Bundesagentur für Arbeit: Zahl der Arbeitslosen bleibt im September auf hohem Niveau - DER SPIEGEL
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2,994 Millionen Zahl der Arbeitslosen bleibt im September auf hohem Niveau

Die Herbstbelebung am Arbeitsmarkt fällt schwach aus: Im September lag die Arbeitslosenquote mit 6,4 Prozent ähnlich hoch wie im August. Die Marke von drei Millionen wurde aber wieder unterschritten.
Agentur für Arbeit in Köln-Ossendorf
Agentur für Arbeit in Köln-Ossendorf

Agentur für Arbeit in Köln-Ossendorf

Foto: Christoph Hardt / Panama Pictures / IMAGO

Konjunkturell lief es zuletzt etwas besser, das Wirtschaftswachstum schlägt sich aber bislang kaum in zusätzlicher Beschäftigung nieder: Die Zahl der Arbeitslosen in Deutschland ist im September mit 2,994 Millionen zwar wieder unter die Drei-Millionen-Grenze gefallen. Im Vergleich zum August ist das ein Rückgang um 67.000 – im Vergleich zum September 2025 aber ein Anstieg um 40.000, wie die Bundesagentur für Arbeit mitteilte.

»Im September beginnt am Arbeitsmarkt die Herbstbelebung«, sagte die Vorstandsvorsitzende der Bundesagentur für Arbeit, Andrea Nahles. »Der Auftakt fällt allerdings schwunglos aus«, fügte sie hinzu. Die Arbeitslosenquote fiel im Vergleich zum August um 0,1 Punkte auf 6,4 Prozent.

Höchste Arbeitslosenquoten in Bremen und Berlin

Die Nachfrage nach Arbeitskräften in Deutschland bleibt zunächst weiter schwach. Bei der Bundesagentur waren im September 660.000 freie Stellen gemeldet. Das sind 30.000 mehr als noch vor einem Jahr.

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Die offizielle Zahl der Arbeitslosen gibt nicht die tatsächliche Größe der Arbeitslosigkeit wieder. So sind, wenn man etwa Arbeitslose in Beschäftigungsmaßnahmen oder arbeitsunfähig Erkrankte mitrechnet, deutlich mehr Menschen ohne Job. Diese sogenannte Unterbeschäftigung ging im September saisonbereinigt um 7000 zurück. Mit 3,615 Millionen war sie um 25.000 höher als im Vorjahresmonat.

Arbeitslosengeld aus der Arbeitslosenversicherung erhielten im September 1,082 Millionen Menschen, 85.000 mehr als vor einem Jahr. Die Zahl der erwerbsfähigen Empfänger von Grundsicherung belief sich im September auf 3,704 Millionen. Dies sind 145.000 weniger als im Vorjahresmonat.

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Die höchste Arbeitslosigkeit in Deutschland herrscht regional mit einer Quote von 11,2 Prozent weiter im Bundesland Bremen, gefolgt von Berlin mit 10,4 Prozent. Die niedrigsten Quoten weisen weiterhin die südlichen Bundesländer Bayern (4,2 Prozent) und Baden-Württemberg (4,7 Prozent) aus – trotz anhaltender Krise der dort ansässigen Autoindustrie . Mit Thüringen und Brandenburg (jeweils 6,3 Prozent) liegen den Angaben der Bundesagentur zufolge auch zwei ostdeutsche Bundesländer unterhalb des Bundesdurchschnitts.

apr/dpa