Start-up-Schmiede Rocket Internet verringert Verluste
Rocket-Internet-Chef Oliver Samwer
Foto: Stephanie Pilick/ picture alliance / dpaDie Berliner Start-up-Schmiede Rocket machte im ersten Quartal insgesamt einen Verlust von 86 Millionen Euro, im Vorjahresquartal war das Minus noch fast vier Mal so hoch ausgefallen.
Firmenchef Oliver Samwer sieht deshalb keinen Grund, von seinem Optimismus abzurücken. Man sei davon überzeugt, dass die ausgewählten Unternehmen in diesem Jahr "weitere Fortschritte auf dem Weg in Richtung Profitabilität verzeichnen werden", sagte er.
Zu den Hoffnungsträgern der Start-up-Fabrik gehört die Global Fashion Group (GFG), in der der Konzern seine Beteiligungen an Modefirmen bündelt. Die GFG machte im ersten Quartal einen Umsatz von rund 250 Millionen Euro. Auch die Lieferdienstplattform Delivery Hero konnte ihre Umsätze auf 121 Millionen Euro verdoppeln. Das Unternehmen gilt als Börsenkandidat. Laut Insidern will das Start-up Mitte Juni seine Emission ankündigen, rund vier Wochen später sei die Erstnotiz geplant.
Ähnlich gut lief es im ersten Quartal bei HelloFresh: Der Kochbox-Lieferant kam auf einen Umsatz von 205 Millionen Euro, ein Plus von rund 45 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Jahrelang galt HelloFresh als potentieller Börsenkandidat, ein erster Anlauf wurde aber abgeblasen.
An der Börse kamen die Zahlen von Rocket Internet dennoch nicht besonders gut an. Die Rocket-Internet-Aktie verlor rund 2,6 Prozent. In den vergangenen Wochen hatten die Aktien der Start-up-Holding noch deutlich zugelegt: Gerüchte zu möglichen Börsengängen der erfolgreichen Beteiligungen trieben den Aktienkurs an.