Bahnstreik der Lokführer in der GDL: »Der Streik wird durchgezogen« - DER SPIEGEL
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Arbeitskampf der Lokführer »Der Streik wird durchgezogen«

Trotz eines neuen Angebots der Deutschen Bahn bestreiken die Lokführer seit Donnerstag früh auch den Personenverkehr. Reisende reagieren mit wenig Verständnis.
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Kaum etwas fährt noch auf Deutschlands Schienen. Die Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer hat am Donnerstag ihren angekündigten Streik im Personenverkehr begonnen. Vor allem in Metropolregionen wie hier in Köln strandeten Reisende am Bahnhof.

"Ich trete heute meine Reha an. Und muss jetzt gucken, wie ich da überhaupt hinkomme. Vier oder fünfmal umsteigen, Gepäck dabei. Das hätte man auch anders regeln können, denke ich."

"Nicht gut. Was soll ich machen, aber ich bin Pendler, fahre jeden Tag Zug. Ist für mich schon wichtig, eigentlich."

Die Deutsche Bahn hatte den Lokführern am Mittwochabend ein neues Angebot gemacht und darin unter anderem eine Corona-Prämie von bis zu 600 Euro sowie eine Laufzeit des Tarifvertrags von 36 statt wie zuvor 40 Monaten angeboten.

Claus Weselsky, Vorsitzender GDL: "Ich habe eine gute und eine schlechte Nachricht. Die gute Nachricht ist: Das Angebot der Deutschen Bahn AG ist das beste Angebot, das wir bisher erhalten haben, weil es aufzeigt, wie dieses Management gegen die GDL vorgeht. Die schlechte Nachricht ist, dass der Streik durchgezogen wird und dass ihr, meine lieben Kolleginnen und Kollegen, die ihr euch hier versammelt habt, keine Angst haben müsst, dass wir Verrat begehen und die Interessen unserer Mitglieder irgendeinem Element opfern, das am Ende des Tages vielleicht dem Einzelnen guttut, aber niemals der Gemeinschaft."

Die Lokführer werden also weiterstreiken, zum dritten Mal in vier Wochen. Bis zum 7. September um Zwei Uhr nachts müssen Reisende mit Zugausfällen und Verspätungen rechnen. Die Bahn will bis dahin mit einem Ersatzfahrplan zumindest ein Viertel des Fernverkehrs sichern – und versucht nun mit einem Eilantrag vor dem Arbeitsgericht Frankfurt am Main die Streiks rechtlich stoppen zu lassen. Mit einer Entscheidung wird am Donnerstagabend gerechnet.

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