Trainer-Schelte: Stanislawski rechnet mit Hoffenheim-Profis ab - DER SPIEGEL
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Trainer-Schelte Stanislawski rechnet mit Hoffenheim-Profis ab

"Wir haben alles falsch gemacht": Hoffenheims Trainer Holger Stanislawski fand nach dem Unentschieden gegen Abstiegskandidat Kaiserslautern deutliche Worte. Die Schonzeit für seine Stars dürfte vorbei sein. Auch der Schiedsrichter bekam Stanislawskis Wut zu spüren.
Hoffenheims Trainer Stanislawski: Unzufrieden mit seinem Team
Hoffenheims Trainer Stanislawski: Unzufrieden mit seinem Team

Hoffenheims Trainer Stanislawski: Unzufrieden mit seinem Team

Foto: dapd
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Hamburg - Treffsicher und überzeugend war am Samstag in Hoffenheim nur einer: Trainer Holger Stanislawski. "Wir haben alles falsch gemacht. Wir waren in allen Belangen unterlegen. Um zu gewinnen hätten wir alles anders machen müssen. Das war unsere schlechteste Saisonleistung", sagte Stanislawski nach dem glücklichen 1:1 (1:0) gegen den 1. FC Kaiserslautern. Beim ambitionierten Retortenclub herrscht Tristesse - die Schonfrist ist abgelaufen.

"Wir können auch jeden in Watte packen und in den Arm nehmen. Aber manchmal ist es auch ganz gut, zu handeln statt zu reden", sagte Stanislawski. Der Hoffenheimer Trainer hatte keine Erklärung für die emotionslose Vorstellung seiner Mannschaft: "Da war kein Zusammenspiel, kein Zweikampfverhalten. Wir haben immer schön Sicherheitsabstand gehalten. Manche Dinge, die wir uns vornehmen, sind bis zum Samstag um 15.29 Uhr vorhanden und um 15.30 Uhr weg. Man muss doch heiß sein auf so ein Spiel. Das ist doch der Höhepunkt der Woche."

Auch Schiedsrichter Günter Perl bekam eine Breitseite des 42-Jährigen ab: "Der Schiedsrichter hat sein schlechtestes Spiel der Saison gemacht, und auch wir haben das schlechteste Spiel der Saison gemacht."

Hoffenheim versinkt im Mittelmaß, liegt mit 17 Punkten im Niemandsland der Tabelle. Und Besserung ist nicht in Sicht. "Bei uns ist es wie mit den Lottozahlen. Es kommt immer etwas anderes heraus. Wenn man die Leistung gegen Kaiserslautern zugrunde legt, zeigt die Tendenz eher nach unten", warnte Stanislawski.

Seine Spieler zeigten sich wenig selbstkritisch und gingen sogar auf Distanz zu Stanislawskis Aussagen. "Der Trainer ist natürlich da, um Dinge anzusprechen und zu kritisieren. Aber diese Aussagen hat er wohl auch im Überschwang der Gefühle getroffen", sagte Torhüter Tom Starke. Doch Stanislawskis Einschätzung war realistisch. Vor 30.150 Zuschauern in der ausverkauften Rhein-Neckar-Arena von Sinsheim war Hoffenheim mit dem Punktgewinn gut bedient.

Stanislawski kämpft mit einem Problem, das er bei St. Pauli nie hatte. Zwar waren die Hamburger qualitativ meist schlechter als der Gegner, an der Einstellung haperte es aber so gut wie nie - in Hoffenheim ist es genau umgekehrt.

lin/dapd