Japanische Boeing 747 an Berg zerschellt Tod durch Nachlässigkeit
Die Boeing 747 der Japan Airlines startete am 12. August 1985 um 18.12 Uhr vom internationalen Flughafen Tokio-Haneda in Richtung Osaka. Auf einer Flughöhe von 7300 Metern ereignete sich am Heck der Maschine eine heftige Explosion. Der Druck in der Kabine sank ab, die Steuerung fiel aus und die Boeing geriet in ein wellenförmiges Schwingen, das Mannschaft und Passagieren zum Verhängnis wurde: Obwohl die Besatzung versuchte, die Maschine über den Triebwerkschub zu manövrieren und das Fahrwerk über das Notsystem auszufahren, prallte die Boeing 747 in einer Höhe von 1460 Metern gegen den Berg Osutaka.
Ein Amateur hatte die Maschine kurz vor dem Absturz fotografiert und damit dokumentiert, dass zu diesem Zeitpunkt bereits das Höhenwerk einschließlich des Seitenruders fehlte. Von den insgesamt 524 Insassen überlebten nur vier das Unglück - eine Stewardess, ein zwölfjähriger Junge, ein achtjähriges Mädchen und dessen Mutter. Die Untersuchungen der amerikanischen Luftfahrtbehörde FAA ergaben, dass Technikern beim Auswechseln eines beschädigten hinteren Druckschotts offenbar ein fataler Fehler unterlaufen war: Die erforderlichen Nieten waren lediglich in einer statt in zwei Reihen angebracht worden - die Materialbeanspruchung bei Start und Landung führte zu vorzeitigem Verschleiß und letzlich zum Bruch des Metalls, was die verheerende Explosion auslöste.
Boeing entschuldigte sich öffentlich für das tragische Versäumnis, der japanische Ingenieur, welcher die Reparaturarbeiten betreut hatte, beging Selbstmord.
Absturz Boeing 747 der JAL, 12. August 1985
| Fluglinie: | Japan Air Lines (JAL) |
|---|---|
| Typ: | Boeing 747-SR46 |
| Baujahr: | 1974 |
| Abflughafen: | Tokyo-Haneda Airport (HND) |
| Zielflughafen: | Osaka IAP |
| Flugnummer: | 123 |
| Absturzdatum: | 12. August 1985 |
| Uhrzeit: | 18.56 Uhr |
| Ort: | in der Nähe von Tokyo, Japan |
| Motoren: | 4 Pratt Whitney JT9D-7AW |
| Opfer unter der Besatzung: | 15 von 15 an Bord |
| Opfer unter den Passagieren: | 505 von 509 an Bord |
| Opfer gesamt: | 520 von 524 Insassen |