Streit in der Luxusklasse Juwelier Tiffany verklagt Uhrenhersteller Swatch
Omega-Uhr auf der Messe Baselworld: Die Nobelmarke gehört zum Swatch-Imperium
Foto: Georgios Kefalas/ APZürich - Wie du mir, so ich dir - nach diesem Motto handelt offenbar der US-Juwelier Tiffany. Das Traditionsunternehmen hat den weltgrößten Uhrenkonzern Swatch auf 542 Millionen Franken verklagt. Damit reagieren die Amerikaner auf eine Klage der Schweizer Uhrenbauer, die von ihrem ehemaligen Kooperationspartner 3,8 Milliarden Franken Schadensersatz wollen.
Das Kuriose an der Geschichte: Beide Unternehmen waren seit Ende 2007 Kooperationspartner. Die Aussichten waren damals blendend. Tiffany sollte die Uhren aus dem Swatch-Imperium weltweit verkaufen, darunter auch Nobelmarken wie Breguet, Glashütte oder Omega. Doch Mitte vergangenen Jahres endete das Bündnis jäh: Swatch kündigte die Partnerschaft - und verklagte Tiffany.
Worum es konkret geht im Rosenkrieg der Luxuskonzerne, ist bis heute nicht ganz klar. Swatch beschuldigt die Amerikaner, das Bündnis blockiert und Verträge gebrochen zu haben. So seien zum Beispiel gemeinsame Marketingkampagnen ausgebremst worden. Tiffany bestreitet die Vorwürfe.
Bei der US-Juwelierkette lief es zuletzt nicht mehr ganz so blendend wie zuvor. Zu Jahresbeginn schraubte das Unternehmen seine zwischenzeitlich erhöhte Gewinnprognose für 2011 wieder nach unten. Swatch dagegen verkündete für das abgelaufene Jahr einen Rekordumsatz von gut sieben Milliarden Franken.
Die Schweizer sehen der Klage aus den USA nach eigenem Bekunden gelassen entgegen: "Dieser Gegenforderung fehlt jegliche faktische oder rechtliche Grundlage", teilte das Unternehmen am Montag mit.