Wirtschaftswunder Tourismusboom in Grönland
Grönländische Hauptstadt Nuuk: Direktflüge aus New Jersey
Foto: Steffen Trumpf / dpaAufmerksamkeit spielt im Tourismus eine entscheidende Rolle. Je mehr über einen Zielort gesprochen wird, desto größer die Chancen, dass Reisende dort landen. Grönland fristete dahingehend jahrzehntelang ein Dasein abseits der Weltöffentlichkeit. Bis US-Präsident Donald Trump davon zu fantasieren begann, die im Nordatlantik gelegene zu Dänemark gehörende Insel zu kaufen. Oder notfalls mit militärischer Unterstützung unter US-Kontrolle zu bringen. Auf die Invasionsdrohungen hätten die Menschen dort gut verzichten können. Aber sie hatten offenbar einen willkommenen Nebeneffekt: mehr Touristen aus den USA. Von Juni bis September 2025 flog United Airlines von New Jersey direkt in die Hauptstadt Nuuk – die erste Nonstop-Verbindung beider Länder seit 18 Jahren. Dieses Jahr soll es das Angebot erneut geben. Von einem trumpschen Tourismusbooster ist vor Ort die Rede, ebenso von vollen Auftragsbüchern. Hotels berichten von gestiegenen Buchungen, insbesondere von Amerikanern. Der Regierung kommt der unverhoffte Aufschwung gelegen. Sie versucht, mit mehr Tourismus die Wirtschaft breiter aufzustellen. Bislang hängt die Insel vor allem von Exporterlösen aus der Fischerei ab.