Ölpreis US Airways kündigt Streichkonzert an
Tempe - Für die Mitarbeiter ist es ein Schock: 1700 der 35.000 Jobs will die Fluglinie US Airways streichen. Grund: der hohe Ölpreis, schreibt das "Wall Street Journal". Das sind nicht die einzigen Kürzungen, die die Fluglinie vorhat: Zusätzlich soll die Flotte verkleinert werden.
Für die Passagiere kommt es noch dicker: sie müssen für ihre Tickets künftig 15 Dollar (ca. zehn Euro) mehr bezahlen, da die Fluggesellschaft neue Gebühren einführt. Auch für Getränke an Bord müssen die Fluggäste künftig bezahlen. "Die Bedingungen haben sich fundamental verändert, da können wir nicht einfach so weitermachen wie vorher", sagte US-Airways-Chef Dough Parker dem Blatt. Die Airline habe einfach zu viele Plätze für zu wenige Kunden.
Die Fluglinie mit Sitz in Arizona ist die siebtgrößte der Vereinigten Staaten. Sie ist nicht die erste, die wegen des gestiegenen Ölpreises zu drastischen Maßnahmen greift: Alle großen Fluggesellschaften wie American Airline, Continental Airline , United Airlines und Delta Airlines hatten bereits ähnliche Sparprogramme in die Wege geleitet.
US Airways will im nächsten halben Jahr 300 Piloten, 400 Flugbegleiter, 800 Flughafenangestellte sowie 200 Mitarbeiter aus Management und Verwaltung entlassen.
Die Fluglinie will ihre Kapazitäten dieses Jahr um sechs bis acht Prozent reduzieren, 2009 sogar um sieben bis neun Prozent, schreibt das Blatt. Zehn Flugzeuge aus ihrer Flotte will die Airline wieder abgeben und außerdem die Leasingverträge für zwei weitere Großraummaschinen kündigen. Eigentlich wollte US Airways die beiden Maschinen im kommenden Jahr in Betrieb nehmen. Auch im Jahr 2010 soll die Flotte verkleinert werden, in welchem Umfang, stehe jedoch nicht fest, schreibt das "WSJ".
cvk