Startklar-Newsletter Wie verabschiede ich mich von meiner WG?
Der Abschied aus meiner letzten WG passierte schleichend. Zuerst war ich nur für ein Praktikum in eine andere Stadt gezogen, Zwischenmiete, bestimmt würde ich wiederkommen.
Abschied von der WG: Wer umzieht, lässt nicht nur Möbel zurück, sondern auch eine frühere Version von sich selbst
Foto:Privat
Doch aus der kurzen Station in Hamburg wurde eine dauerhafte, in meine WG in München kehrte ich nur zurück, um Kisten zu packen.
Meine Mitbewohnerinnen und diesen Ort zu verlassen, an dem ich so viel erlebt habe, war traurig. Aber so richtig innegehalten und reflektiert, was für eine Ära damit endet, habe ich nicht.
Meine Kollegin Sophia Grabendorfer ist gerade aus ihrer WG gezogen – und wollte damit bewusster umgehen als ich damals. Sie hat sich gefragt: Wie nur verabschiedet man sich von einem Ort, der einem so viel bedeutet?
Dabei hat sie gelernt: Es könnte sich lohnen, sich Zeit für den Abschied zu nehmen. Nicht durchzuhetzen beim Umzug, sondern das Ende zu zelebrieren und bewusst wahrzunehmen. So könne man mit einem guten Gefühl abschließen und positiver ins nächste Kapitel starten.
Wie so ein »well-rounded ending« mit drei konkreten Tipps aussehen kann, erfahrt ihr in unserem Text der Woche. Ich werde sie mir für meinen nächsten Abschied merken.
Viel Freude beim Lesen wünscht
Tanya Falenczyk, Redakteurin SPIEGEL Start
Niemand sagt dir, wie weh der Auszug aus der ersten eigenen Wohnung tut: Vier Jahre hat Sophia Grabendorfer in ihrer WG gelebt, hier wurde sie erwachsen. Jetzt zieht sie aus. Und es fühlt sich an wie Herzschmerz. Wie verabschiedet man sich von einem Ort, der einen so geprägt hat? Eine Psychologin weiß Rat.
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