Ecclestone: Gericht stellt sich auf Deal ein - DER SPIEGEL
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Bestechungsprozess Gericht stellt sich auf Deal mit Ecclestone ein

Der Formel-1-Bestechungsprozess könnte bald entschieden sein. Das Landgericht München hält eine Einigung mit Bernie Ecclestone für möglich und streicht die für kommende Woche geplanten Zeugenvernehmungen.
Formel-1-Chef Ecclestone: Ende des Verfahrens möglich
Formel-1-Chef Ecclestone: Ende des Verfahrens möglich

Formel-1-Chef Ecclestone: Ende des Verfahrens möglich

Foto: Tobias Hase/ dpa
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München - Im Korruptionsprozess gegen Formel-1-Chef Bernie Ecclestone stehen Verteidigung und Justiz vor einem Deal über ein vorzeitiges Ende. Das Landgericht München strich am Freitag nach eigenen Angaben die in der kommenden Woche geplanten Zeugenvernehmungen, um Zeit für eine mögliche Verständigung zu haben. "Es besteht die Möglichkeit einer Einigung", sagte eine Gerichtssprecherin. "Es besteht die Möglichkeit, dass in der Verhandlung ein entsprechender Verfahrensabschluss vereinbart wird." Die Termine am Dienstag und Mittwoch seien nun dafür vorgesehen.

Bereits am Dienstag hatte sich für Ecclestone überraschend ein Hoffnungsschimmer abgezeichnet. Die Staatsanwaltschaft, die Ecclestone wegen Korruptionsvorwürfen angeklagt hat, hatte sich auf Verständigungsgespräche mit der Verteidigung eingelassen. Zugleich will Ecclestone seinen Streit mit der BayernLB gegen eine Zahlung von rund 25 Millionen Euro außergerichtlich beilegen, wie die Verteidiger erklärt hatten.

Die Gerichtssprecherin betonte nun, die Auseinandersetzung der BayernLB mit Ecclestone sei für das Strafverfahren belanglos. "Mögliche Schadensersatzansprüche der BayernLB sind eine zivilrechtliche Frage und damit völlig unabhängig von einem möglichen Ende des Strafverfahrens." Nach dem Gesetz können sich Gericht, Staatsanwaltschaft und Verteidigung unter bestimmten Voraussetzungen auf eine Einstellung eines Strafverfahrens oder auf ein mildes Urteil einigen.

Die Anklage wirft Ecclestone vor, dem Ex-Vorstand der BayernLB, Gerhard Gribkowsky, beim Verkauf der Formel-1-Mehrheit vor acht Jahren 44 Millionen Dollar Bestechungsgeld gezahlt zu haben. Er habe damit Einfluss auf den Besitzer der Formel 1 nehmen und seinen Job an der Spitze sichern wollen. Ecclestone hat das bisher immer zurückgewiesen und erklärt, sich von Gribkowsky bedroht gefühlt zu haben.

ssu/Reuters