Astronauten nach Mondumrundung Mondmission erfolgreich beendet – Artemis-2-Crew sicher im Pazifik gelandet
»Splashdown confirmed«: Die Astronauten der Artemis-2-Mission sind nach zehn Tagen im All zurück auf der Erde. Alle vier sind wohlauf – die Nasa spricht von einer »perfekten Mission«.
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📌So lief die Landung
»Eine perfekte Mission«: Nach ihrer historischen Mond-Umrundung sind die vier Astronauten der Artemis-2-Mission zurück auf der Erde. Die von Fallschirmen abgebremste Raumkapsel mit der Crew an Bord landete wie geplant am Freitagnachmittag (Ortszeit) vor der kalifornischen Küste im Pazifischen Ozean. Dort halfen Spezialteams den US-Astronauten Reid Wiseman, Victor Glover und Christina Koch sowie dem Kanadier Jeremy Hansen aus der Kapsel.
Die Astronauten seien in einem »großartigen Zustand«, sagte Nasa-Sprecher Rob Navias. Nasa-Chef Jared Isaacman sprach von einer »perfekten Mission«. »Das ist erst der Anfang.« Für das Jahr 2028 sei eine Mondlandung geplant, betonte Isaacman.
Die Astronauten seien in einem »großartigen Zustand«, sagte Nasa-Sprecher Rob Navias. Nasa-Chef Jared Isaacman sprach von einer »perfekten Mission«. »Das ist erst der Anfang.« Für das Jahr 2028 sei eine Mondlandung geplant, betonte Isaacman.

Moment der Wasserung im Pazifik. Foto: NASA / EPA
Der Rückflug der zehn Tage vorher gestarteten Mission hatte unter extremen Bedingungen stattgefunden: Beim Wiedereintritt in die Erdatmosphäre mit einer Geschwindigkeit von mehr als 38.000 Kilometern pro Stunde – das ist mehr als die 30-fache Schallgeschwindigkeit – war die Raumkapsel Temperaturen von mehr als 2700 Grad Celsius ausgesetzt. Eine riesige Herausforderung für den Hitzeschild – und der vielleicht gefährlichste Moment der Mission. Bei einem Testflug hatte es 2022 Probleme mit dem Hitzeschild gegeben.
Wie erwartet wurde bei dem Eintritt in die Erdatmosphäre die Kommunikation zwischen dem Kontrollzentrum und der von den Astronauten »Integrity« getauften Raumkapsel für rund sechs Minuten unterbrochen. »Houston, hier ›Integrity‹. Wir hören euch laut und deutlich«, sagte Artemis-2-Kommandant Wiseman, als der Kontakt wieder hergestellt war. »Was für eine Reise«. Die Crew sei »stabil«.

Bergungsteam an der im Wasser schwimmenden Kapsel. Foto: AFP
Die Raumkapsel landete dann genau wie geplant um 17.07 Uhr (Ortszeit; Samstag 2.07 Uhr MESZ) im Pazifischen Ozean. Dort warteten bereits Spezialteams der US-Marine in mehreren Booten. Sie öffneten die Seitenluke der Raumkapsel und halfen den Astronauten nacheinander aus dem Raumschiff. Hubschrauber brachten sie auf ein Bergungsschiff.
US-Präsident Donald Trump gratulierte den Astronauten zu einer »spektakulären« Mission und lud sie ins Weiße Haus ein. »Wir werden es wieder tun, und dann, nächster Schritt, Mars!«
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Das Ende der Mission im Video
Die vergangenen zehn Tage waren ein großer Spaß für einen Videoredakteur. Denn die Reise der »Orion« lieferte beeindruckendes Bildmaterial, das zudem noch viel schärfer war als das der letzten bemannten Mondmissionen. Da machte auch die Landung keine Ausnahme. Besonders spektakulär: Wie die Kapsel nur abgebremst durch die Atmosphäre auf die Erde zurast – bis sich endlich die Fallschirme öffnen.
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Trump: »Nächster Schritt, Mars!«
Die Mondmission sei »spektakulär« gewesen und die Landung »perfekt«, kommentierte US-Präsident Donald Trump auf seiner Onlineplattform Truth Social. Er lud die Astronauten ins Weiße Haus ein und rief als künftiges Ziel eine Reise zum Mars aus: »Wir werden es wieder tun, und dann, nächster Schritt, Mars!«
Der kanadische Premierminister Mark Carney hieß die Crew »willkommen zu Hause« und gratulierte zu einer »historischen Leistung«.
Der kanadische Premierminister Mark Carney hieß die Crew »willkommen zu Hause« und gratulierte zu einer »historischen Leistung«.

