Fotostrecke: Rallye der Extreme
40. Rallye Dakar Sand, Staub, Matsch
Der Weg nach Cordoba ist lang und voller Tücken. Von den Wüsten Perus über die Hochebenen Boliviens bis ins Hinterland Argentiniens - die Rallye Dakar wird auch in ihrer 40. Auflage zur Grenzerfahrung. 525 Starter aus 54 Nationen treten am Samstag das fast 9000 Kilometer lange Marathon-Rennen über Dünen, Schotterpisten und durch enge Schluchten an.
In Autos und LKW, auf Motorrädern und Quads wollen die Teilnehmer am 20. Januar das Ziel in der argentinischen WM-Stadt von 1978 erreichen. Eine Vielzahl wird vor den Strapazen der zweiwöchigen Rallye kapitulieren, um den Sieg fahren die wenigsten.
Die größten Chancen auf den Sieg bei den Autos hat wohl Peugeot. Die Franzosen, die in den vergangenen beiden Jahren erfolgreich waren, setzen bei ihrer vorerst letzten Teilnahme namhafte Top-Fahrer ans Steuer des potenten 3008 DKR. Rekordsieger und Titelverteidiger Stephane Peterhansel, der frühere WRC-Serienweltmeister Sebastien Loeb (beide Frankreich) oder Carlos Sainz (Spanien) fahren allesamt im französischen Boliden.
Auch deutsches Tram zählt zu den Sieganwärtern
"Die Mischung aus Peru, Bolivien und Argentinien wird vermutlich eine der schönsten Strecken in Südamerika", sagte Peterhansel, der mit 13 Erfolgen Rekordsieger der Dakar ist: "Es gibt lange, harte Etappen. Es wird sehr selektiv."
8793 km müssen Peterhansel und Co. in den Autos zurücklegen, davon fließen 4329 Kilometer in die Wertung ein. Die Zahlen bei den anderen Fahrzeugklassen weichen leicht ab, bewegen sich aber in einem ähnlichen Rahmen.
Zu Peterhansels Jägern zählt X-raid. Neben den gewohnten Allrad-Minis schickt das deutsche Team aus dem hessischen Trebur drei neuentwickelte Buggys an den Start. Die Top-Fahrer, Ex-Dakar-Sieger Nani Roma sowie der Finne Mikko Hirvonen, steuern jeweils eines der beiden Fahrzeuge. "Unser Ziel ist es, auf das Podium zu fahren", sagte Teamchef Sven Quandt: "Es gibt viele Variablen, auf die wir keinen Einfluss haben, wie zum Beispiel die Streckenführung, das Wetter und natürlich Glück - denn dies gehört bei einer Dakar auch dazu."
Die dritte starke Kraft bei den Autos ist Toyota. Im Hilux will der deutsche Beifahrer Dirk von Zitzewitz mit seinem südafrikanischen Piloten Giniel de Villiers an die Top-Ergebnisse der Vergangenheit anknüpfen. "Die diesjährige Dakar verspricht die anspruchsvollste und fordernste der letzten Jahre zu werden", sagte von Zitzewitz: "Unser Team hat ein neues, herausragendes Auto gebaut, das einen Riesensprung nach vorn gemacht hat. Damit wollen wir die Favoriten ärgern."
Auch in diesem Jahr wagt sich ein Rallye-Exot nach Südamerika: Der Portugiese Andre Villas-Boas, ehemaliger Trainer beim englischen Fußball-Spitzenklub FC Chelsea, tritt im Toyota mit der Nummer 346 an. "Die Dakar ist das größte Abenteuer. Ich träume seit meiner Kindheit davon", sagte er.