Wirtschaftswunder Wie findet man sechs Milliarden Euro?
VW-Markenhochhaus in Wolfsburg
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Überraschungen haben bei Volkswagen Tradition, meist waren sie wenig erfreulich. Mal tauchten in Dieselmotoren verbotene Abschalteinrichtungen auf, von denen niemand etwas gewusst haben will. Mal entdeckten VW-Manager auf einer Messe chinesische E-Autos, die technisch besser waren als die eigenen. Dass ein Kassenwart mehrere Milliarden an Barmitteln findet, hat eine neue Qualität. Ende Januar vermeldete der Konzern, er habe 2025 im Bereich Automobile sechs Milliarden Euro »Netto-Cashflow« erzielt, weit mehr als der erwartete Wert »von rund 0 Milliarden Euro«. Was steckt hinter der wundersamen Geldvermehrung? Die »Bild« berichtet von »buchhalterischen Kunstgriffen«, VW habe zum Beispiel Entwicklungskosten ins neue Jahr verschoben. Der Betriebsrat verlangt Aufklärung – und eine »Anerkennungsprämie« für alle Mitarbeiter, die nach Haustarif beschäftigt sind.
Alle sollen vom unverhofften Geldsegen profitieren. Finanzchef Arno Antlitz bestreitet dubiose Tricks, er spricht von »intensiver Kostenarbeit«: Unter anderem habe VW an Investitionen gespart und Lagerbestände abgebaut. »Die Dimension der Verbesserung« habe auch ihn überrascht.