Immobilien Die Not der Hausverwalter
Baustelle an Wohnhaus: Viele Immobilien in schlechtem Zustand
Foto:Sandra Alkado / CHROMORANGE / picture alliance
Deutschlands Hausverwaltungen stecken in einer Krise: 2025 meldeten 124 Unternehmen Insolvenz an, rund 60 Prozent mehr als 2020. Das zeigt eine Analyse der Restrukturierungsberatung Falkensteg. In der Branche tobt ein Kampf um Marktanteile, die Margen sind gering. »Viele Hausverwaltungen haben Wettbewerber aufgekauft und sich mit ihrer Expansion übernommen«, sagt Rechtsanwalt Alexander Eggen von der Kanzlei Schultze & Braun. Etliche Unternehmen seien rasant gewachsen, ohne die dafür nötigen Strukturen zu schaffen. Ein weiteres Problem ist der Fachkräftemangel. Zudem sind laut Eggen viele IT-Systeme der Unternehmen veraltet. Die Folge: Hausgelder und Rücklagen werden bisweilen nicht sauber verwaltet. Dann reichen geringe Zahlungsrückstände, um eine Verwaltung in eine finanzielle Schieflage zu bringen. Die Krise der Verwalter hängt auch mit dem Sanierungsstau zusammen. Viele Immobilien sind in schlechtem Zustand. Fälle, in denen Hausverwaltungen tätig werden müssen, häufen sich. Geplante Kosten laufen aus dem Ruder.
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