Kurzpässe: Olic will weg, Guardiola soll bleiben - DER SPIEGEL
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Kurzpässe Olic will weg, Guardiola soll bleiben

Bayern Münchens Stürmer Ivica Olic denkt an einen Vereinswechsel. Der VfB Stuttgart möchte den Vertrag mit Sportdirektor Fredi Bobic hingegen verlängern. Beim FC Barcelona geht man noch weiter, dort kann Trainer Josep Guardiola die Laufzeit seines Vertrages selbst bestimmen.
Bayern-Stürmer Olic: "Wenn sich Situation nicht ändert, versuche ich zu wechseln"
Bayern-Stürmer Olic: "Wenn sich Situation nicht ändert, versuche ich zu wechseln"

Bayern-Stürmer Olic: "Wenn sich Situation nicht ändert, versuche ich zu wechseln"

Foto: ALESSANDRO BIANCHI/ REUTERS
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Hamburg - Bayern Münchens Stürmer Ivica Olic hat seine Wechselabsichten zur Winterpause bekräftigt. Nach dem 3:0 der kroatischen Nationalmannschaft im EM-Playoff-Spiel gegen die Türkei sagte er der "Süddeutschen Zeitung": "Das Spiel bestätigt meine Meinung. Wenn sich meine Situation nicht ändert, versuche ich im Winter zu wechseln." Für Olic, dessen Vertrag in München noch bis Juni 2012 läuft, soll es angeblich Anfragen aus Spanien und England geben. Unterdessen bestätigte Bayerns Sportdirektor Christian Nerlinger dem "Kicker" erste Gespräche mit Olic. Grundsätzlich sollen im Winter keine Spieler abgegeben werden, "aber man muss sich mit jedem Fall individuell beschäftigen", sagte der 38-Jährige.

Sandro Rosell, Präsident von Champions-League-Sieger FC Barcelona, will seinen Erfolgstrainer Josep Guardiola über 2012 hinaus unbedingt halten und hat ihm einen Freibrief erteilt. "Er weiß, wann unsere Geschäftsstelle geöffnet ist. Er kann für ein Jahr verlängern oder sogar gleich für vier", sagte der 47-Jährige dem arabischen TV-Sender Al Jazeera. "Auf dem Tisch liegt ein Vertrag, damit er es bequem hat und sich glücklich fühlt." In den drei Spielzeiten unter Guardiola gewann der FC Barcelona zwölf Titel, darunter zweimal die Champions League (2009 und 2011). Guardiola hatte jüngst erklärt, er würde seinen Abschied in Barcelona gerne selbst bestimmen.

Der VfB Stuttgart will den auslaufenden Vertrag mit Sportdirektor Fredi Bobic verlängern. "Mit ihm wird es keine Probleme geben, wenn es so weiter geht wie bisher", sagte Präsident Gerd Mäuser in der SWR-Sendung "Sport im Dritten". Über die Fortsetzung des seit Juli 2010 bestehenden Kontraktes soll nach Aussage des VfB-Präsidenten aber erst im Frühjahr verhandelt werden.

Der Trainer des Frauen-Bundesligisten 1. FFC Frankfurt, Sven Kahlert, hat nach der 0:2 (0:2)-Niederlage gegen Turbine Potsdam schwere Vorwürfe gegen seine Mannschaft erhoben. "So eine Leistung lasse ich mir nicht bieten. Einige haben ihren Beruf verfehlt", sagte der Trainer. Die Gäste hatten die Partie vor 5200 Zuschauern im ausverkauften Stadion am Bretanobad bereits früh durch Jennifer Cramer (8.) und Anja Mittag (13.) entschieden. Dass die Frankfurterinnen danach kein Aufbäumen zeigten, ärgerte Kahlert: "Bei uns haben Wille und Einstellung gefehlt, wir waren nicht bereit, an die Schmerzgrenze zu gehen. Wenn wir den Hebel nicht bald umlegen, wird es schwer."

Der türkische Erstligist Besiktas Istanbul hat das Arbeitsverhältnis mit Mittelfeldspieler José María Gutiérrez, genannt Guti, mit sofortiger Wirkung beendet. Nachdem der frühere Real Madrid-Star aus einem dreitätigen Urlaub nicht zurückgekehrt war, löste der Verein den noch bis 2012 bestehenden Kontrakt auf. Der 35-Jährige war 2010 in die Türkei gewechselt. Der Spanier bestritt für die Türken insgesamt 23 Liga-Spiele (sieben Tore), kam aber in der laufenden Saison nur noch dreimal zum Einsatz.

Der Schweizer Erstligist FC Sion will offenbar den Weltverband Fifa verklagen. Der Verein fordert Schadensersatz wegen seines verletzten Spielers Dragan Mrdja. Der Stürmer hatte sich bei einem Test-Länderspiel der serbischen Nationalmannschaft in Mexiko (0:2) eine schwere Knieverletzung zugezogen. "Wir werden bei der Fifa und dem serbischen Verband einen Ersatz für unseren Verlust von mehreren Millionen Euro fordern", sagte FCS-Clubpräsident Christian Constantin der Schweizer Tageszeitung "Le Nouvellist". Sion liefert sich derzeit auch einen Rechtsstreit mit dem europäischen Fußballverband Uefa. Die Uefa hatte Sion wegen des Einsatzes nicht spielberechtigter Spieler in den Playoffs der Europa League gegen Celtic Glasgow aus dem Wettbewerb ausgeschlossen.

Torwart Oka Nikolov von Zweitligist Eintracht Frankfurt hat seinen Vertrag um ein weiteres Jahr bis zum 30. Juni 2013 verlängert. Dies gab der Club am Montag bekannt. "Ich bin sehr froh und glücklich darüber, dass die Eintracht noch ein weiteres Jahr mit mir zusammen arbeiten will", sagte Nikolov. Der 37 Jahre alte Torhüter spielt seit 1991 für Frankfurt und hat in dieser Zeit 221 Erstligaspiele und 131 Zweitligaspiele bestritten.

Nach dem überraschenden Rücktritt von Wolfgang Overath als Präsident des 1. FC Köln wird sich der Verwaltungsrat noch in dieser Woche mit der Nachfolge beschäftigen. Der Findungsprozess werde aber noch "ein paar Wochen" dauern, so Werner Wolf, neuer Vorsitzender des Kontrollgremiums.

sek/dapd/sid/dpa