Sofortbilddrucker im Test: Fotoautomaten für unterwegs - DER SPIEGEL
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Sofortbilddrucker im Test Fotoautomaten für unterwegs

Tragbare Sofortbilddrucker versprechen Spaß auf Partys, Familienfeiern und Kindergeburtstagen. Wir haben fünf Modelle getestet. Nicht alle sind für jedermann geeignet.
Sofortbilder aus dem Drucker: Unterschiede bei der Größe, den Rändern und der Druckqualität
Sofortbilder aus dem Drucker: Unterschiede bei der Größe, den Rändern und der Druckqualität

Sofortbilder aus dem Drucker: Unterschiede bei der Größe, den Rändern und der Druckqualität

Foto: Markus Linden / DER SPIEGEL

Manche sind fast so kompakt wie ein Smartphone, für andere benötigt man eine Transporttasche, groß wie ein Notebook: Mobile Sofortdrucker bringen Fotos überall da aufs Papier, wo gerade die Action ist. Fotografieren, ausdrucken, mitgeben: Länger als ein oder zwei Minuten dauert das nicht. Und das »Teilen« von echten Fotos auf Papier fühlt sich ganz anders an als die Verbreitung von Bildern über WhatsApp und Co.

Mobile Sofortdrucker haben fast alle einen Akku, sodass sie unabhängig von Steckdosen funktionieren. Nur einer der getesteten Drucker kommt ohne Stromkabel nicht klar. Optional ist aber auch für dieses Gerät ein Akku erhältlich.

Die Größe der Abzüge variiert: Vier der Testgeräte drucken Fotos etwa in der Größe einer Kreditkarte, eines kann bis zu Postkartengröße drucken. Je nach der verwendeten Technologie können einige Geräte das Papier auf Wunsch randlos bedrucken. Bei anderen gehört der Rand zur Sofortbild-Ästhetik dazu.

Folgekosten

Neben dem Kaufpreis fallen Kosten für den Druck an. Wenn man nur drei oder vier Bilder im Monat druckt, spielt das keine Rolle. Möchte man aber etwa vielen Partygästen jeweils ein Foto mitgeben, sollte man den Preis pro Bild in die Kaufentscheidung einfließen lassen. Die meisten Geräte verlangen zudem nach dem Originalpapier des Herstellers. Auf günstigere Alternativen kann man nur in Ausnahmefällen ausweichen.

Mit diesen Technologien arbeiten mobile Sofortdrucker

So haben wir getestet:

Alle Drucker haben ein Set von Vergleichsfotos ausgegeben. Dabei wurde die Verbindung und Handhabung mit den Apps der Hersteller sowohl unter Android als auch mit einem iPhone geprüft. Zudem mussten die Geräte in der Lage sein, mindestens zehn Fotos am Stück zu drucken. Die Druckkosten haben wir anhand des günstigsten Nachfüllsets ermittelt.

Fazit
Foto: Markus Linden / DER SPIEGEL

Ein annehmbarer Kompromiss aus Größe, Druckqualität und Druckkosten ist der Mini 2 Retro von Kodak. Geht es nur um die Bildqualität, liegen jedoch die beiden Canon-Drucker vorn. Wobei der große CP1500 mit seinen Prints in Postkartengröße in jeder Hinsicht mehr Platz beansprucht. Für Freunde des »echten« Sofortbilds bleibt der Instax Mini Link 3 interessant. Sie müssen jedoch für jedes Bild tief in die Tasche greifen.

Diese Minidrucker haben wir getestet:

Mit einem Klick auf den Produktnamen gelangen Sie zu ausführlichen Einzeltests.


