Olympia im Tagesprotokoll Boxer Tiafack holt Bronze
Nelvie Tiafack hat vor besonderer Kulisse das Halbfinale im Boxen verloren, aber Bronze gewonnen. Ein Jamaikaner holt Gold im Diskuswerfen. Und: Beim Hindernislauf kommt es zu einem schweren Sturz. Das war der Tag.
Key updates
Sort by
So läuft Tag zwölf bei Olympia
Das ist passiert:
- Die Marathonschwimmerinnen und -schwimmer konnten in der Seine trainieren.
- Spanisches Duo holt Gold bei Olympia-Premiere der Mixed-Staffel im Gehen, Feige/Linke kommen als Zehnte ins Ziel.
- Deutsche Tischtennisspielerinnen stehen überraschend im Halbfinale des Team-Wettbewerbs.
- Aleksandra Miroslaw holt Premierengold in der Kletterdisziplin Speed.
- Die deutschen Handball-Männer schlagen Frankreich in der Verlängerung und stehen im Halbfinale.
- Die deutschen Basketballerinnen unterliegen im Viertelfinale Frankreich.
- Die US-Frauen gewinnen die Bahnrad-Teamverfolgung, Kristen Faulkner gewinnt damit Doppelgold.
- Der US-Amerikaner Quincy Hall gewinnt Gold über 400 Meter.
- Nina Kennedy aus Australien ist die Olympiasiegerin im Stabhochsprung.
- Der Marokkaner Soufiane El Bakkali gewinnt den 3000-Meter-Hindernislauf.
- Der deutsche Boxer Nelvie Tiafack holt Bronze.
So berichtet der SPIEGEL aus Paris:
- Kubas Schwergewichtsringer Mijaín López hat als erster Sportler der Geschichte eine fünfte Olympiagoldmedaille in derselben Disziplin gewonnen. Nach diesem einzigartigen Erfolg wurde es lustig und rührend.
- Die deutschen Hockey-Männer zeigen im Halbfinale gegen Indien ihre schwächste Leistung, kommen aber trotzdem ins Finale. Endspielgegner sind jetzt die Niederlande, die sie mit ihrem Weltmeister-Mantra besiegen wollen.
- Horst Hrubesch hatte sich für seine Mission mit den DFB-Frauen ein Ziel gesetzt: den Einzug ins Olympia-Finale – und damit ins olympische Dorf. Doch der Traum platzte gegen die USA auf die harte Tour.
- Vor 15 Monaten brachte Gesa Krause ihre Tochter zur Welt, zehn Tage später arbeitete sie bereits an ihrer vierten Olympia-Teilnahme. Der Weg fand im Finale von Paris sein Ende.
- 34 geflüchtete Athleten sind in Paris dabei. Hier erzählen vier Sportler und Sportlerinnen von ihrer Flucht, ihrem Neuanfang und wie Olympia zur Hoffnung auf ein neues Leben wurde – und zur großen Enttäuschung.
Copy link
Share on Facebook
Share on X
Share via email
Das ist doch ein schöner Abschluss für diesen Liveblog. Mit diesem Video lassen wir Sie für heute allein und skaten in die Nacht. Morgen starten Franca Quecke und Malte Göbel mit Ihnen in den 13. Olympiatag. Gute Nacht!
Copy link
Share on Facebook
Share on X
Share via email
Eine besondere Geschichte haben wir noch für Sie: Andy Macdonald hat heute einen besonderen Olympia-Auftritt abgeliefert – und zwar im Skateboarden, das hier ja eigentlich den Teenagern gehört. Im Alter von 51 Jahren gab Macdonald sein Debüt bei Olympischen Spielen. Sogar einen Rückwärtssalto hatte er in sein Programm eingebaut, auch wenn der nicht ganz gelang.
»Ich habe das für die Zuschauer gemacht«, sagte er nach seinen vier Läufen: »Ich habe versucht zu zeigen, dass das Spaß macht, egal in welchem Alter.« Skaten sei »das coolste, lustigste, inklusivste Ding, was es gibt«. Die Punkte spielten für Macdonald dabei keine Rolle. Darauf habe er gar nicht geachtet, für ihn ging es um eine einzigartige »Erfahrung fürs Leben«. Und dafür applaudierte sogar Skateboard-Ikone Tony Hawk.
»Ich habe das für die Zuschauer gemacht«, sagte er nach seinen vier Läufen: »Ich habe versucht zu zeigen, dass das Spaß macht, egal in welchem Alter.« Skaten sei »das coolste, lustigste, inklusivste Ding, was es gibt«. Die Punkte spielten für Macdonald dabei keine Rolle. Darauf habe er gar nicht geachtet, für ihn ging es um eine einzigartige »Erfahrung fürs Leben«. Und dafür applaudierte sogar Skateboard-Ikone Tony Hawk.
