Psychologie des Geldes: Sie sind reicher als Sie sich fühlen - DER SPIEGEL
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Psychologie des Geldes Sie sind reicher als Sie sich fühlen

• aus DER SPIEGEL 28/2026
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Julia Ishac / Connected Archives

Meine Villa, mein Auto, meine Jacht: In sozialen Medien sehen Nutzerinnen und Nutzer viele Statussymbole. Das kann »Money Dysmorphia« beflügeln – das Gefühl, finanziell abgehängt zu sein, obwohl eigentlich genug Geld da ist. In einer Onlineumfrage im Auftrag der Steuersoftware Taxfix gab fast die Hälfte (48,5 Prozent) der mehr als 2000 Befragten an, dieses Gefühl häufig oder manchmal zu erleben. Am stärksten taucht es bei den jüngsten Befragten zwischen 18 und 24 Jahren auf, hier kennen es in dieser Häufigkeit fast zwei Drittel. Auffällig ist, dass offenbar auch wohlhabende Menschen nicht vor »Money Dysmorphia« gefeit sind: 30 Prozent der Befragten mit einem Jahreseinkommen von mehr als 100.000 Euro brutto fühlen sich manchmal finanziell abgehängt, etwa sechs Prozent sogar häufig. Taxfix betont, dass nicht alle Sorgen unbegründet seien: Steigende Mieten, hohe Energiekosten und die anhaltende Kaufkraftbelastung der vergangenen Jahre hätten das Vertrauen vieler Menschen in ihre finanzielle Stabilität erschüttert. Doch ebenso könne es unabhängig davon finanziellen Stress auslösen, so viel Wohlstand online zu sehen. Luxus wird dort zur Normalität.

kko
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