Streit um Olympische Spiele: Indiens NOK weist Boykottforderung zurück - DER SPIEGEL
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Streit um Olympische Spiele Indiens NOK weist Boykottforderung zurück

Das Olympische Komitee Indiens hat die Forderung nach einem Boykott der Olympischen Spiele 2012 zurückgewiesen. Zuvor hatte ein Sponsorenvertrag der Spiele mit dem US-Chemieriesen Dow Chemical für Empörung gesorgt. Dem Konzern wird eine Mitverantwortung für das Unglück von Bhopal gegeben.
Olympiastadion in London: Indien will doch dort dabei sein
Olympiastadion in London: Indien will doch dort dabei sein

Olympiastadion in London: Indien will doch dort dabei sein

Foto: PAUL HACKETT/ REUTERS
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Hamburg - Indiens Olympisches Komitee versucht, die Aufregung aus der Boykottdiskussion um die Sommerspiele 2012 herauszunehmen. "Wir treffen uns in der nächsten Woche, aber dabei geht es nicht um einen Boykott der Spiele. Bei einigen Leuten waren Befürchtungen hinsichtlich der Sponsorenfrage aufgekommen, und wir werden das diskutieren - neben anderen Themen", sagte Vijay Kumar Malhotra, amtierender Präsident des indischen Nationalen Olympischen Komitees (IOA), am Montag der Nachrichtenagentur Reuters.

Der IOA-Chef reagierte damit auf einen Vorstoß des Regierungschefs des Bundesstaates Madhya Pradesh, der Indiens Regierung zu einem Protest gegen den Olympia-Sponsor Dow Chemical aufgerufen hatte. In einem Brief an Sportminister Ajay Maken empfahl der Politiker sogar einen Boykott der Sommerspiele 2012 in London, sollte das Internationale Olympische Komitee (IOC) seine Zusammenarbeit mit dem amerikanischen Chemie-Giganten nicht beenden.

Regierungschef Shivraj Singh Chouhan hatte sich in seinem Schreiben auf den tragischen Industrieunfall von Bhopal bezogen und Dow Chemical dafür indirekt mitverantwortlich gemacht. Ein olympischer Hauptsponsor, der in solch eine Tragödie verwickelt ist, dürfe keine Fair-Play-Veranstaltung wie Olympia finanziell unterstützen.

aha/dpa