Apple-Zulieferer Foxconn plant offenbar harte Einschnitte
Foxconn-Fabrik
Foto: BOBBY YIP/ REUTERSAllein der auf die Fertigung von iPhones spezialisierte Bereich solle sechs Milliarden Yuan (760 Millionen Euro) einsparen. Rund jeder zehnte Mitarbeiter aus nicht-technischen Abteilungen solle gehen. Foxconn teilte in einer Stellungnahme an Bloomberg mit, das Unternehmen stelle vor jedem neuen Jahr sein Geschäft auf den Prüfstand.
Foxconn, früher bekannt unter dem Namen Hon Hai Precision, zählt mehr als eine Million Mitarbeiter, ein Großteil davon arbeitet in China. Zuletzt hatte das Unternehmen seinen Gewinn weniger stark gesteigert als von Analysten erwartet.
Schwächere Nachfrage in Schwellenländern
In den zumeist chinesischen Fabriken von Foxconn werden auch Geräte für diverse andere Elektronik- und PC-Firmen produziert. Allerdings ist der Smartphone-Markt insgesamt im Abschwung - und anderes Geschäft wie etwa die Fertigung der gut laufenden Playstation-Spielekonsole von Sony kann das nicht ausgleichen.
Anfang des Monats hatte Apple Anleger mit einer Umsatzprognose überrascht, die unter den Erwartungen lag. Dies wurde mit der schwächeren Nachfrage in Schwellenländern begründet.
Jüngst gab es Berichte, nach denen Apple die Bestellungen seiner neuen iPhone-Modelle bei den Zulieferern gesenkt habe. Dass Apple offenbar mit weniger verkauften Smartphones rechnet, zeigen auch die Reaktionen von Apple-Zulieferern. So strichen etwa der österreichische Sensorenhersteller AMS, Chiphersteller IQE oder die in der Gesichtserkennung tätige Lumentum bereits ihre Prognosen zusammen.