Supercup: Dortmund gegen Bayern - DER SPIEGEL
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BVB vs. Bayern: Schnelle Entscheidung im Supercup

Foto: Martin Rose/ Bongarts/Getty Images

Supercup Bayern schlägt Dortmund ohne Mühe

Es sollte das Aufeinandertreffen der derzeit wohl besten Teams Deutschlands werden - und wurde am Ende eine eindeutige Angelegenheit des FC Bayern München. Meister Borussia Dortmund enttäuschte über weite Strecken des Supercups.
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Hamburg - Das hat sich der Deutsche Meister Borussia Dortmund sicher anders vorgestellt. Mit zeitweise versteinerter Miene verfolgte Trainer Jürgen Klopp das 1:2 (0:2) im Supercup gegen Bayern München. In der ersten Hälfte krasse Fehler in der Defensive, massive Probleme im Spiel nach vorne. Rund zwei Wochen vor dem Start in die kommende Bundesliga-Saison gibt es beim BVB noch einige Probleme zu lösen. Immerhin: In der zweiten Halbzeit präsentierte sich das Team wesentlich stärker und kam noch zu einem Treffer durch Robert Lewandowski (75. Minute).

Der FC Bayern zeigte sich in guter Frühform, Mario Manzukic (6.) und Thomas Müller (11.) erzielten die Treffer, die den ersten Erfolg gegen Dortmund nach fünf Niederlagen in Folge bedeuteten.

Von Beginn an hatte das Spiel den Charakter eines echten Härtetests. Vor allem die Bayern spielten mit viel Druck nach vorne. Fünf Minuten waren vorbei, als Franck Ribéry einen feinen Pass mit dem Außenrist in die Mitte spielte, wo Dortmunds Innenverteidiger Mats Hummels und Neven Subotic schlecht aussahen. 13-Millionen-Euro-Zugang Mandzukic vollendete gekonnt an BVB-Schlussmann Roman Weidenfeller vorbei zum 1:0.

BVB-Innenverteidigung noch nicht auf Wettkampfniveau

Vor den Augen von Bundestrainer Joachim Löw agierten die Dortmunder in der Anfangsphase äußerst schwach gegen die engagierten, flexiblen und bissigen Bayern. Auch ohne die Nationalspieler Mario Gomez und Bastian Schweinsteiger versprühten die Münchner Kreativität und Torgefährlichkeit.

Dem 2:0 ging ein schönes Zuspiel von Mandzukic auf Arjen Robben voraus. Der Niederländer lief allein auf Weidenfeller zu und schlenzte den Ball an den Pfosten, wo Müller einschussbereit stand. Auch in dieser Szene wirkte die hochgelobte Dortmunder Innenverteidigung noch nicht auf Wettkampfniveau.

Die Gäste aus Dortmund fanden in den ersten 45 Minuten noch nicht zu ihrer alten Form - weder defensiv noch offensiv. Der frisch gekürte Fußballer des Jahres Marco Reus kam auf der Kagawa-Position zunächst überhaupt nicht ins Spiel. Der ehemalige Gladbacher war nur selten in die Aktionen eingebunden. Die erste Dortmunder Chance bekamen die Fans erst nach dem Wechsel zu sehen. Lewandowski scheiterte per Kopf an Torwart Manuel Neuer (48.).

In der zweiten Hälfte legte der BVB seine Zurückhaltung ab und erarbeite sich Chancen durch Reus (52.) und Hummels (54.), die aber beide am Tor vorbeigingen. Lewandowski vergab nach Pass des eingewechselten Götze kläglich (67.). Der ebenfalls neu ins Spiel gekommene Julian Schieber schoss knapp am langen Eck vorbei (78.). Götze belebte nach seiner zweiwöchigen Pause wegen einer Bindehautentzündung noch einmal merklich das Dortmunder Spiel - zum Ausgleich reichte es aber nicht.

Bayern München - Borussia Dortmund 2:1 (2:0)
1:0 Mandzukic (6.)
2:0 Müller (11.)
2:1 Lewandowski (75.)
München: Neuer - Lahm, Boateng, Dante, Can (70. Bastuber) - Kroos, Gustavo - Robben (86. Shaqiri), Müller, Ribery (81. Tymoshchuk) - Mandzukic
Dortmund: Weidenfeller - Pizcek, Subotic, Hummels, Schmelzer - Leitner (64. Götze), Gündogan - Blaszczykowski (71. Schieber), Reus, Großkreutz (64. Perisic) - Lewandowski
Schiedsrichter: Michael Weiner (Giesen)
Zuschauer: 69.000 (ausverkauft)
Gelbe Karten: Gustavo, Can, Mandzukic, Robben - Schmelzer

jar/dpa