Allianz mit dem Chipgiganten Bundesregierung will offenbar dreistelligen Millionenbetrag in KI-Kooperation mit Nvidia investieren
Nvidia-Chef Huang: Milliardeninvestitionen in Europas Technologiebranche
Foto:Bloomberg / Getty Images
Die Bundesregierung will offenbar eine umfangreiche Kooperation mit dem US-Chipentwickler Nvidia auf den Weg bringen. Dafür soll sie bereit sein, einen dreistelligen Millionenbetrag in ein gemeinsames Projekt zu investieren. Das berichtete das »Handelsblatt« .
Nvidia plane demnach, unter anderem Ingenieure für das Projekt abzustellen. Etwa ein Dutzend deutscher Unternehmen soll sich an dem Projekt beteiligen, darunter Siemens, Audi und die KI-Firma Black Forest Labs.
Training von KI-Modellen
Laut dem Bericht soll bei dem Projekt die Grundlage für sogenannte physische künstliche Intelligenz (KI) geschaffen werden. Damit lassen sich etwa Roboter und autonome Fahrzeuge trainieren. Zudem sollen international konkurrenzfähige KI-Modelle für die Industrie entwickelt werden. Nvidia ist einer der wichtigsten Anbieter für das Training moderner KI-Modelle.
Mit den staatlichen Mitteln sollen außerdem Rechenkapazitäten in der sogenannten Industrial AI Cloud der Deutschen Telekom angemietet werden. Für diese KI-Fabrik hatte die Telekom bereits im vergangenen Jahr eine Partnerschaft mit Nvidia geschlossen.
Der US-Konzern stellt dafür 10.000 KI-Chips bereit. Nvidia soll die Chips als Investition eingebracht haben. Auf den Konzern entfalle damit knapp die Hälfte der Investitionssumme von rund einer Milliarde Euro.
Laut dem Bericht soll die neue Partnerschaft in der kommenden Woche auf dem Investitionsgipfel »Invest in Germany« verkündet werden. Nvidia-Chef Jensen Huang wird dafür am Montag in Berlin erwartet. Womöglich tritt er dann gemeinsam mit Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) auf.
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Fast zehn Milliarden US-Dollar für Europa
Huang ist derzeit auf Europatour. Bei einem Empfang in Paris erklärte er, Nvidia stelle fast zehn Milliarden US-Dollar (8,9 Milliarden Euro) für die europäische Technologiebranche bereit. Was der Konzern in diese Summe einrechnet, blieb zunächst offen.
Nvidia kündigte unter anderem Investitionen in mehrere französische Unternehmen an, darunter die Ärzteplattform Doctolib, die Robotikfirma Genesis AI und das Materialforschungslabor Entalpic.