Kodak Mini 2 Retro

Foto: Markus Linden / DER SPIEGEL

Der Kodak Mini 2 Retro gehört mit Abmessungen von 13 × 7,5 × 3 Zentimetern zu den kleinen Geräten und passt mit seiner flachen Bauweise – ebenso wie der Mi Portable – in eine Jackentasche. Er arbeitet mit einem von Kodak leicht abgewandelten Thermosublimationsverfahren. Das Papier wird insgesamt viermal aus- und eingefahren, bis der Druck nach rund 70 Sekunden fertig ist. Anders als bei den ähnlich arbeitenden Canon-Geräten befinden sich beim Mini 2 Retro das Papier und die Farbfolie gemeinsam in einer Kartusche. Sie ist groß und verursacht so nach dem Druck von jeweils zehn Bildern mehr Plastikmüll als die Konkurrenz. Der Vorteil: Beim Nachfüllen kann man kaum etwas falsch machen.

Die App hat wenige, aber durchweg sinnvolle Funktionen: Man kann die auf dem Smartphone gespeicherten Fotos auswählen, mehrere selektieren und dann einzeln nachbearbeiten. Beim Tipp auf »Drucken« werden sie dann ausgegeben. Alternativ kann ich auch direkt aus der App heraus Fotos machen und drucken. Im Test verbanden sich Drucker und Smartphone zuverlässig miteinander.

Ausschnitt aus einem Urlaubsfoto bei Kodak: Gute Details, aber etwas mehr Kontrast wäre besser

Ausschnitt aus einem Urlaubsfoto bei Kodak: Gute Details, aber etwas mehr Kontrast wäre besser

Foto: Markus Linden / DER SPIEGEL

Die Qualität der Ausdrucke ist durchschnittlich. Beim Porträt im Prinzip gut, aber mit leicht zu roter Haut. Nachtfotos werden schön mit tiefer Schwärze wiedergegeben. Urlaubsbilder mit blauem Himmel sind neutral und gefallen gut. Dass das Gerät bei der Auflösung nicht mit den Canon-Geräten mithalten kann, sieht man nur mit dem Fadenzähler, einer Art Lupe. Aber auch beim Kontrast fällt der Kodak-Drucker leicht ab.

Kodak Mini 2 Retro: Papier und Farbband befinden sich in einer großen Einwegkartusche

Kodak Mini 2 Retro: Papier und Farbband befinden sich in einer großen Einwegkartusche

Foto: Markus Linden / DER SPIEGEL

Die Kodak-Ausdrucke haben eine Größe von 8,5 × 5,4 Zentimetern und sind damit größer als die Ausdrucke des QX20 und des Mi Portable. Das Papier ist mit 9,7 Zentimeter Länge sogar noch etwas größer. Es bleibt auch beim Druck ohne Rand immer ein Streifen unbedruckt, der perforiert ist und abgeknickt werden kann. Etwas ärgerlich: Manchmal wird in der Einstellung »Randlos« nicht direkt bis zur Perforation gedruckt. Dann muss man doch die Schere herausholen, um einen Millimeter unbedrucktes Papier abzuschneiden.

Nach zehn Ausdrucken ist der Akku fast leer. Die Anzeige signalisiert 20 Prozent Restkapazität. Über den Papiervorrat im Drucker schweigt sich die App aus.

Die Ausdrucke mit dem Kodak-Drucker kosten im günstigsten Fall rund 50 Cent pro Druck (Set mit 60 Bildern).

Das gefällt am Mini 2 Retro von Kodak: Die Prints sind günstig, Drucker und App arbeiten unkompliziert.

Das weniger: Es entsteht viel Plastikmüll. Der Randlos-Druck ist nicht immer randlos.

Für wen sich der Minidrucker von Kodak eignet: Für alle, die einen unkomplizierten Drucker suchen.


Fujifilm Instax Mini Link 3

Foto: Markus Linden / DER SPIEGEL

Der kleine Instax-Drucker setzt auf Sofortbild-Technologie und -Nostalgie. Alle Fotos haben – wie früher analoge Sofortbilder von Polaroid – einen Rand, der das eigentliche Bild einfasst. Wie früher bei Polaroids ist der Rand auf einer Seite etwas breiter. Man kann das Bild dort anfassen und damit wedeln, bis die Chemie das Bild entwickelt hat. Das ist ebenso unnötig, wie es schon 1975 war. Es dauert in jedem Fall rund 90 Sekunden, bis aus der zunächst weißen Fläche wie aus dichtem Nebel das Foto erscheint. Dabei zuzuschauen, ist auch heute noch ein Vergnügen.

