Eklat um Leverkusen-Trainer Schmidt Schaaf kritisiert Schiedsrichter
Hannover-Trainer Schaaf: "Das wurde fast alles ignoriert"
Foto: Oliver Hardt/ Bongarts/Getty ImagesHannover-Trainer Thomas Schaaf hat Kritik am Umgang zwischen Trainern und Schiedsrichtern geäußert. "Wir Trainer haben über viele Jahre versucht, durch Gespräche das Verhältnis zu den Schiedsrichtern zu verbessern", sagte Schaaf der "Kreiszeitung Syke": "Wir haben Vorschläge gemacht, wie man die Spielführung zugunsten der Unparteiischen vereinfachen kann. Das wurde fast alles ignoriert."
Seinen Trainer-Kollegen Roger Schmidt nahm Schaaf nach dem Eklat mit Schiedsrichter Felix Zwayer in Schutz. "Roger Schmidt hat etwas falsch gemacht, aber er hat niemanden beleidigt oder tätlich angegriffen", sagte der Trainer: "Es geht sicherlich auch um Deeskalation, davon kann bei der Spielunterbrechung von Herrn Zwayer nicht unbedingt die Rede sein."
Bayer Leverkusens Chefcoach Schmidt hatte sich geweigert, nach einem Innenraumverweis durch Zwayer am Sonntag beim Duell gegen Borussia Dortmund (0:1) auf die Tribüne zu gehen, das Spiel wurde daraufhin unterbrochen. Inzwischen wurde der 48-jährige Schmidt für fünf Spiele gesperrt, davon zwei auf Bewährung.
Das Ausmaß der Sperre ist für Schaaf "ein Hammer", sein Kollege habe in der Situation nicht die Chance gehabt, "eine Klärung mit dem Schiedsrichter herbeiführen zu können".
Auch BVB-Coach Thomas Tuchel hatte unmittelbar nach dem Spiel Verständnis für die Emotionalität des Leverkusener Trainers gezeigt. Und HSV-Coach Bruno Labbadia kann Schmidt ebenfalls verstehen - und empfindet die Sperre zu hart: "Ich finde das schon heftig und muss auch sagen, dass ich den Kollegen verstehen kann, dass er sich aufgeregt hat. Er hat sich ja auch etwa 47.000 Mal entschuldigt", sagte Labbadia.