Klimatagung der Uno in Lima: Einigung auf Eckpunkte - DER SPIEGEL
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Gipfeltreffen in Lima Uno-Staaten einigen sich auf Klima-Deal

Kleine Lösung statt großer Wurf: Die 195 Länder der Uno-Klimakonferenz haben sich auf Eckpunkte für einen Weltklimavertrag verständigt. Doch die Kriterien für nationale Ziele zur CO2-Minderung sind schwammig.
Delegierte bei den Verhandlungen in Lima: Kleinster gemeinsamer Nenner
Delegierte bei den Verhandlungen in Lima: Kleinster gemeinsamer Nenner

Delegierte bei den Verhandlungen in Lima: Kleinster gemeinsamer Nenner

Foto: ENRIQUE CASTRO-MENDIVIL/ REUTERS
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Hamburg - Die Uno-Klimakonferenz hat sich in einem Minimalkonsens auf erste Grundlagen für einen Weltklimavertrag verständigt.

Die 195 Länder verabschiedeten in Lima einen Beschlusstext, der aber nur sehr vage Kriterien für die nationalen Klimaschutzzusagen definiert, die im Frühjahr 2015 vorgelegt werden sollen. Umweltverbände sprachen von einem "gefährlich schwachen Text".

Der Rohentwurf für einen Weltklimavertrag ist dem Beschluss als Textanhang angefügt. Die 37 Seiten umfassende Vorlage enthält allerdings mehr Fragen als Antworten, denn sie listet zahlreiche unterschiedliche Optionen auf, die von den Delegationen in Lima lediglich als eine erste Verhandlungsgrundlage formell anerkannt wurden. Die Details werden erst Anfang Dezember 2015 bei der Uno-Klimakonferenz in Paris verhandelt und entschieden.

Das übergreifende Ziel ist es, die Erderwärmung auf höchstens zwei Grad zu begrenzen. Nach Studien des Weltklimarates müssten für eine Begrenzung der Erderwärmung auf zwei Grad die Emissionen weltweit um 40 bis 70 Prozent bis 2050 reduziert werden, und auf nahe null bis Ende des Jahrhunderts.

Die Einigung wurde zwei Tage nach dem ursprünglich geplanten Ende der Konferenz am Freitagabend erreicht.

pad/dpa/AFP