Bei einer Papiergröße von 8,6 × 5,4 Zentimetern des Mini 3 bleiben wegen des Randes nur 6,2 × 4,4 Zentimeter für das eigentliche Foto übrig. Damit sind die Drucke des Instax Mini 3 die kleinsten im Testfeld. Wer größere Abzüge haben möchte, kann bei Fujifilm auf die Formate Instax Square und Instax Wide ausweichen. Und muss einen größeren Drucker kaufen.

Die Qualität der kleinen Belichtungen liegt im Mittelfeld: Bei den Porträts wirkt die Haut angenehm, das Schwarz bei Nachtfotos ist tief, und die Sonnenuntergangsstimmung kommt kräftig, aber nicht übertrieben rüber. Etwas mau sind die Rottöne. Einzigartig ist jedoch die Haptik: Da der Rand über dem Sofortbild liegt, entsteht eine gewisse Tiefe, und die kleinen Bildchen lassen sich am etwa 1,5 Zentimeter breiten Rand unten leicht anfassen, ohne das Bild zu beeinträchtigen. Ideal, um Fotos bei einer Party herumzureichen.

Ausschnitt des Instax-Fotos: Das Schwarz ist tief, die Detailauflösung jedoch unterer Durchschnitt

Ausschnitt des Instax-Fotos: Das Schwarz ist tief, die Detailauflösung jedoch unterer Durchschnitt

Foto: Markus Linden / DER SPIEGEL

App und Drucker sind voll mit Features, die vorwiegend bei Selfies hilfreich sind und Spaß machen. Man kann etwa vom Drucker aus die Kamera des Smartphones auslösen und auch zoomen: Dazu dreht man den Drucker um dessen Achse. In der App gibt es zahlreiche Features zum Verschönern und Spielen: etwa einen »Matchtest« als Flirthilfe, eine Augmented-Reality-Anwendung, die Sticker und andere grafische Elemente im Raum platziert, und die Möglichkeit, Collagen anzulegen und Rahmen um Fotos zu legen. Aber Rahmen heißt bei Instax: einen Rahmen im eigentlichen Foto. Der weiße Rahmen des Sofortbilds kann ja nicht bedruckt werden. Es gibt aber auch Instax-Mini-Filme mit vorgedruckten Rahmen.

Instax Mini Link 3: Das Druckerpapier wird als Magazin mit jeweils zehn Blatt in den Printer eingelegt

Instax Mini Link 3: Das Druckerpapier wird als Magazin mit jeweils zehn Blatt in den Printer eingelegt

Foto: Markus Linden / DER SPIEGEL

Mit einem Gewicht von 244 Gramm gehört der Fujifilm-Drucker zu den leichten Modellen, ist mit Maßen von 12,5 × 9 × 3,5 Zentimetern aber im Vergleich dick. Er wirft ein Foto schon nach 20 Sekunden aus.

Vorbildlich: In der App sieht man nicht nur, wie viele Fotos noch mit dem eingelegten Papiervorrat gedruckt werden können, sondern auch den Ladestand des Akkus. Nach dem Ausdruck von zehn Fotos stand die Anzeige immer noch auf 100 Prozent und selbst nach weiteren Tests und Spielereien mit der Auslösefunktion wurden immer noch 80 Prozent angezeigt. Der Instax Mini Link 3 ist auf jeden Fall ein Langläufer.

Kauft man 20 Blätter zum Listenpreis, kostet ein Ausdruck fast einen Euro. Einige Händler verkaufen Dreiersets (60 Fotos), was das einzelne Bild etwas günstiger, aber nicht wirklich günstig macht.

Das gefällt am Instax Mini Link3: Die Sofortbilddrucke mit Retrocharme haben ihren eigenen Charakter. Bis auf die Rottöne ist die Bildqualität für diese Größe gut.

Das weniger: Die Ausdrucke sind klein und teuer.

