»Er kann mein Lebenswerk nicht respektieren« Matthäus glaubt nicht mehr an Versöhnung mit Hoeneß
TV-Experte und Ex-Bayernprofi Lothar Matthäus
Foto: Tom Weller / dpaRekordnationalspieler Lothar Matthäus kann sich nicht mehr vorstellen, dass es eine Versöhnung zwischen ihm und Bayern-Patron Uli Hoeneß geben kann. »Sich mit Uli Hoeneß an einen Tisch zu setzen, ergibt keinen Sinn mehr. So wie ich sein Lebenswerk respektiere, kann er das umgekehrt anscheinend nicht«, sagte der 64-Jährige in einem Interview der »Sport Bild«.
Hoeneß hatte Matthäus zuletzt angegriffen und unterstellt, »nicht mehr alle Tassen im Schrank« zu haben, weil der ehemalige Bayern-Profi sich in einer Kolumne über eine Ablösesumme von 80 bis 100 Millionen Euro für Nick Woltemade vom VfB Stuttgart nicht gewundert hätte. Der FC Bayern hat großes Interesse an der Verpflichtung des Nationalspielers, liegt bei den finanziellen Vorstellungen mit Woltemades Verein aber weit auseinander.
»Das prallt an mir ab«
»Ich habe diese Aussagen natürlich direkt gelesen. Verwundert haben sie mich nicht: Ich bin die Attacken von Uli Hoeneß seit 20, 25 Jahren gewohnt. Daher prallt das an mir ab«, sagte Matthäus.
Der TV-Experte und Kolumnist stellte infrage, ob Woltemade schon für die kommende Saison überhaupt ein sinnvoller Transfer für den FC Bayern ist. »Ich weiß nicht, ob man ihn sofort holen sollte. Es steht fest, dass er ein super Spieler ist«, sagte Matthäus. Er frage sich allerdings: »Wo soll Woltemade spielen? In das System, das Kompany ein Jahr lang gewählt hat, passt er nicht rein.«