Große Freude nach der Rückkehr: Crewmitglieder Victor Glover und Christina Koch. Foto: NASA / Bill Ingalls / REUTERS
Bär: »Der Weg ist bereitet, dass die Menschheit wieder auf der Mondoberfläche steht«
Reaktionen kommen auch aus der deutschen Politik. Auch Bundesforschungs- und Raumfahrtministerin Dorothee Bär bewertete die Mission als großen Erfolg. »Wir sind der Rückkehr der Menschen auf die Mondoberfläche nach über 50 Jahren jetzt einen bedeutenden Schritt näher«, sagte die CSU-Politikerin der Funke Mediengruppe. »Der Weg ist bereitet, dass die Menschheit wieder auf der Mondoberfläche steht.«
Dieses Mal sei auch Deutschland mit an Bord gewesen. »Denn ohne Technik ›Made in Germany‹ wäre Artemis 2 gar nicht möglich gewesen«, so Bär.
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Re-Live: Die Nasa-Übertragung der Artemis-2-Landung
Fast vier Stunden lang lief der Nasa-Livestream des Abschlusses der Mondmission. Die von mehreren Fallschirmen abgebremste Raumkapsel mit der vierköpfigen Crew an Bord landete wie geplant am Freitagnachmittag um 17.07 Uhr (Ortszeit; Samstag 02.07 Uhr MESZ) vor der kalifornischen Küste im Pazifischen Ozean.
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Ikonisches Mitbringsel: Das Foto des »Erduntergangs«
Eine spektakuläre Aufnahme gelang den Astronauten, als sie den Mond umrundeten. Das Foto zeigt die Erde, die hinter dem Mondhorizont versinkt. Das Bild des »Erduntergangs« erinnere »an das ikonische Erdaufgangs-Foto«, das der US-Astronaut Bill Anders vor mehr als 57 Jahren geschossen habe, erklärte die Raumfahrtbehörde Nasa. Anders gehörte zur Besatzung der Mission »Apollo 8«, die im Dezember 1968 erstmals den Mond umrundet hatte.

»Erduntergang« – beobachtet von der Artemis-2-Crew am 7. April 2026. Foto: Newscom / EyePress / IMAGO

Die Vorlage: Am 24. Dezember 1968 entstand diese Aufnahme eines »Erdaufgangs« bei der Mission »Apollo 8«. . Foto: AFP
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Die Bergung ist abgeschlossen
Alle vier Astronauten haben die Kapsel verlassen, die nach der Wasserung im Pazifik von den Wellen hin und her geworfen wurde. Hubschrauber brachten sie auf das Bergungsschiff – die USS »John P. Murtha«. Aufnahmen zeigen Christina Koch und Victor Glover, die lächelnd Richtung Kamera winken.

