Irankrieg und die Folgen Tourismusbeauftragter sieht in Nahostkrise eine Chance für heimische Reiseziele
Urlauber in Büsum an der Nordsee (August 2025): »Noch stärkere Nachfrage als in den Vorjahren«
Foto:Frank Drechsler / IMAGO
Die angespannte Weltlage kann nach Ansicht des Tourismusbeauftragten der Bundesregierung dazu beitragen, dass mehr Menschen in Deutschland Urlaub machen. »So schlimm die Auswirkungen der Krise im Nahen Osten für viele Branchen sind, so sehr bieten sich dadurch Chancen für den Deutschlandtourismus«, sagte der CDU-Politiker Christoph Ploß den Zeitungen der Funke Mediengruppe. Insbesondere an Nord- und Ostsee rechne er mit »einer noch stärkeren Nachfrage als in den Vorjahren«.
CDU-Politiker Ploß, Koordinator der Bundesregierung für maritime Wirtschaft und Tourismus
Foto:Soeren Stache / dpa
Bei einer vom Abrechnungsdienstleister SAP Concur in Auftrag gegebene und am Wochenende veröffentlichten repräsentativen Umfrage gab fast jeder Fünfte an, deswegen selbst bereits einen Flug storniert, umgebucht oder eine Stornierung durch die Airline erlebt zu haben.
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Ploß wies darauf hin, dass die Bundesregierung in der Tourismusbranche eine immer wichtigere Säule für die Volkswirtschaft in Deutschland sehe. Er kündigte weitere Förderung an. »Wir werden die Tourismusunternehmen und Tourismusregionen in Deutschland noch in diesem Jahr mit mehreren Initiativen unterstützen, etwa durch eine Flexibilisierung der Arbeitszeiten und mit mehr Investitionen in das Autobahn- und Schienennetz.«
Zuletzt hatte das Statistische Bundesamt zum Jahresbeginn von steigenden Übernachtungszahlen im deutschen Tourismusgeschäft berichtet. Im ersten Quartal wurden 86,7 Millionen Übernachtungen registriert – 2,5 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Der Anstieg der Übernachtungen von Gästen aus dem Ausland war mit 0,8 Prozent deutlich schwächer als der bei den Inländern mit 2,9 Prozent.