Copy link
Share on Facebook
Share on X
Share via email
Boxer Nelvie Tiafack gewinnt Bronze
Nelvie Tiafack verliert das Halbfinale gegen Bakhodir Jalolov nach Punkten. Er verpasst damit den Kampf um Gold oder Silber. Aber er gewinnt Bronze. Denn einen Kampf um den dritten Platz gibt es bei den Spielen nicht, die Verlierer der Halbfinals gewinnen beide Bronze.
Tiafack hat in Paris zwei überzeugende Kämpfe mit einstimmigen Punktsiegen gezeigt. Aber gegen Top-Boxer Jalolov hatte er keine Chance.
Tiafack hat in Paris zwei überzeugende Kämpfe mit einstimmigen Punktsiegen gezeigt. Aber gegen Top-Boxer Jalolov hatte er keine Chance.
Foto: Mohd Rasfan / AFP
Copy link
Share on Facebook
Share on X
Share via email
Jalolov landet Treffer gegen Tiafacks Kopf. Der bleibt zwar standhaft, aber wird diesen Kampf nicht mehr drehen.
Copy link
Share on Facebook
Share on X
Share via email
Auch in der zweiten Runde bekommt Jalolov fünfmal die Zehn. Der Sieg scheint ihm sicher. Aber Tiafack hat immer noch die Möglichkeit, einen Lucky Punch zu landen.
Copy link
Share on Facebook
Share on X
Share via email
Tiafack hat sich in der ersten Runde nicht versteckt, und auch in der zweiten Runde sucht er seine Chancen. Aber Jalolov landet mehr Wirkungstreffer.
Copy link
Share on Facebook
Share on X
Share via email
Klarer Sieg für Jalolov in der ersten Runde: Alle fünf Punktrichterinnen und -richter werten die Runde 10:9 für den Usbeken.
Copy link
Share on Facebook
Share on X
Share via email
Tiafack versucht, den Kampf aus der Mitte heraus zu steuern. Das gelingt aber nicht immer, Jalolov hält ihn meist auf Distanz.
Copy link
Share on Facebook
Share on X
Share via email
Auch wenn sie im Viertelfinale gegen Frankreich chancenlos waren: Die deutschen Basketballerinnen haben ein begeisterndes Turnier gespielt. Mehr über das in vielerlei Hinsicht ungleiche Duell mit dem Gastgeberland erfahren Sie von Jonas Kraus, der vor Ort war. Genau wie Dirk Nowitzki.
Copy link
Share on Facebook
Share on X
Share via email
Für Tiafack wird es schwer. Der Usbeke Jalolov ist zwei Meter groß, hat eine entsprechende Schlagdistanz. Und er wurde seit sieben Jahren nicht besiegt.
Foto: Maye-E Wong / Reuters
Copy link
Share on Facebook
Share on X
Share via email
Der Boxkampf von Nelvie Tiafack verzögert sich wegen der vorherigen Kämpfe etwas. Aber nun kommen Tiafack und sein Gegner Jalolov in das Tennis-Stadion von Roland Garros, wo der Boxring aufgebaut wurde.
Copy link
Share on Facebook
Share on X
Share via email
Nicht, dass Sie denken, es wäre heute Abend nur im Stade de France etwas losgewesen: Die Chinesinnen setzten sich im Penaltyschießen gegen Belgien durch und stehen im Hockeyfinale. Dort treffen sie auf die Niederländerinnen, die am Freitag ihre fünfte olympische Goldmedaille holen können.
Foto: Aijaz Rahi / AP
In other Hockeynews: Der australische Hockeyspieler ist wieder auf freiem Fuß. Tom Craig entschuldigte sich für »einen schrecklichen Fehler«. Der schreckliche Fehler: Ihm wurde der Kauf von Kokain vorgeworfen. Craig verbrachte die Nacht von Dienstag auf Mittwoch in Gewahrsam und kam mit einer Verwarnung davon. Mehr dazu hier:
Copy link
Share on Facebook
Share on X
Share via email
El Bakkali holt Gold im Hindernislauf, Weltrekordler Girma stürzt schwer
Soufiane El Bakkali zieht in der letzten Kurve am Amerikaner Kenneth Rooks vorbei und ist auf und davon. Die letzte Hürde bremst den Marokkaner noch mal etwas ab, doch auf den letzten Metern baut er seinen Vorsprung wieder deutlich aus. Silber geht an Rooks, der knapp vor Abraham Kibiwot aus Kenia die Ziellinie überquert. El Bakkali gewann bereits vor drei Jahren in Tokio, er ist damit der erste Hindernisläufer seit 88 Jahren, der seinen Olympia-Titel verteidigen kann.
