»Northern Lights Photographer of the Year«: So strahlten die Polarlichter in diesem Jahr - DER SPIEGEL
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Fotowettbewerb So strahlten die schönsten Polarlichter des Jahres

Von Australien über Schweden nach Kanada: Im Wettbewerb »Northern Lights Photographer of the Year« werden die besten Aufnahmen des imposanten Himmelsphänomens Aurora gekürt. Wir zeigen eine Auswahl.
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Der Fotografie- und Reiseblog »Capture the Atlas«  hat zum achten Mal die besten Aufnahmen von Polarlichtern ausgezeichnet. Demnach wird jedes Foto sorgfältig aus Tausenden Einsendungen ausgewählt. Dieses in warme Rosatöne getauchte Bild schoss Fotograf Jeff Cullen in Australien. Die Aurora-Vorhersage sei zu dem Zeitpunkt gar nicht mal so gut gewesen. Umso überraschter sei er gewesen, ein derart »brillantes Schauspiel« eingefangen zu haben. Cullen rät: »Gehen Sie raus und fotografieren Sie! Sie haben nichts zu verlieren, aber die schönsten Naturfotos zu gewinnen.«

Foto: Jeff Cullen / Northern Lights Photographer of the Year 2025
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»Polarlicht« (Aurora) ist der Überbegriff für die Himmelserscheinung. Möglich werden Polarlichter laut Deutschem Wetterdienst (DWD) durch starke Sonnenstürme, die weit ins Magnetfeld der Erde vordringen. Fotograf Petr Horálek knipste Ende Oktober in Schweden mit seiner Kamera einen Kometen, der neben einer grüngelben Aurora borealis (Nordlicht) durch den Himmel schoss. »Zwei atemberaubende Naturphänomene in einer Aufnahme festzuhalten, war ein aufregendes Erlebnis«, so Horálek. »Der Komet und die Aurora schienen eine Art Tanz aufzuführen«.

Foto: Petr Horálek / Northern Lights Photographer of the Year 2025
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Polarlichter gibt es auch am südlichen Polarkreis, dort spricht man dann von »Südlicht« (Aurora australis). Fotograf Douglas Thorne gelang es in Neuseeland, diese violettfarbene Märchenwelt einzufangen. Für den Standort seien ihm vor allem die Lupinen im Vordergrund wichtig gewesen. »Ich finde es toll, wie die Berge, der Bach, der Wald und die Lupinen in einem einheitlichen Farbschema zusammenkommen.« Für dieses Panorama habe er sechs Fotos aufgenommen.

Foto: Douglas Thorne / Northern Lights Photographer of the Year 2025
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Pablo Ruiz hat in Island ein wellig-van-Gogh-anmutendes Farbspektakel fotografiert. Dieses Aurora-Panorama sei allerdings eines der herausforderndsten für ihn gewesen. Denn er habe auch die Reflexionen auf dem Wasser einfangen wollen. Die Situation vor Ort beschreibt Ruiz so: »Der Himmel explodierte, der Wind stoppte, und für ein paar kurze Augenblicke gelang mir mein Traumfoto«.

Foto: Pablo Ruiz Garcia / Northern Lights Photographer of the Year 2025
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Der Farbton der Polarlichter hängt von der Höhe ab, in der die Sonnenpartikel auf Sauerstoff- oder Stickstoffatome treffen. Auf diesem Bild hat Fotografin Tori Harp aus einer Eishöhle heraus den pinkfarbenen Himmel über Neuseeland aufgezeichnet. In dieser »magischen Nacht« sei alles perfekt gewesen: Harp konnte ihren Freund genau mittig beim Abseilen fotografieren. »Ich liebe es, wie die rosafarbenen Töne der Aurora mit den eisigen Farben der Höhle kontrastieren«, so Harp. »Diese Traumaufnahme ist am Ende besser geworden, als ich es mir ursprünglich vorgestellt hatte«.

Foto: Tori Harp / Northern Lights Photographer of the Year 2025
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»Am Neujahrstag, unter dem dunklen australischen Himmel, wurden meine Freunde und ich von einem himmlischen Feuerwerk begrüßt, als sich die Aurora Australis plötzlich in einer atemberaubenden Blüte über unserem ruhigen Campingplatz entfaltete«, berichtet Fotografin Sara Aurorae. Das Farbspektakel sei ohne Vorwarnung erschienen, weshalb sie nur wenig Zeit für die Aufnahmen gehabt habe. Das Foto mit den Zelten erinnere daran, »dass selbst in den einfachsten Szenen des Lebens Magie auf uns warten kann, wenn wir es am wenigsten erwarten«, sagt die Fotografin mit dem so passenden Namen.

