Olympia 2012: Pistorius scheitert im Halbfinale - DER SPIEGEL
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Leichtathletik Beinamputierter Pistorius scheitert im Halbfinale

Oscar Pistorius hat eine Sensation im 400-Meter-Lauf verpasst. Der Südafrikaner mit zwei amputierten Unterschenkeln wurde in seinem Halbfinale abgeschlagen Letzter. Im Frauen-Finale triumphierte Sanya Richards-Ross aus den USA.
Leichtathlet Pistorius: Im zweiten Halbfinale Letzter
Leichtathlet Pistorius: Im zweiten Halbfinale Letzter

Leichtathlet Pistorius: Im zweiten Halbfinale Letzter

Foto: Paul Gilham/ Getty Images
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Hamburg - Mit seinem Einzug ins Halbfinale hatte Oscar Pistorius bereits Geschichte geschrieben. Eine Überraschung über 400 Meter gelang dem doppelt unterschenkelamputierten Südafrikaner aber nicht. In 46,54 Sekunden belegte der 25-Jährige den letzten Platz in seinem Lauf und verpasste damit das Finale.

Der "Blade Runner" genannte Leichtathlet hat noch eine Medaillenchance mit der 4x400-Meter-Staffel, die bei der WM Silber gewonnen hatte. Es wäre die erste Medaille für einen behinderten Sportler bei Olympischen Spielen seit 60 Jahren. 1948 und 1952 gewann der Ungar Karoly Takács im Schießen jeweils Gold. Er hatte seine rechte Hand bei einer Granaten-Explosion verloren.

Pistorius ist der erste beidbeinig amputierte Leichtathlet, der mit Prothesen bei Sommerspielen an den Start geht. Er will nach den Sommerspielen auch an den Paralympics in London teilnehmen. Bei den Spielen der Behinderten 2008 in Peking gewann er Gold über 100, 200 und 400 Meter.

Richards-Ross siegt über 400 Meter der Frauen

Das Finale der Frauen über 400 Meter hat Sanya Richards-Ross in 49,55 Sekunden für sich entschieden. Damit ist sie die erste US-Amerikanerin seit Valerie Brisco-Hooks 1984 in Los Angeles, die olympisches Gold über diese Distanz gewann. Silber sicherte sich die Britin Christine Ohuruogo (49,70 Sekunden) vor der zweiten Amerikanerin DeeDee Trotter (49,72).

Im Dreisprung der Frauen holte Olga Rypakowa Gold. Die Kasachin sprang im dritten Versuch 14,98 Meter weit. Auf Rang zwei kam Caterine Ibargüen aus Kolumbien (14,80 Meter) vor der ukrainischen Weltmeisterin Olga Saladuga (14,79). Eine deutsche Teilnehmerin war nicht am Start.

Zum achten Mal in Folge ging die Goldmedaille im 3000-Meter-Hindernislauf an Kenia. Das ist längste Siegesserie eines Landes in einer Einzeldisziplin der Leichtathletik bei Olympia. In London gewann Ezekiel Kemboi in 8:18,56 Minuten vor dem Franzosen Mahiedine Mekhissi-Benabbad, der 8:19,08 Minuten benötigte. Kemboi hatte bereits 2004 in Athen Gold geholt. Bronze ging an Abel Mutai und damit ebenfalls an Kenia (8:19,73) Minuten. Der Sieger von Peking 2008, Brimin Kipruto, stürzte und büßte seine Chancen damit ein. Am Ende belegte er Rang fünf. Der Deutsche Steffen Uliczka war im Vorlauf gescheitert.

Als einziger Werfer übertraf Krisztian Pars die 80-Meter-Marke und gewann Gold im Hammerwerfen. Mit einer Weite von 80,59 Metern verwies der Ungar den Slowenen Primoz Kozmus auf Rang zwei (79,36 Meter) und Koji Murofushi aus Japan auf den dritten Platz (78,71).

max/dpa/sid