Bernanke rechnet mit Kritikern ab - DER SPIEGEL
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US-Notenbankchef Bernanke rechnet mit Kritikern ab

"Die populistischen Reaktionen waren nicht überraschend": US-Notenbankchef Ben Bernanke hat zum Abschied mit seinen Kritikern abgerechnet. Die extrem lockere Geldpolitik habe funktioniert.
Bernanke: "Quantitative Lockerung funktioniert in der Praxis, nicht in der Theorie"
Bernanke: "Quantitative Lockerung funktioniert in der Praxis, nicht in der Theorie"

Bernanke: "Quantitative Lockerung funktioniert in der Praxis, nicht in der Theorie"

Foto: Jim Watson / AFP
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Washington - Der scheidende US-Notenbankchef Ben Bernanke hat seine Krisenpolitik gegen Kritik verteidigt. Die Staatsanleihenkäufe zum Ankurbeln der Wirtschaft seinen erfolgreich gewesen, sagte Bernanke am Donnerstag auf einer Veranstaltung der Denkfabrik Brookings Institution in Washington. Er hat in seiner Ende des Monats auslaufenden Amtszeit die Fed-Bilanz mit enormen Geldspritzen auf fast vier Billionen Dollar aufgebläht. Bernanke rechnete nun mit seinen Kritikern ab, die ihm vorwerfen, mit der Geldflut die Saat für künftige Marktblasen zu legen und Inflation Vorschub zu leisten. Auch in den 1930er Jahren sei die Fed während der Großen Depression angefeindet worden. "Daher war es nicht überraschend, dass es wieder zu populistischen Reaktionen gekommen ist", sagte Bernanke.

Die Unabhängigkeit der Notenbank sei eines ihrer entscheidenden Merkmale, betonte er. Er hoffe, dass sich die Aufregung über das Vorgehen der Notenbank legen werde. Zugleich zog er eine positive Bilanz seiner Amtszeit. Es gebe nicht viele Notenbanker im Führungsgremium der Fed, die ernsthaft an der Wirkung der von ihm eingeleiteten Politik der sogenannten Quantitativen Lockerung zweifelten: "Das Problem mit der Quantitativen Lockerung ist nur, dass sie in der Praxis funktioniert, nicht aber in der Theorie."

Seit Anfang des Jahres hat die Fed die monatlichen Ankäufe von Staatsanleihen und Immobilienpapieren um zehn auf 75 Milliarden Dollar verringert und damit auf die zunehmende Erholung der US-Wirtschaft reagiert. Die nächste Gelegenheit zum Drosseln der Konjunkturhilfen ergibt sich auf der Zinssitzung Ende des Monats. Das Programm soll bis Ende des Jahres schrittweise auslaufen, dann allerdings unter Bernankes Nachfolgerin Janet Yellen.

cte/Reuters

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