Bilfinger: Aufsichtsrat verkleinert Vorstand - DER SPIEGEL
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Kriselnder Konzern Bilfinger verkleinert Vorstand

Aus fünf werden drei: Der belastete Baudienstleister Bilfinger entlässt zwei seiner Vorstandsmitglieder. Unternehmenschef Utnegaard will die frei werdenden Bereiche Industrie und Kraftwerke künftig selbst leiten.
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Der kriselnde Bau- und Industriedienstleister Bilfinger krempelt seinen Vorstand um und verkleinert das Gremium von fünf auf drei Mitglieder. Einvernehmlich trenne sich der Konzern von Pieter Koolen und Joachim Enenkel, teilte Bilfinger mit.

Firmenchef Per Utnegaard übernehme die Bereiche Industrie und Kraftwerksgeschäft, die bislang von Koolen und Enenkel geführt worden waren - und dem Konzern im ersten Quartal deutliche Verluste beschert hatten. Damals stand unter dem Strich ein Fehlbetrag von 17 Millionen Euro, nach einem Gewinn von acht Millionen Euro ein Jahr zuvor.

Die Erwartungen für das erste Halbjahr 2015 blieben unverändert, heißt es weiter. Das Unternehmen rechne mit einem bereinigten Konzernergebnis im mittleren zweistelligen Millionenbereich. Im Zuge der Neuausrichtung hatte der Vorstand eine detaillierte strategische Überprüfung aller Geschäftsbereiche angestoßen, deren Ergebnisse sollen im Herbst vorliegen.

Der Konzern Bilfinger ist auf Sparkurs, nach einem Einbruch im Geschäft mit der Wartung von Energie- und Industrieanlagen hat sich Bilfinger erstmals seit vielen Jahren einen Verlust eingebrockte. Im vergangenen Jahr hatte Bilfinger   einen Verlust von 71 Millionen Euro eingefahren und den Abbau von 1250 Arbeitsplätzen angekündigt. Im Zuge der Krise hatte der frühere hessische Ministerpräsident Roland Koch den Chefposten räumen müssen.

kpa/Reuters/dpa

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