Für wen sich der Instax Mini Link 3 eignet: Vor allem für ein junges Publikum, das Spaß an den vielen kreativen Features hat. Und für alle, die die Polaroid-Ästhetik lieben.


Canon Selphy QX20

Selphy QX20: Für einen Minidrucker groß, aber mit guter Bildqualität

Selphy QX20: Für einen Minidrucker groß, aber mit guter Bildqualität

Foto: Markus Linden / DER SPIEGEL

Der Selphy QX20 ist wie die Konkurrenz von Kodak, Fujifilm und Xiaomi tragbar, aber mit einem Gewicht von 463 Gramm rund doppelt so schwer wie einige Konkurrenten. Man benötigt große Taschen: Die 14,5 × 10 × 3,1 Zentimeter dürften in viele Damenhandtaschen und Rucksäcke passen, aber die meisten Jacken überfordern.

Dafür entschädigt der kleine Thermosublimationsdrucker mit schönen Ausdrucken: Sie sind mit einer Bildfläche von 7,2 × 5,3 Zentimetern etwas kleiner als die bei Kodak, aber mit gut aussehenden Hauttönen, einem tiefen Schwarz in Nachtfotos und einer feinen Detailauflösung. Ein Kritikpunkt: Das kräftige Rot läuft gelegentlich zu, sodass feine rote Strukturen verwischen. Das fällt aber erst beim Betrachten mit der Lupe auf.

Selphy QX20: Angenehme Hauttöne, Details bleiben erhalten

Selphy QX20: Angenehme Hauttöne, Details bleiben erhalten

Foto: Markus Linden / DER SPIEGEL

Alle Prints haben an der einen kurzen Seite einen rund 1,3 Zentimeter breiten Streifen, an dem sich das Papier gut anfassen lässt. Zum Herumreichen auf einer Party ideal, optisch eher störend. Es gibt, anders als bei Kodak, keine Perforation. Zum Abtrennen benötigt man eine Schere.

Der Drucker kann auch quadratische Ausdrucke auf Papier im Format 8,5 × 7,2 Zentimeter ausgeben. Aber dann bleibt zwingend ein Rand, und das eigentliche Bild hat eine Größe von nur 6,2 × 6,2 Zentimetern.

Selphy QX20: Es sind zwei Papiergrößen erhältlich

Selphy QX20: Es sind zwei Papiergrößen erhältlich

Foto: Markus Linden / DER SPIEGEL

Der Selphy QX20 wird nicht per Bluetooth, sondern via WLAN angesteuert. Die Verbindung muss vor jedem Druckvorgang über die »Selphy«-App aufgebaut werden. Das dauert immer ein paar Sekunden. Gelegentlich schlug der Verbindungsversuch auch fehl, und ich musste den Vorgang wiederholen. Der Vorteil: Die Übertragung der Bilddaten an den Drucker geht schneller als per Bluetooth.

Die App kann nur Einzelbilder und Collagen drucken. Einstellen lässt sich auf Wunsch ein Randlos-Druck (nur beim kleineren Papier). Sonst nichts. Immerhin kann man mehrere Fotos wählen und in einem Rutsch ausgeben lassen.

Die App zeigt den Akkustand in drei Balken an. Nach zehn Testfotos war der Akku laut Anzeige weiterhin voll. Darüber, wie viel Papier noch im Drucker ist, gibt die App keine Auskunft.

Kauft man im Canon-Online-Shop 20 Blatt Druckpapier samt Farbband, kostet jeder Ausdruck 90 Cent. Günstiger wird es beim Kauf eines 60er-Packs. Aber auch dann fallen pro Ausdruck noch 75 Cent an.

Das gefällt am Selphy QX20: Die Bildqualität ist gut. Man kann neben dem kleinen länglichen Format auch etwas größere Quadrate drucken.

Das weniger: Der Drucker ist etwas unhandlich, und die App bietet keine Optionen zur Bildbearbeitung.

Für wen sich der Selphy QX20 von Canon eignet: Menschen, die ihre Fotos in der Standard-Smartphone-App bearbeiten und einfach nur in guter Qualität drucken wollen.


