Deutsche Bahn und GDL: Schlichter wenden Bahn-Streik ab - DER SPIEGEL
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Tarifverhandlungen mit GDL Schlichter wenden Bahnstreik ab

Die Schlichtung zwischen der Deutschen Bahn und der Lokführergewerkschaft GDL war erfolgreich. Ein neuer Bahnstreik ist damit überflüssig.
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Foto: Susann Prautsch/ dpa
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Sie haben lange verhandelt - und waren erfolgreich: Die Deutsche Bahn und die Lokführergewerkschaft GDL haben sich in ihren Tarifverhandlungen nun doch noch geeinigt. Das teilten die Schlichter, Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow (Linke) und der frühere brandenburgische Regierungschef Matthias Platzeck (SPD), in Berlin mit.

Drohende Streiks wurden damit vermieden. "Wir haben jetzt mehrere Jahre Tariffrieden bei der Deutschen Bahn", sagte Ramelow.

Die Parteien einigten sich auf eine Lohnerhöhung von insgesamt 5,5 Prozent. Die Löhne steigen ab April 2017 um 2,5 Prozent. Für die Monate davor war bereits eine Einmalzahlung von 550 Euro vereinbart und ausbezahlt worden. Vom Januar 2018 an bekommen GDL-Mitglieder je nach Wunsch entweder weitere 2,6 Prozent mehr, eine Stunde weniger Wochenarbeitszeit oder sechs Tage mehr Urlaub.

Dazu kommen umfangreiche Regelungen für eine bessere Organisation der Schichtdienste. Einzelne Mitarbeiter erhalten künftig eine Jahres-, Monats- und Wochenplanung mit mehr verbindlichen freien Tagen, Ruhezeiten und Schichten. Der neue Tarifvertrag gilt bis Ende 2018.

Die Schlichtung hatte am 11. Januar begonnen und musste zwei Mal verlängert werden. Gerungen wurde um eine Tarifeinigung über Einkommen und Freizeit für rund 35.000 Beschäftigte des Zugpersonals, für die die GDL neben der größeren Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG) das Verhandlungsmandat hat. Mit der EVG war die Bahn schon im Dezember einig geworden.

ssu/asa/AFP/dpa/Reuters