French Open Carla Suárez Navarro feiert Comeback nach Krebserkrankung – und verliert knapp
Carla Suárez Navarro bei ihrer Rückkehr in den Profizirkus
Foto: CAROLINE BLUMBERG / EPADie spanische Tennisspielerin Carla Suárez Navarro ist zum Auftakt ihrer Comeback-Tour bei den French Open früh gescheitert, zeigte dabei aber eine gute Leistung. Bei ihrem ersten Spiel nach überstandener Krebserkrankung verlor die 32-Jährige ihr Erstrundenmatch in Paris gegen die US-Amerikanerin Sloane Stephens, US-Open-Siegerin von 2017, 6:3, 6:7 (4:7), 4:6.
Im August 2020 war bei Suárez Navarro ein bösartiger Tumor im Lymphsystem festgestellt worden. Das sogenannte Hodgkin-Lymphom hatte eine sechsmonatige Chemotherapie und eine Tennispause unumgänglich gemacht. Ende April verkündete Suárez Navarro dann, dass sie den Krebs überwunden habe. Sie bestreitet nun, wie bereits vor ihrer Erkrankung geplant, die letzte Tennis-Saison ihrer Karriere.
»Für mich die vielleicht schönste Tennis-Geschichte des Jahres«, sagte Ex-Profi Boris Becker bei Eurosport: »Dass sie jetzt wieder den Mut hat, in die Öffentlichkeit zu gehen, Tennis zu spielen. Sie wird mit offenen Armen in Paris empfangen und wir wünschen ihr das Beste.«
Mit Petkovic scheidet die letzte deutsche Sportlerin aus
Für die deutschen Athletinnen geriet die erste Runde in Paris zum Debakel. Auch Andrea Petkovic ist am Dienstagabend an der Tschechin Karolina Mucha mit 6:1, 3:6, 4:6 gescheitert. Damit steht erstmals seit 1958 keine Starterin des Deutschen Tennis Bundes (DTB) in der zweiten Runde von Paris.
»Einerseits ist es eine Momentaufnahme, andererseits ist unsere Generation ein bisschen älter geworden«, sagte Petkovic: »Da ist es schwieriger Tag für Tag eine hohe Intensität in den Trainingsblöcken zu bringen.« Mit ihrer Leistung war Petkovic nicht unzufrieden: »Aber langsam müssen auch mal die Siege kommen.«
Zuvor waren Angelique Kerber (Kiel) und Laura Siegemund (Metzingen) direkt ausgeschieden. Petkovic machte es gegen die zunächst enttäuschende Muchova zwar insgesamt besser, für den Sieg gegen die Favoritin reichte es aber trotzdem nicht.
Schon zuletzt hatten die Ergebnisse der Halbfinalistin von 2014 und früheren Weltranglistenneunten nicht gestimmt.