Cricket: Wie die indische Cricketliga IPL selbst den Fußball in den Schatten stellt - DER SPIEGEL
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Wirtschaftswunder Wie die indische Cricketliga IPL selbst den Fußball in den Schatten stellt

• aus DER SPIEGEL 33/2026
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ANI News / IMAGO

Sie haben ein paar Milliarden Euro auf der hohen Kante und wollen Ihr Vermögen im Profisport anlegen? Kein Problem. Zwar hat Fifa-Präsident Gianni Infantino seinen Plan verworfen, Anteile an den Fußball-Weltmeisterschaften an Investoren zu veräußern. Doch es gibt eine lukrative Alternative: Cricket. Richtig, das langatmige Schlagspiel mit den schwer verständlichen Regeln. In den Ländern des Commonwealth boomt die Sportart, ihre Kronjuwelen lagern in Indien: die Indian Premier League (IPL). Die Liga besteht aus gerade mal zehn Teams, eine Saison dauert nur rund zwei Monate. Dennoch hat sich die IPL zu einer der kostbarsten Marken im Weltsport entwickelt. Allein mit dem Verkauf der Medienrechte streicht sie etwa 1,2 Milliarden US-Dollar pro Jahr ein, mehr als eine Milliarde Menschen verfolgten die Saison 2026 am Fernseher oder online. Pro Spiel erlöst nur die US-Football-Liga NFL mehr mit ihren Medienrechten, so hat es die Investmentbank Houlihan Lokey errechnet. Jüngst versuchte Rob Walton, Erbe und Ex-Chef der Supermarktkette Walmart, mit einem Konsortium ein IPL-Team zu übernehmen, doch die offerierten 1,63 Milliarden US-Dollar reichten nicht.

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