Autohersteller haben im Sommer mehr Autos verkauft - DER SPIEGEL
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Europäischer Markt Autohersteller haben im Sommer mehr Autos verkauft

Die Nachfrage nach Autos hat seit Jahresbeginn wieder zugenommen. Profitiert haben davon vor allem die chinesischen Hersteller. Die deutschen Hersteller haben das Nachsehen.
Autos im Hafen von Shanghai: zusammengerechnet 9,6 Prozent Marktanteil
Autos im Hafen von Shanghai: zusammengerechnet 9,6 Prozent Marktanteil

Autos im Hafen von Shanghai: zusammengerechnet 9,6 Prozent Marktanteil

Foto: CHINATOPIX / AP / dpa

Der Automarkt in der Europäischen Union hat in den vergangenen beiden Monaten weiter zugelegt. Im Juli stiegen die Neuzulassungen von Pkw in der Wirtschaftsgemeinschaft gegenüber dem Vorjahresmonat um drei Prozent und im August um 4,5 Prozent, wie der europäische Herstellerverband Acea am Donnerstag in Brüssel mitteilte.

Nach acht Monaten steht das Wachstum bei den Erstanmeldungen nun bei 5,3 Prozent auf 7,55 Millionen Autos. Davon waren 21,7 Prozent reine Elektroautos (BEV – battery electric vehicles), fast sechs Prozentpunkte mehr als ein Jahr zuvor. Plug-in-Hybride standen für ein Zehntel des Marktes.

Deutlich zulegen konnten zwischen Januar und Ende August die chinesischen Anbieter. Autobauer wie der Volkswagen-Konzern warnen in jüngster Zeit immer deutlicher vor der erstarkenden Konkurrenz aus Fernost auf dem heimischen Markt.

Deutschen Autohersteller verlieren Marktanteile

Der Geely-Konzern, zu dem der Acea-Verband unter anderem die im Westen bekannten Marken Volvo, Polestar und das Joint-Venture Smart mit Mercedes-Benz zählt, blieb in der EU mit seinem Marktanteil gegenüber dem Vorjahreszeitraum zwar nur stabil bei 2,7 Prozent. BYD konnte seinen Anteil an den Neuwagen aber von 0,9 auf 2,4 Prozent Marktanteil mehr als verdoppeln.

SAIC Motor legte vor allem mit seiner Marke MG von 1,9 auf 2,2 Prozent zu, Chery Automobile (Marken Omoda, Jaecoo) von 0,5 auf 1,5 Prozent. Zusammen mit Leapmotor (0,8 Prozent) erreichten diese chinesischen Anbieter so rechnerisch zusammen einen Marktanteil von 9,6 Prozent. Ein Jahr zuvor waren es dem Acea zufolge nur 6,2 Prozent.

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Der Volkswagen-Konzern verkaufte im Juli und August jeweils um die drei Prozent weniger Autos als ein Jahr zuvor. In den Zahlen ist die Sportwagentochter Porsche enthalten, die in den Monaten einen Dämpfer von knapp 5 und gut 8 Prozent in der EU einsteckte. Bei BMW gab es in beiden Monaten ein leichtes Plus von jeweils unter einem Prozent. Mercedes-Benz konnte im Juli nur leicht zulegen, steigerte die Neuzulassungen im August dann aber um über sieben Prozent.

mik/dpa-AFX