Bulle und Bär vor der Frankfurter Börse: Der Dax steigt auf Rekordhoch
Foto: Marc-Steffen UngerIrankrieg, US-Zölle, Billigwaren aus China und eine hartnäckige Inflation: Deutschlands Wirtschaft ächzt unter Dauerstress. 2026 soll sie nur um homöopathische 0,5 Prozent wachsen, schätzt die Bundesregierung. Wirtschaftswunder? Fehlanzeige.
Umso bemerkenswerter, dass der Dax kaum zu bremsen ist: Vergangene Woche knackte er erstmals die Marke von 26.000 Punkten. Seit Jahresbeginn ein Plus von mehr als 7,5 Prozent. Wie passt das zusammen?
Gefährlicher Verführer
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Ganz einfach: Deutschlands Konjunktur hat herzlich wenig zu tun mit dem führenden Aktienindex des Landes. Die 40 Dax-Konzerne erwirtschaften mehr als 80 Prozent ihrer Umsätze im Ausland. Zu den Topperformern zählen Infineon, Hochtief und Siemens Energy. Der Börsenwert der kriselnden Autobauer ist mittlerweile so geschrumpft, dass sie den Index kaum noch jucken.
Internationale Faktoren beeinflussen den Dax deutlich stärker, etwa der sinkende Ölpreis oder die stabile US-Konjunktur. Hinzu kommt eine Besonderheit: Anders als bei vielen internationalen Indizes fließen in den Dax nicht nur Kursgewinne ein, sondern auch Dividenden. Das treibt ihn zusätzlich nach oben.
Wenn der Höhenflug des Dax etwas zeigt, dann dies: Deutsche Unternehmen spielen weltweit noch gut mit.