Foto: Sara Aurorae / Northern Lights Photographer of the Year 2025
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Fotograf Victor Lima beschreibt sein ausgewähltes Foto folgendermaßen: »In Nächten wie dieser wirkt Island wie eine andere Welt. Die Aurora entfaltete sich in perfekt geschichteten Bögen und tauchte das gesamte Tal in smaragdgrüne Farbtöne. Die Reflexion auf dem gefrorenen Flachwasser vervollständigte die Symmetrie und ließ die gesamte Landschaft wie ein Portal in eine andere Welt erscheinen.« Aus dem Wasser heraus knipste er eine Bilderserie, aus der er dieses Panorama bastelte.

Foto: Victor Lima / Northern Lights Photographer of the Year 2025
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Nikki Born hat mit den gefrorenen Bäumen im finnischen Riisitunturi-Nationalpark ein grünlich wirkendes »Winter Wonderland« aufgenommen. Doch das sei gar nicht so leicht gewesen: Dichte Wolken hätten ihr zunächst einen Strich durch die Rechnung gemacht, dazu blies ein bitterkalter Wind. Nach stundenlangem Ausharren, als sie gerade aufgeben wollte, habe sich ein Spalt am Himmel aufgetan und eine Explosion aus grünem Licht gezeigt. »Das Fotografieren der Nordlichter erfordert Geduld und Ausdauer, aber wenn sie endlich erscheinen, steht die Zeit still und die Natur erinnert dich daran, wie erstaunlich unsere Welt sein kann«, sagt Born.

Foto: Nikki Born / Northern Lights Photographer of the Year 2025
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Fotograf Daniel Mickleson hat an der Westküste der Nordinsel von Neuseeland ein seltenes Polarlicht mit leuchtenden rosa und grünen Vorhängen festgehalten. Im Vordergrund stehen die als Three Sisters bekannten Felsformationen als Wächter der Küste, beschreibt Mickleson, während sich in der Ferne der Vulkan Mount Taranaki erhebt. In der Weltanschauung der Māori, der Te ao Māori, seien solche Naturerscheinungen nicht nur Landschaften, sondern auch Ahnenpräsenzen, die eine Schutzfunktion haben, erklärt der Fotograf. Unter der Aurora verschmelzen demnach Erde, Himmel und Ahnen in einem flüchtigen und doch zeitlosen Moment.

Foto: Daniel Mickleson / Northern Lights Photographer of the Year 2025
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Giulio Cobianchi hat mit dieser 360-Grad-Aufnahme gleich einen ganzen Regenbogen an Farben in Norwegen aufgenommen. Dabei habe er den Doppelbogen aus Milchstraße und Polarlicht einfangen wollen. Der Herbst in der Arktis sei dafür die beste Zeit, sagt Cobianchi. »Nach den endlosen Sommertagen, an denen die Sonne nie untergeht, sind die Nächte endlich wieder dunkel geworden«, führt er weiter aus. Zu seinem Panorama erklärt er: »Die intensiven Nordlichter und das helle Mondlicht milderten die Milchstraße, aber die Kombination all dieser Elemente am arktischen Himmel wirkte absolut magisch – so wie das auf den Lofoten immer ist.«

Foto: Giulio Cobianchi / Northern Lights Photographer of the Year 2025
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Polarlichter kann man auch vom Flugzeug aus sehen – sogar besser als von der Erde, weil dann keine Wolken mehr die Sicht behindern. Pilot und Fotograf Ralf Rohner flog hier über die Hudson Bay in Kanada. Bei Nachtflügen könne die Monotonie der grenzenlosen Dunkelheit schier endlos erscheinen, sagt Rohner. Bis sich plötzlich alles ändert. Wie auf diesem Foto: »Lichtvorhänge tanzen über den Himmel und tauchen die Dunkelheit in leuchtendes Grün und Violett«, beschreibt er.

Foto: Ralf Rohner / Northern Lights Photographer of the Year 2025
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aeh

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