Eberhard Riedel ist tot: Erfolgreichster DDR-Skirennläufer mit 88 Jahren gestorben - DER SPIEGEL
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Erfolge in den Sechzigerjahren DDR-Skirennläufer Eberhard Riedel ist tot

Er nahm dreimal an Olympischen Spielen teil und soll DDR-Staatschef Walter Ulbricht das Skifahren beigebracht haben: Nun ist der Skirennläufer Eberhard Riedel im Alter von 88 Jahren gestorben.
Eberhard Riedel, 1964 bei den Olympischen Winterspielen in Innsbruck
Eberhard Riedel, 1964 bei den Olympischen Winterspielen in Innsbruck

Eberhard Riedel, 1964 bei den Olympischen Winterspielen in Innsbruck

Foto: Horstmüller / IMAGO

Der frühere DDR-Skirennläufer Eberhard Riedel ist tot. Er starb am Ostersonntag nach kurzer schwerer Krankheit im Alter von 88 Jahren, wie sein Sohn Peter Riedel in einem Nachruf auf dessen Website  mitteilte.

Riedel hatte 1961 für eine Überraschung gesorgt, als er den Riesenslalom im schweizerischen Adelboden gewann. An den Olympischen Winterspielen nahm er 1960 in Squaw Valley, 1964 in Innsbruck und 1968 in Grenoble teil. Seine beste Olympia-Platzierung erreichte er in Frankreich mit Rang 13 im Slalom.

In einem Interview erzählte Riedel dem SPIEGEL 2019 , dass er dem ehemaligen DDR-Staatschef Walter Ulbricht das Skifahren beigebracht habe. »Er wollte unbedingt den Fichtelberg mit Skiern hinabfahren. Etwas mulmig war mir schon dabei. Wenn Ulbricht etwas passiert wäre, dann wäre wohl was los gewesen. Nach wenigen Tagen Übung konnte Ulbricht so einigermaßen leichte Schwünge fahren«, so Riedel.

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Nach dem Ende der Förderung für den alpinen Skisport in der DDR beendete Riedel seine Karriere. Nach einem Studium in Leipzig arbeitete er als Trainer im Fußball und im Skispringen. In Oberwiesenthal betreute er kurzzeitig den späteren Olympiasieger Jens Weißflog.

luc/dpa