März-Zahlen Arbeitslosigkeit geht nur langsam zurück
Bundesagentur für Arbeit in Rostock: »Die Frühjahrsbelebung setzt nur verhalten ein«
Foto: Bernd Wüstneck / dpaAuf eine »Frühjahrsbelebung« wartet der Arbeitsmarkt bis jetzt noch vergeblich: Die Zahl der Arbeitslosen in Deutschland ist im März nur leicht um 26.000 auf 2,594 Millionen Menschen gesunken. Verglichen mit dem März 2022 sei die Zahl der Arbeitslosen aktuell um 232.000 höher, erklärte die Bundesagentur für Arbeit.
Die Arbeitslosenquote blieb gegenüber dem Februar stabil, liegt aber mit 5,7 Prozent um 0,6 Punkte über dem Vorjahresmonat. Die Bundesagentur griff in der Monatsstatistik auf Datenmaterial zurück, das bis zum 13. März zur Verfügung stand.
»Die Frühjahrsbelebung setzt nur verhalten ein«, sagte die Vorstandsvorsitzende der Bundesagentur, Andrea Nahles. Die schwache Konjunktur hinterlasse Spuren. Selbst ohne Berücksichtigung der ukrainischen Geflüchteten in der Statistik wäre die Arbeitslosigkeit im Jahresvergleich gestiegen, teilte die Bundesagentur weiter mit.
777.000 offene Stellen
Die Kurzarbeit hat sich den Angaben zufolge nicht mehr erhöht. Zwischen dem 1. und dem 27. März hätten Unternehmen für 50.000 Beschäftigte Kurzarbeit angemeldet. Wie viel davon in Anspruch genommen wird, ist noch nicht bekannt. Die frischesten Daten zur tatsächlichen Inanspruchnahme stammen aus dem Januar. In diesem Monat wurde für 140.000 Menschen konjunkturelles Kurzarbeitergeld gezahlt.
Weiterhin auf hohem Niveau bewegt sich die Zahl der Beschäftigten. Im Februar seien 45,6 Millionen Erwerbstätige gezählt worden, 423.000 mehr als im Februar 2022 und 31.000 mehr als im Januar dieses Jahres. Die Nachfrage nach Arbeitskräften ging aber zuletzt etwas zurück. Im März waren bei der Bundesagentur 777.000 offene Stellen gemeldet, 62.000 weniger als vor einem Jahr.