Wirtschaftswunder Die einen schließen, die anderen gründen
Schlechte Zeiten sind nicht gut fürs Geschäft: 2025 stieg die Zahl der Firmeninsolvenzen in Deutschland auf 17.604. Der höchste Stand seit 20 Jahren.
Schlechte Zeiten bremsen aber nicht zwingend die Gründung neuer Unternehmen. In den ersten drei Quartalen 2025 wurden 99.300 Betriebe gegründet, 9,5 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Bei den Start-ups waren es mit 3568 Neugründungen im vergangenen Jahr sogar 29 Prozent mehr als 2024.
Von Trumps Gnaden
Die USA drohen zum Gegner zu werden. Europa müsste sich aus seiner Abhängigkeit befreien – politisch, militärisch, ökonomisch.
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Der Grund für den scheinbaren Widerspruch: Insbesondere bei Start-ups haben sich die Rahmenbedingungen verbessert. Künstliche Intelligenz treibt Innovationen und neue Geschäftsmodelle.
Hinzu kommt: Wenn die Lage auf dem Arbeitsmarkt schwieriger ist, wird eine Unternehmensgründung zur Alternative. Lieber selbstständig als arbeitslos. Wenn sichere Jobs rar werden, versuchen mehr Menschen ihr Glück mit einer eigenen IT-Bude oder als Solo-Handwerker.
Das gilt auch umgekehrt. Seit Beginn der Nullerjahre stieg die Erwerbstätigenquote der Bevölkerung von 64,3 Prozent 2004 auf 77 Prozent 2022. Zunächst legte auch die Zahl der Selbstständigen zu. Ab 2011 jedoch, als der Arbeitsmarkt richtig gut lief, sank ihr Anteil an der Erwerbsquote von 7,6 auf 5,8 Prozent, so das Bonner Forschungsinstitut zur Zukunft der Arbeit. mad