Wirtschaftswunder Melodien für 74,5 Millionen
Hauke-Christian Dittrich / dpa / picture alliance
Zuletzt nur schlechte Nachrichten aus der deutschen Livemusikszene. Konzertabsagen von Gabriel Kelly, Wincent Weiss, Max Giesinger. Nun eine frohe Botschaft: Die Branche sei im Jahr 2025 weiter gewachsen. Zum ersten Mal seit den pandemiebedingten Einbrüchen liegt die Anzahl der Konzerte in Deutschland über dem Niveau von 2019, ebenso die der Besucher. Das meldet die Gesellschaft für musikalische Aufführungs- und mechanische Vervielfältigungsrechte (Gema). Mehr als 267.000 Konzerte lockten demnach rund 74,5 Millionen Besucher. Das waren 4,5 Prozent mehr Events als im Vorjahr und 1,6 Prozent mehr als 2019, dem Jahr vor Beginn der Pandemie. Zuwachs gibt es laut Gema vor allem bei Konzerten mit 5000 bis 15.000 Besuchern. Trotzdem leiden Teile der Branche. Kleinere Konzerte mit bis zu 500 Besuchern verzeichnen gegenüber der Vor-Coronazeit einen Publikumsschwund von 5,7 Prozent. Den Ausfall größerer Konzerte begründen Veranstalter mit einem Überangebot. Angesichts hoher Ticketpreise überlegen sich Musikfans gut, für wen sie Geld ausgeben. Nationale Künstler hätten es schwer. Manche überschätzen womöglich die eigene Strahlkraft.
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