Der 28-jährige El Bakkali profitierte in Paris allerdings auch von einem schlimmen Sturz. Auf der Gegengerade blieb der Weltjahresbeste und Weltrekordler Lamecha Girma aus Äthiopien am drittletzten Hindernis mit dem Bein hängen und knallte mit dem Rücken auf den Boden. Helfer kümmerten sich um Girma, der einige Minuten behandelt und schließlich von der Bahn getragen wurde.
Der 28-jährige El Bakkali profitierte in Paris allerdings auch von einem schlimmen Sturz. Auf der Gegengerade blieb der Weltjahresbeste und Weltrekordler Lamecha Girma aus Äthiopien am drittletzten Hindernis mit dem Bein hängen und knallte mit dem Rücken auf den Boden. Helfer kümmerten sich um Girma, der einige Minuten behandelt und schließlich von der Bahn getragen wurde.
Soufiane El Bakkali (l.). Foto: Christian Petersen / Getty Images
Copy link
Share on Facebook
Share on X
Share via email
Und die nächste Medaillenentscheidung steht im Stade de France an: Der Olympiasieger im 3000-Meter-Hindernislauf der Männer wird gesucht.
Copy link
Share on Facebook
Share on X
Share via email
Apropos Boxen: Der Deutsche Nelvie Tiafack kämpft gegen 22.02 Uhr im Halbfinale der Klasse über 92 Kilogramm gegen den Usbeken Bakhodir Jalolov. Bronze hat Tiafack schon sicher, da es hier keinen Kampf um den dritten Platz gibt, sondern zwei Bronzemedaillen vergeben werden. Aber er will natürlich mehr, er will ins Finale.
Foto: imago
Copy link
Share on Facebook
Share on X
Share via email
Wie Imane Khelif hat auch Lin Yu-ting den ominösen Geschlechtstest bei der Box-WM nicht bestanden. Um die Geschlechtsidentität der beiden ist rund um die Olympischen Spiele eine hitzige Debatte entbrannt. Davon lassen sich die beiden aber nicht in ihrer Leistung bremsen. Wie Khelif gestern in ihrer Gewichtsklasse hat nun auch Lin Yu-ting in der 57-Kilo-Klasse ihr Halbfinale gegen die Türkin Esra Yildiz Kahraman nach Punkten gewonnen. Sie wird im Finale um Gold kämpfen. Mehr zu ihrem Fall lesen Sie hier im Text unseres Kollegen Jonas Kraus.
Copy link
Share on Facebook
Share on X
Share via email
Kennedy holt Gold im Stabhochsprung
Die Amerikanerin Katie Moon reißt die Latte mit ihrem Schienbein – und macht Nina Kennedy aus Australien zur Olympiasiegerin. Es ist ein hochverdienter Sieg: Kennedy war die einzige, die 4,90 Meter übersprang. Für die 27-Jährige ist es die erste Medaille bei Olympischen Spielen.
Foto: Ban Stansall / AFP
Copy link
Share on Facebook
Share on X
Share via email
Im Stabhochsprung befinden sich Moon und Kennedy wieder einmal in einem Zweikampf. Schon bei den Weltmeisterschaften im vergangenen Jahr hatten sich die beiden Gold geteilt. Bronze, das steht nun fest, geht an die Kanadierin Alysha Newman, die es nicht über 4,90 Meter schafft.
Copy link
Share on Facebook
Share on X
Share via email
Kein Gold für Jamaika im 100-Meter-Sprint, dafür im Diskuswurf. Das halten wir mal so fest.
Copy link
Share on Facebook
Share on X
Share via email
Roje Stona gewinnt Gold im Diskuswurf
Der Jamaikaner Roje Stona tritt noch mal an, um seinen Olympischen Rekord zu verbessern. Aber das gelingt nicht. Egal. Er läuft mit ausgebreiteten Armen aus dem Ring und jubelt. Er hat Gold gewonnen bei diesen Spielen. 70 Meter bedeuten den Titel vor Weltrekordhalter Mykolas Alekna und dem Australier Matthew Denny.
Foto: Christian Petersen / Getty Images
Copy link
Share on Facebook
Share on X
Share via email
Nein, das ist nicht weit genug. Das weiß er, als der Diskus seine Hand verlässt.
Copy link
Share on Facebook
Share on X
Share via email
Jetzt tritt Mykolas Alekna ein letztes Mal in den Ring. Das ist seine letzte Chance auf Gold bei diesen Spielen. Kann der Weltrekordler sich noch mal an die Spitze werfen? Sonst bleibt ihm Silber.
Copy link
Share on Facebook
Share on X
Share via email
Mit Material der Agenturen