Xiaomi Mi Portable Photo Printer

Foto: Markus Linden / DER SPIEGEL

Der Mi Photo Printer ist tatsächlich portabel. Mit Abmessungen von 12,3 × 8,2 × 2,8 Zentimetern und einem Gewicht von 191 Gramm ist er noch kleiner als der Kodak-Drucker und das leichteste Gerät im Test. Dass er schon etwas länger auf dem Markt ist, merkt man daran, dass er noch per Micro-USB geladen wird. Die Konkurrenz ist schon bei USB-C.

Als ZINK-Drucker benötigt er weder Tinte noch Farbbänder, Papiereinlegen reicht. Es passt nicht nur das Papier von Xiaomi, sondern auch andere ZINK-Papiere im Format 5 × 7,6 Zentimeter (2 × 3 Zoll) dürften funktionieren. Ausprobiert haben wir das mit ZINK-Papier von Canon. Im Vergleich zum Original-Mi-Papier gibt es einen leichten Unterschied bei den Farben, wirklich relevant ist er aber nicht. Beide Papiere haben auf der Rückseite eine Klebfolie und lassen sich als Sticker aufkleben.

Die kleinen Prints wirken auf den ersten Blick scharf. Tatsächlich sind sie leicht »überschärft«, wie man in der Fotografenszene sagt. Deutlich wird das unter der Lupe. Wer gute Augen hat, kann Schärfungsartefakte, etwa harte Kanten an Augenbrauen oder anderen feinen Strukturen, mit bloßem Auge erkennen.

Xiaomi Mi: Auf den ersten Blick gut, aber die Augen sind überschärft und wirken hart

Xiaomi Mi: Auf den ersten Blick gut, aber die Augen sind überschärft und wirken hart

Foto: Markus Linden / DER SPIEGEL

Die App ist von der Bedienung her akzeptabel: Man kann Bilder optimieren, Standbilder aus Videos drucken und Collagen anfertigen. Allerdings musste ich mich bei Xiaomi mit E-Mail-Adresse und weiteren Daten registrieren, um eine App zur Steuerung von Smarthome-Komponenten installieren zu können. Sie bindet zwar auch den Drucker ein, dient aber auch zur Steuerung von Smarthome-Geräten des Herstellers. Habe ich nicht, will ich nicht. Zumal die App den Drucker nach jedem Ausschalten vergessen hat, sodass man ihn in den Einstellungen des Smartphones neu koppeln muss.

Kalibrierkarte: Jede Zehnerpackung ZINK-Papier enthält eine Karte, die den Drucker automatisch auf das Papier einstellt

Kalibrierkarte: Jede Zehnerpackung ZINK-Papier enthält eine Karte, die den Drucker automatisch auf das Papier einstellt

Foto: Markus Linden / DER SPIEGEL

Ein Druck benötigt rund 55 Sekunden, eine Akkuladung reicht für zehn Drucke. Bei Ausdruck Nummer acht gibt es allerdings eine Minute Zwangspause: »Druckkopf kühlt ab«, heißt es in der App. Wie viel Restkapazität im Akku verbleibt und wie viel Papier noch im Drucker ist, darüber gibt die Smarthome-App keine Auskunft.

Das originale Mi-Papier kostet im 20er-Set derzeit rund 50 Cent pro Blatt.

Das gefällt am Mi Portable Photo Printer: Er ist klein, leicht und druckt schnell. Die Prints können aufgeklebt werden.

Das weniger: Die Prints sind leicht überschärft. Die Zwangsregistrierung in der Smarthome-App erscheint fragwürdig.

Für wen sich der Mi Portable Photo Printer eignet: Menschen, die einen kompakten Drucker für gelegentliche Ausdrucke suchen, die auch als Sticker aufgeklebt werden können.


Canon Selphy CP1500

Foto: Markus Linden / DER SPIEGEL

Der Selphy CP1500 fällt in unserem Test etwas aus dem Rahmen: Er ist zwar transportabel, aber kein Minidrucker. Er wiegt rund 1100 Gramm und passt mit einer Größe von 18 × 13 × 5 Zentimetern höchstens in einen Rucksack oder eine Fototasche. Er wird ohne Akku ausgeliefert und vermutlich von den meisten Kunden mit dem mitgelieferten Netzteil betrieben. Der hinten einsteckbare Akku kostet bei Canon mehr als 180 Euro und ist damit teurer als der Drucker.

