Swiss Re zieht Katastrophenbilanz - DER SPIEGEL
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Swiss-Re-Studie Schäden durch Naturkatastrophen geringer als 2012

2013 haben Naturkatastrophen, Unglücke und Unfälle weltweit bisher einen Gesamtschaden von 130 Milliarden Dollar verursacht. Im Vergleich zum Vorjahr gingen die Schäden dem Rückversicherer Swiss Re zufolge um ein Drittel zurück.
Prag im Juni: Teures Hochwasser, aber günstigeres Schadensjahr
Prag im Juni: Teures Hochwasser, aber günstigeres Schadensjahr

Prag im Juni: Teures Hochwasser, aber günstigeres Schadensjahr

Foto: ? David W Cerny / Reuters/ REUTERS
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Zürich - Im laufenden Jahr haben Naturkatastrophen, Unglücke und Unfälle bisher 130 Milliarden Dollar wirtschaftlichen Gesamtschaden verursacht. Im Vergleich zum Vorjahr, dem drittteuersten Schadensjahr in der Geschichte, sanken die versicherten und nicht versicherten Schäden aber insgesamt um ein Drittel, wie der Rückversicherer Swiss Re am Mittwoch auf Basis einer vorläufigen Studie mitteilte.

Die Zahl der Todesopfer stieg dagegen deutlich: Insgesamt verloren 2013 bei Katastrophen rund 25.000 Menschen ihr Leben - 11.000 mehr als 2012. Alleine der Taifun "Haiyan", der im November über die Philippinen gefegt war, forderte rund 7000 Tote.

Die Überschwemmungen in Deutschland sowie Zentral- und Osteuropa im Juni waren mit 18 Milliarden Dollar Gesamtschäden am schlimmsten, dabei entstand ein Versicherungsschaden von 4,1 Milliarden Dollar. In Deutschland bezifferten die Bundesländer im September die Schäden durch die Flut auf insgesamt 6,7 Milliarden Euro. Die höchste Schadenssumme meldete damals Sachsen-Anhalt (2,7 Milliarden Euro), gefolgt von Sachsen (1,9 Milliarden) und Bayern (1,3 Milliarden). Am Eigentum des Bundes entstanden Schäden in Höhe von rund 1,3 Milliarden Euro. Bund und Länder legten für den Wiederaufbau einen Hilfsfonds von 8 Milliarden Euro auf. Hagelsturm Andreas schlug im Juli mit 3,4 Milliarden Versicherungsschaden zu Buche.

Insgesamt kommt auf die Versicherungsbranche nach jetzigen Berechnungen für das Jahr 2013 ein versicherter Schaden von 44 Milliarden Dollar zu, im Vorjahr lag die Summe mit 81 Milliarden Dollar fast doppelt so hoch. Ähnlich wie im Vorjahr verursachten von Menschen verursachte Katastrophen versicherte Schäden von sechs Milliarden Dollar. Dazu zählen zum Beispiel Eisenbahnunglücke oder Havarien wie die des Kreuzfahrtschiffs "Costa Concordia" im Januar 2012 vor der italienischen Insel Giglio.

nck/dpa-afxp