Crew-Mitglieder Christina Koch und Victor Glover auf dem Bergungsschiff. Foto: NASA / REUTERS
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Blick auf zuvor nie gesehene Mondbereiche
Die glücklich gelandete Artemis-Crew kommt von einer spektakulären Reise zurück. Sie näherte sich dem Mond auf bis zu 6500 Kilometer, ohne in seine Umlaufbahn einzutreten. Auf der von der Erde abgewandte Seite des Erdtrabanten sahen die Astronauten von ihrer Raumkapsel aus Bereiche, die zuvor kein Mensch gesehen hatte.
Die Nasa veröffentlichte ein Foto der Astronauten, auf dem der sogenannte Orientale-Krater des Mondes zu sehen ist. Er wird auch als »Grand Canyon« des Mondes bezeichnet. »Es ist ein ganz besonderes Kratergebiet, und bis heute hatte es tatsächlich noch kein Mensch gesehen«, sagte die Astronautin Koch.
Zwei neu entdeckten Kratern gab die Crew zudem Namen. Einen taufte sie »Integrity« (Integrität) – so nannten die vier Astronauten auch ihre Raumkapsel. Einen weiteren nannten sie »Carroll«, nach Carroll Taylor Wiseman, der verstorbenen Ehefrau von Kommandant Wiseman.
Die Nasa veröffentlichte ein Foto der Astronauten, auf dem der sogenannte Orientale-Krater des Mondes zu sehen ist. Er wird auch als »Grand Canyon« des Mondes bezeichnet. »Es ist ein ganz besonderes Kratergebiet, und bis heute hatte es tatsächlich noch kein Mensch gesehen«, sagte die Astronautin Koch.
Zwei neu entdeckten Kratern gab die Crew zudem Namen. Einen taufte sie »Integrity« (Integrität) – so nannten die vier Astronauten auch ihre Raumkapsel. Einen weiteren nannten sie »Carroll«, nach Carroll Taylor Wiseman, der verstorbenen Ehefrau von Kommandant Wiseman.

Blick auf den Orientale-Krater des Mondes. Foto: AFP
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Bergung wird vorbereitet
Die Kapsel mit den vier Astronauten schwimmt im Pazifik. Bergungsteams sind mit Schnellbooten rund um die Kapsel platziert und bereiten den Abtransport der Crew mit Hubschraubern vor. Sie versuchen, die im Seegang schwankende Kapsel zu stabilisieren, damit die Astronauten diese einzeln nacheinander verlassen können.