Der CP1500 benötigt eine Stellfläche von rund 18 × 40 Zentimetern, der Papiervorrat von maximal 18 Blättern wird in eine vorn eingesteckte Kassette gelegt. Beim Thermosublimationsdruck mit vier Durchläufen (drei Farben plus Veredelungsschicht) fährt das Papier abwechselnd vorn und hinten heraus. Wer den Selphy auf einer Party einsetzen möchte, braucht dafür einen Tisch.

Dafür aber druckt der Selphy CP 1500 bis zur Postkartengröße von 10 × 15 Zentimetern. In der Praxis bleiben davon nach Abtrennen der perforierten Streifen oben und unten echte 10 × 14,8 Zentimeter übrig. Medien für kleinere Formate bis runter auf 22 × 17,3 Millimeter sind ebenfalls erhältlich.

Die App zur Ansteuerung vom Smartphone aus ist dieselbe wie die für den kleineren Drucker Selphy QX20. Die bei ihm geäußerte Kritik gilt daher auch hier: Viele Optionen bietet die App nicht, und auch bei diesem Modell muss man Druckaufträge gelegentlich erneut starten, weil die WLAN-Verbindung nicht zuverlässig steht.

Selphy CP 1500: Papier wird vorn eingelegt, die Farbbänder werden rechts eingeschoben

Selphy CP 1500: Papier wird vorn eingelegt, die Farbbänder werden rechts eingeschoben

Foto: Markus Linden / DER SPIEGEL

Dafür hat er mehr Druckeinstellungen als das kleine Modell: Ich kann nicht nur mit und ohne Rand drucken, sondern den Rand auch schwarz einfärben lassen. Was ich wichtiger finde: Ich kann zwischen »Hochglanz«, »Semigloss« (halb glänzend) und »Satin« wählen. Letzteres verleiht den Bildern einen leichten Schimmer, der besonders Porträts aufwerten kann.

Als einziger Drucker im Test hat der CP1500 ein Display und mehrere Tasten. Er kann daher auch von anderen Quellen als vom Smartphone aus gesteuert werden: Per USB-C konnte ich vom Notebook und direkt aus meiner Nikon-Systemkamera heraus drucken. Es lassen sich aber auch JPEG-Fotos von SD-Speicherkarten und USB-Sticks ausgeben. Das macht den Selphy CP1500 für alle interessant, die nicht nur mit dem Smartphone fotografieren.

Selphy CP1500: Spitze bei der Auflösung und sehr gute Farben

Selphy CP1500: Spitze bei der Auflösung und sehr gute Farben

Foto: Markus Linden / DER SPIEGEL

Die Qualität ist die beste im Testfeld, aber die größeren Ausdrucke benötigen auch mehr Auflösung als die kleinen der Konkurrenz. Ansonsten gilt hier dasselbe wie beim Selphy QX20: angenehme Hauttöne, ausgewogene Farben auch bei Natur- und Urlaubsbildern. Lediglich das Rot läuft schnell zu und verliert an Details.

Obwohl die Ausdrucke so viel größer sind als die der Konkurrenz, kosten sie weniger: 108 Bögen in Postkartengröße bekommt man bei Canon inklusive Farbkassette für 38 Euro. Das ergibt einen Seitenpreis von rund 35 Cent.

Das gefällt am Selphy CP1500: Die Bildqualität ist gut. Man kann mit ihm kleine und große Formate günstig drucken, und er kann Bilder auch direkt aus einer Fotokamera oder von Speicherkarten drucken.

Das weniger: Er ist groß und schwer, der optionale Akku viel zu teuer.

Für wen sich der Selphy CP1500 von Canon eignet: Menschen, die große Formate auf Veranstaltungen günstig drucken wollen.

Hintergrund: Produkttests im Ressort Tests