Hertha BSC: Lars Windhorst tritt aus - DER SPIEGEL
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Nach Verkauf seiner Anteile am Bundesligisten Windhorst tritt bei Hertha BSC aus

Seine Anteile an dem Klub hatte er gerade verkauft – jetzt hat Lars Windhorst offiziell nichts mehr mit der Hertha zu tun: Der Investor hat seine Mitgliedschaft beim Bundesligisten gekündigt.
Lars Windhorst: Bye-bye Berlin
Lars Windhorst: Bye-bye Berlin

Lars Windhorst: Bye-bye Berlin

Foto: Andreas Gora/ dpa

Das Kapitel Lars Windhorst bei Hertha BSC ist beendet. Der 46-Jährige, der seine Anteile an der Hertha BSC GmbH & Co. KGaA an die US-Investmentfirma 777 Partners verkauft hatte, sei am vergangenen Samstag als Mitglied aus dem Verein ausgetreten, bestätigte ein Sprecher von Windhorsts Firma Tennor. Zuvor hatte die »Bild«-Zeitung darüber berichtet. Der Klub teilte der Zeitung mit: »Bei Hertha BSC ist ein Schreiben mit der Kündigung der Mitgliedschaft des Vereinsmitglieds Lars Windhorst eingegangen.«

Windhorst war 2019 bei dem Klub eingestiegen. Seither hatte er insgesamt 374 Millionen Euro bei Hertha investiert. Die Zeit des 46-Jährigen bei den Berlinern war von viel Unruhe und Missverständnissen geprägt. Windhorst hatte Ende November nach einem Streit über eine mutmaßliche Spionage-Affäre gegen den früheren Präsidenten Werner Gegenbauer verkündet, dass er seine Anteile an 777 Partners veräußern wolle. Gerichtsdokumente, die dem SPIEGEL vorliegen, legen nahe, dass Windhorst eine israelische Sicherheitsfirma beauftragt hat, um Ex-Hertha-Präsident Gegenbauer aus dem Amt zu drängen. Windhorst wies die Vorwürfe in der Affäre stets zurück.

Auch sportlich war Windhorsts Engagement in Berlin keine Erfolgsgeschichte. Statt der anvisierten Qualifikation für den Europapokal verbrachte der Klub unter Windhorst die meiste Zeit im Abstiegskampf. Derzeit liegt das Team in der Bundesliga auf dem 15. Tabellenplatz.

Die US-Investmentfirma 777 Partners hat sich beim Einstieg bei Hertha BSC insgesamt mehr als drei Viertel der Anteile gesichert. Knapp 65 Prozent der Anteile erwarb 777 Partners dabei von Windhorst und Tennor, die diese zuvor hielten. Die Investmentfirma investiert im Zuge des Einstiegs 100 Millionen Euro bei den Berlinern.

»Wir werden ein für alle Mal in der Lage sein, den Begriff des Big City Club zu beerdigen«, sagte Hertha-Präsident Kay Bernstein bei der Vorstellung des Deals und kündigte an, man werde den »Größenwahn der vergangenen Jahre« beenden.

mon/dpa