DaimlerChrysler: Aktienoptionen werden teuer - DER SPIEGEL
Zum Inhalt springen

DaimlerChrysler Aktienoptionen werden teuer

Das Aktienoptionsprogramm von DaimlerChrysler für seine Manager kommt den Konzern und die Altaktionäre des Unternehmens teuer zu stehen: Allein im ersten Halbjahr muss der Konzern rund 230 Millionen Euro zuschießen.
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Stuttgart - Wie aus Pflichtveröffentlichungen des Konzerns hervorgehe, seien allein im ersten Halbjahr 2007 rund 26 Millionen Optionen des Leistungsanreizprogramms für die Jahre 2000 bis 2004 gezogen worden, schreiben die "Stuttgarter Nachrichten". Seit dem Start des Programms, in dessen Rahmen insgesamt 92,4 Millionen Optionen gewährt wurden, habe sich damit die Zahl der DaimlerChrysler  -Aktien um gut 50 Millionen auf 1,054 Milliarden Stück erhöht. Da für die Optionen neue Aktien ausgegeben werden, führe dies zu einem Kapitalverwässerungseffekt von rund fünf Prozent. Ohne das Optionsprogramm läge der Daimler-Aktienkurs damit nach Berechnungen der "Stuttgarter Nachrichten" statt bei aktuell rund 68 Euro bei 71,45 Euro.

Das Programm komme nicht nur die Altaktionäre, sondern auch den Konzern teuer zu stehen. Denn DaimlerChrysler bezahle den rund 6000 bezugsberechtigten Führungskräften - 15 Prozent der Optionen sind für den Vorstand reserviert - die Differenz zwischen dem so genannten Referenzpreis (Tageskurs bei Zuteilung) und dem um 20 Prozent höheren Ausübungspreis. Bei einer durchschnittlichen Differenz von 8,85 Euro je Option wurden damit für den Konzern allein im ersten Halbjahr rund 230 Millionen Euro an Zuschuss fällig. Würden alle Optionen gezogen, beliefen sich die Zuschüsse des Konzerns auf insgesamt über 800 Millionen Euro. Einschließlich der an der Börse realisierten Kursgewinne habe das Programm für die Manager einen Milliardenwert, schreibt die Zeitung.

sam/dpa/APD

Mehr lesen über