Rezept: Hummus aus Riesenbohnen und glasierten Möhren – für 2,50 pro Person - DER SPIEGEL
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Hummus aus Bohnen und im Ofen gebackenen Möhren: Auch optisch ein Leckerbissen

Hummus aus Bohnen und im Ofen gebackenen Möhren: Auch optisch ein Leckerbissen

Foto: Sebastian Maas / DER SPIEGEL

Kochen ohne Kohle Cremiger Hummus aus Riesenbohnen und glasierten Möhren – für 2,50 pro Person

Ein leckeres Essen, das sich fast von allein kocht, voller Nährstoffe steckt und so schön aussieht, dass man es gleich fotografieren möchte: Mit diesem Hummus aus Riesenbohnen statt Kichererbsen macht man alles richtig.
Eine Kolumne von Sebastian Maas

Heute gibt es ohne viel Vorgeplänkel ein supereinfaches Gericht, das sowohl in der Mittagspause als auch auf dem Abendbrottisch eine gute Figur macht: cremiger Hummus – der aber nicht aus Kichererbsen, sondern dicken Bohnen und Karotten gemacht wird – und dazu in Honig und Thymian glasierte Karotten und knusprige Bohnen als Auflage. Das Ganze dauert etwa fünf Minuten Vorbereitung, etwa 30 Minuten Backzeit und dann noch einmal fünf bis zehn Minuten Nachbereitung. Easy!

Ofengemüse (für Angeber: Heißluftfritteusen-Gemüse) oder Hummus sind für viele wahrscheinlich DIE Mahlzeiten, wenn man wenig Zubereitungszeit, wenig Abwasch und halbwegs gesunde Ernährung unter einen Hut bekommen möchte. Weil es auf Dauer aber langweilig wird, immer nur eine Textur zu essen, machen wir aus denselben Zutaten gleich mehrere Komponenten. Die Bohnen und Karotten backen wir erst, den größten Teil davon pürieren wir dann zusammen. Ein paar Bohnen werden aber mit Speisestärke bestreut, damit sie knuspriger werden.

Sie kommen dann fürs Auge und die Zunge oben auf unseren Hummus. Ebenso landet nur ein Teil der mit Honig, Knoblauch und Thymian glasierten Karotten in der Creme, der andere Teil wird zum leckeren Topping. Zusammen ergibt das einen cremigen Dip, in dem wir mehrere Portionen Gemüse verstecken. Er ist rein pflanzlich (wer möchte, kann statt Honig Ahornsirup verwenden) und enthält jede Menge Proteine und Ballaststoffe. Wer mag, kann sich dazu natürlich selbst Brot backen oder die Creme mit Gemüsesticks naschen – ich habe mir dieses Mal ein Ciabatta gekauft.

Das benötigt man für zwei Portionen:

Optional kann auch Tahini zum Hummus gegeben werden

Optional kann auch Tahini zum Hummus gegeben werden

Foto: Sebastian Maas / DER SPIEGEL
  • 1 Bund Karotten

  • 800g weiße Riesenbohnen aus der Dose (zwei Dosen)

  • 2-3 Zehen Knoblauch

  • 2 TL Honig oder Ahornsirup

  • 2 EL Sonnenblumenkerne

  • 1 TL getrockneter Thymian

  • 1/2 TL Kreuzkümmel

  • 1 TL Speisestärke

  • 1/2 Biozitrone, Saft und Schale

  • Etwas Speiseöl und Salz

  • Dazu passt Brot, etwa Ciabatta oder Baguette

  • Optional: etwas Tahini (Sesammus)

Große Hilfe: eine Küchenmaschine oder ein Mixer, alternativ ein Pürierstab und Geduld

Was kostet das? Für die verbrauchten Zutaten habe ich etwa 2,50 Euro pro Kopf bezahlt.
Wie lange dauert das?
Insgesamt etwa 40 Minuten, davon 30 Minuten Backzeit

So einfach macht man Bohnen-Karotten-Hummus

  • Den Ofen auf 200 Grad (Ober-/Unterhitze) stellen, ein Backblech mit Backpapier auslegen und das Gemüse vorbereiten.

  • Die Karotten waschen und schälen – die Schalen kann man prima einfrieren und ein anderes Mal für Gemüsebrühe verwenden. Die Karotten selbst in mundgerechte Stücke schneiden und auf das Backblech legen. Mit etwas Öl und den Sonnenblumenkernen bedecken und leicht salzen.

  • Die Bohnen abgießen und ebenfalls auf dem Backblech verteilen. Alle Bohnen leicht salzen und etwa ein Drittel der Bohnen mit insgesamt 1 TL Speisestärke bestreuen, dann etwas vermengen. Dieses Drittel wird später das Topping.

  • Das Blech in den Ofen schieben und etwa 20 Minuten backen. In der Zeit den Knoblauch hacken und mit Honig und Thymian verrühren.

  • Nach 20 Minuten die Karotten auf dem Blech mit der Knoblauch-Honig-Thymian-Paste durchmixen und die Bohnen mit dem Kreuzkümmel bestreuen. Dann alles noch einmal fünf bis zehn Minuten weiterbacken.

  • Am Ende der Backzeit zwei Drittel der Karotten und die Bohnen ohne Speisestärke zusammen in einen Mixer oder eine Küchenmaschine geben und fünf Minuten zu einer feinen Masse verarbeiten. Wer keine Maschine hat, nimmt einen Pürierstab. In jedem Fall etwas Wasser, einen großen Schluck Öl und den Saft und die Schale einer halben Zitrone zugeben. Wer Tahini da hat, kann auch hiervon einen Löffel zugeben.

  • So lange pürieren und vorsichtig in kleinen Schlucken mehr Wasser zugeben, bis die Masse angenehm cremig ist. Nun mit Salz abschmecken.

Hummus: schmeckt super mit Brot, etwa Baguette oder Ciabatta

Hummus: schmeckt super mit Brot, etwa Baguette oder Ciabatta

Foto: Sebastian Maas / DER SPIEGEL
  • Den Bohnen-Möhren-Hummus auf einem Teller verteilen und mit den knusprigen Bohnen mit Speisestärke und den restlichen glasierten Karotten aus dem Ofen verzieren. Wer Karotten mit Grün gekauft hat, kann einige Blätter davon als Garnitur obendrauf geben. Auch ein Schuss Öl, mehr Kreuzkümmel oder ein paar Chiliflocken sehen super aus. Mit geschnittenem Brot servieren und dann mit den Fingern essen. Ich wünsche guten Appetit!

Falls Sie zu viel zubereitet haben: In einer verschließbaren Dose hält der Hummus zwei bis drei Tage im Kühlschrank, er sollte dann aber mit etwas Öl bedeckt werden, damit die Oberfläche nicht zu stark austrocknet.

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