Foto: NASA / REUTERS
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Einmal zum Mond und zurück
Sie flogen so weit wie niemand zuvor und sahen Dinge, die noch kein menschliches Auge erblickt hat: Das erste Mal seit über einem halben Jahrhundert sind Menschen zum Mond geflogen. Die historische Mission in Bildern.
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Damit ist nach etwa zehn Tagen die erste bemannte Mondmission seit mehr als 50 Jahren wie geplant zu Ende gegangen. Die drei US-Astronauten Reid Wiseman, Victor Glover und Christina Koch sowie der Kanadier Jeremy Hansen hatten sich bei ihrer Mondumrundung 406.773 Kilometer von der Erde entfernt – weiter als je ein Mensch zuvor.
📌Die Crew ist gelandet
Splashdown! Die Crew ist im Pazifik gelandet. Fünf Airbags rund um die Kapsel richten sie auf. Teams der Navy und der Nasa sind bereits vor Ort und bergen die Crew und die Kapsel. Die Mission ist abgeschlossen. In etwa zwei Stunden sollen die Raumfahrer, die so weit ins All gereist sind, wie noch kein Mensch zuvor, an Bord des Bergungsschiffs sein.
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Nun nähern sich auch Boote der schwimmenden »Orion«-Kapsel und umkreisen sie.
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Das sind die nächsten Missionen
Im »Artemis«-Programm sind nach der Mondumrundung weitere Missionen geplant. Laut überarbeiteter Planung der Nasa sollen bei Artemis 3 vermutlich im kommenden Jahr Kopplungsmanöver zwischen dem »Orion«-Raumschiff und kommerziellen Landefähren erprobt werden.
Artemis 4, die erste Mondlandung seit 1972, ist für 2028 geplant. Die Nachfolgemission Artemis 5 soll noch im selben Jahr stattfinden – Fachleute halten den Zeitplan aber für unrealistisch. Langfristiges Ziel der Amerikaner ist eine dauerhafte Basis am Südpol des Mondes, auch als Vorbereitung für astronautische Flüge zum Mars.
Artemis 4, die erste Mondlandung seit 1972, ist für 2028 geplant. Die Nachfolgemission Artemis 5 soll noch im selben Jahr stattfinden – Fachleute halten den Zeitplan aber für unrealistisch. Langfristiges Ziel der Amerikaner ist eine dauerhafte Basis am Südpol des Mondes, auch als Vorbereitung für astronautische Flüge zum Mars.
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Hubschrauber, die vom Bergungsschiff USS »John P. Murtha« gestartet sind, nähern sich nun der Kapsel, um die Astronauten zu bergen.
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Mission complete
Sie waren so weit im All wie kein Mensch vor ihnen: Nun ist die Crew der Mondmission Artemis 2 wieder sicher auf der Erde angekommen. Sie haben Dinge auf der Rückseite des Mondes gesehen, die noch kein menschliches Auge erblickt hat. Es ist der glückliche Ausgang einer historischen Mission.
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Die Crew ist gelandet
Splashdown! Die Crew ist im Pazifik gelandet. Fünf Airbags rund um die Kapsel richten sie auf. Teams der Navy und der Nasa sind bereits vor Ort und bergen die Crew und die Kapsel. Die Mission ist abgeschlossen. In etwa zwei Stunden sollen die Raumfahrer, die so weit ins All gereist sind wie noch kein Mensch zuvor, an Bord des Bergungsschiffs sein.
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Das Forward Bay Cover fällt ab – eine Art Schutzkappe an der Spitze des Raumschiffs. Die Fallschirme öffnen sich nacheinander, erst die Stabilisierungsschirme, dann die Hauptfallschirme. Sie bremsen die Kapsel schrittweise ab; auf 495 Kilometer pro Stunde, auf 210 Kilometer pro Stunde, 27 Kilometer pro Stunde.
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Kontakt wieder hergestellt.
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Nur noch wenige Sekunden Funkstille.
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Der Wiedereintritt beginnt.
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»The Weather is GO«, heißt es bei der Nasa. Otto Waalkes würde es wahrscheinlich übersetzen mit, das Wetter ist zum Davonlaufen. Aber so ist es nicht gemeint. Optimale Bedingungen für die Landung.
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Kontakt zur Crew geplant abgebrochen
Die »Orion« ist nun etwa in einer Höhe von 120 Kilometern unterwegs und die Erdatmosphäre macht sich allmählich bemerkbar. Die dichter werdende Luft sorgt für Reibung, vor allem wird die Luft vor der »Orion« stark komprimiert – innerhalb von Sekunden entsteht Hitze und dadurch wiederum entsteht vor der »Orion« ionisiertes Gas, sogenanntes Plasma.
Die Wolke aus Plasma wird für einige Minuten den Funkkontakt zur Crew unterbrechen. Keine Sorge, das ist GEPLANT, nennt sich Plasma-Blackout.
Er zerrt ordentlich an den Nerven, weil ausgerechnet in diesem entscheidenden Moment die Crew nicht zu erreichen ist. Der Hitzeschild von Orion, übrigens der größte, nicht wiederverwendbare, der je für ein Raumfahrzeug gebaut wurde, muss nun unbedingt halten.
Die Wolke aus Plasma wird für einige Minuten den Funkkontakt zur Crew unterbrechen. Keine Sorge, das ist GEPLANT, nennt sich Plasma-Blackout.
Er zerrt ordentlich an den Nerven, weil ausgerechnet in diesem entscheidenden Moment die Crew nicht zu erreichen ist. Der Hitzeschild von Orion, übrigens der größte, nicht wiederverwendbare, der je für ein Raumfahrzeug gebaut wurde, muss nun unbedingt halten.
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Diese Stille zwischendurch.
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Alles scheint nach Plan zu verlaufen.
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Artemis 2 rast auf die Erde zu
Die »Orion«-Kapsel wird mit einer Geschwindigkeit von 10.657 Metern pro Sekunde – oder 38.367 Kilometern pro Stunde – zurück in die Erdatmosphäre rasen – kein Rekord, aber dennoch atemberaubend schnell –, bevor sie mit 30 Kilometern pro Stunde im Wasser aufsetzt.
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Trennung des Servicemoduls

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