Radsport: Doping-Sünder Sinkewitz droht Gefängnis - DER SPIEGEL
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Radsport Doping-Sünder Sinkewitz droht Gefängnis

Patrik Sinkewitz unter Druck: Ermittlern zufolge haben neben dem 27-Jährigen auch dessen Ex-Kollegen an der Uniklinik Freiburg gedopt. Sinkewitz hat bisher keine Namen genannt. Falls er weiterhin schweigt, könnte ihm dies nach SPIEGEL-Informationen eine Gefängnisstrafe einbringen.
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Hamburg - Bislang hat der geständige Doping-Sünder Sinkewitz zwar umfassend darüber ausgesagt, wie er von Sportmedizinern der Freiburger Uniklinik mit Eigenblutkonserven behandelt worden ist. Allerdings nannte er den staatlichen Ermittlern keine Namen weiterer Rennfahrer. Das Bundeskriminalamt in Wiesbaden und die Staatsanwaltschaft Freiburg haben jedoch Hinweise, dass an der Uniklinik auch Kollegen von Sinkewitz aus dem Team T-Mobile gedopt worden sind. Um Namen zu erfahren, wollen die Ermittler Sinkewitz bald in Anwesenheit eines Richters vernehmen – eine Falschaussage könnte ihm dann eine Gefängnisstrafe einbringen. Der Richter könnte Sinkewitz als letztes Mittel auch in Beugehaft nehmen lassen, um ihn zum Reden zu bringen.

Sinkewitz war am 8. Juni 2007 bei einer Trainingskontrolle positiv getestet worden. "Ich hatte zwei oder drei kleine Beutel eines Testosteron-Gels in meinem Portemonnaie stecken", sagte Sinkewitz dem SPIEGEL. "Einen Beutel habe ich mir am Abend des 7. Juni auf den Oberarm geschmiert, vorm Einschlafen. Die Verpackung habe ich in der Toilette weggespült", so Sinkewitz.

Der 27-Jährige berichtete weiter, dass er bereits 2003, als er zum Team Quick Step gegangen war, mit dem Doping begonnen hatte: "Damals, das ist ja längst kein Geheimnis mehr, war es Epo, das einen vorwärts brachte." Als er zu T-Mobile wechselte, habe er mit Doping durch Eigenblutkonserven begonnen, so Sinkewitz.

Ihm sei von den Freiburger Sportmedizinern Lothar Heinrich und Andreas Schmid mehrmals Blut entnommen und reinfundiert worden, um die Leistung zu steigern. "Ich habe im November 2005 bei unserem ersten Treffen konkret danach gefragt. Mir wurde gesagt, es sei möglich", so Sinkewitz. Letztmals sei er im Juli 2006 nach der ersten Etappe der Tour de France von Straßburg nach Freiburg gefahren, um sich zwei Beutel zuführen zu lassen: "Doch die waren beide nicht in Ordnung, das Blut floss einfach nicht."

pav

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