Geschäftsführer Michael Preetz.

Chefvisite beim VfL Wolfsburg: Volkswagen-Boss Martin Winterkorn hat der abstiegsbedrohten VW-Tochter einen Trainingsbesuch abgestattet. Winterkorn sah etwa eine halbe Stunde lang bei den Übungen des Tabellen-16. zu und tauschte sich dabei mit Trainer Felix Magath und einigen Spielern aus. "Es war ein ganz spontaner Besuch. Bei uns ist es diese Woche etwas ruhiger und da habe ich gern einmal die Gelegenheit genutzt, beim Training dabei zu sein", sagte Winterkorn, der die Spieler in der Vorwoche nach dem 2:2 gegen den FC St. Pauli harsch kritisiert hatte. Bei seinem Besuch forderte Winterkorn zugleich, sich nicht auf dem 4:1 gegen den 1. FC Köln auszuruhen: "Man sollte nicht zu euphorisch sein, der 1. FC Köln ist am Sonntag nicht wirklich ein Maßstab gewesen." Am Freitag spielt Wolfsburg beim Konkurrenten Werder Bremen.

Die offensive Bewerbung Stefan Effenbergs um den Posten des Sportdirektors bei Borussia Mönchengladbach hat im Club Unverständnis hervorgerufen. "Wem Borussia wirklich am Herzen liegt, der geht in dieser Situation drei Wochen vor dem Saisonende nicht mit solchen Themen an die Öffentlichkeit", sagte Gladbachs Vizepräsident Rainer Bonhof. Effenberg hatte am Dienstag bekanntgegeben, als Frontmann für eine vor einigen Monaten ins Leben gerufene Opposition gegen die Clubführung ins Rennen zu gehen. Die sogenannte "Initiative Borussia", die den Bundesligisten mit einer Satzungsänderung strukturell und personell reformieren will und dafür bei der Jahreshauptversammlung am 29. Mai eine Zweidrittelmehrheit benötigt, schickt Effenberg als potenziellen Sportdirektor und Vorsitzenden der Geschäftsführung ins Rennen.

In der Primera División sorgen derzeit gleich in mehreren Stadien die Balljungen durch gezielte Störmanöver für Aufsehen. "Es ist ein unmögliches Verhalten. Das muss man ausrotten", sagte Sevillas Clubpräsident José Maria del Nido im Fernsehsender Canal+: "Das ist unsportlich, der Verband muss Maßnahmen ergreifen und Sanktionen verhängen." In mehreren spanischen Stadien hatten Balljungen in letzter Zeit während der Spiele mehrfach zusätzliche Bälle auf den Rasen geworfen, um so in der Schlussphase das Spiel der Auswärtsmannschaft zu unterbrechen. Vor der Partie des FC Sevilla gegen den FC Villarreal waren bereits die Begegnungen CA Osasuna gegen Real Madrid, Real Saragossa gegen UD Almeria und Saragossa gegen den FC Getafe betroffen. Sevilla, Saragossa und Osasuna wurden für das Fehlverhalten ihrer Balljungen zu Geldstrafen in Höhe von gut 600 Euro verurteilt.

luk/dpa/sid