Wirtschaftswunder Vormarsch der KI-Krieger
Laptop mit KI-Plattform der Firma SE3 Labs
Foto:SE3 Lab
Künstliche Intelligenz revolutioniert die Kriegsführung, und deutsche Start-up-Gründer mischen kräftig mit. Jüngstes Beispiel: Die Münchner Firma SE3 Labs. Sie hat eine KI-Plattform entwickelt, mit der sich ein Gefechtsfeld räumlich erfassen lässt. Über Sensoren sammeln Drohnen und andere autonome Waffen Daten, erstellen so ein dreidimensionales Bild ihrer Umgebung und können als Schwarm eigenständig auf eine neue Gefechtslage reagieren oder von einem Operateur per Sprachbefehl gesteuert werden. »Die nächste Entwicklungsstufe künstlicher Intelligenz ist das Verständnis der physischen Welt – und die Fähigkeit, in ihr autonom zu handeln«, sagt Lukas Köstler, Mitgründer von SE3. Das Unternehmen arbeitet bereits mit der Bundeswehr zusammen, auch Bundeskanzler Friedrich Merz hat sich die Software vorführen lassen. SE3 Labs duelliert sich auf dem digitalen Gefechtsfeld mit Start-ups wie Helsing oder Quantum Systems sowie Etablierten wie Rheinmetall. Vorteil für die Steuerzahler: Die Killer-Software kostet sie im Vergleich zu Panzern fast nichts. SE3 Labs erhielt von Risikokapitalgebern wie Lakestar bislang rund 5,5 Millionen Euro.