Lars Klingbeil: SPD-Minister streicht Post ein Privileg - DER SPIEGEL
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Wettbewerb im Briefmarkt Klingbeil streicht Post ein Privileg

Die Post musste jahrelang für einige Leistungen keine Mehrwertsteuer zahlen, ihre Konkurrenten schon. Jetzt herrscht wieder Wettbewerbsgleichheit. Und Lars Klingbeil profitiert.
• aus DER SPIEGEL 28/2026
Foto: Frank Hoermann / SvenSimon / picture alliance

Die Bundesregierung streicht der Post ein umstrittenes Steuerprivileg. Künftig ist der noch immer teilstaatliche Konzern nicht länger von der Mehrwertsteuer befreit, wenn er Geschäftspost einsammelt und verteilt. Die Regelung hatte der Post einen Wettbewerbsvorteil von 19 Prozent gegenüber ihren Konkurrenten beschert.

Zusätzliche Einnahmen

Zwischenzeitlich kamen auch einige private Postunternehmen in den Genuss der Freistellung, was die Lage der übrigen verschärfte. Nun beseitigt Finanzminister Lars Klingbeil (SPD) den Wettbewerbsvorteil für die Post, was ihm zusätzliche Einnahmen beschert, die er angesichts der angespannten Haushaltslage gut gebrauchen kann.

Er beziffert sie auf 115 Millionen Euro. Die Postkonkurrenten, die Klingbeils Maßnahme begrüßen, halten die Schätzung für zu niedrig, sie rechnen mit mindestens einer halben Milliarde Euro Mehreinnahmen. Nach Jahren würden »endlich wieder faire Wettbewerbsbedingungen im Briefmarkt hergestellt«, sagt Walther Otremba, Vorsitzender des Bundesverbands Briefdienste.

rei
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