Der Hitze-Tag zum Nachlesen Auf Hitze folgen Blitze – dann kommt wieder Hitze?
Dieser Juni war der zweitwärmste seit Messbeginn, die Hitzewelle laut DWD »historisch«. Blitze, Donner, Starkregen: In der Nacht und am Vormittag gab es in Teilen Deutschlands dann Unwetter. Der Überblick.
Mit
Henrik Bahlmann,
Vicky Bargel,
Carlotta Böttcher,
Birte Bredow,
Oliver Das Gupta,
Anna Dotti,
Anna Ehlebracht,
Anika Freier,
Christoph Giesen,
Susanne Götze,
Jakob Hallmann,
Jonas Huggins,
Lukas Kissel,
Steffen Lüdke,
Niklas Marienhagen,
Julia Merlot,
Jonas Mielke,
René Pfister,
Florian Pütz,
Jörg Schindler,
Benjamin Schulz,
Thore Schröder,
Anastasia Trenkler und
Franziska Wunderlich, Berlin, Hamburg, London, Paris, Wien und Tel Aviv
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Liebe Leserinnen, liebe Leser,
die erste große Hitzewelle des Jahres ist vorbei. Die nächste kommt bestimmt. Meine Kollegin Susanne Götze hat hier aufgeschrieben, was Deutschland aus den vergangenen Tagen lernen kann. Damit beenden wir die Liveberichterstattung zur jüngsten Hitzewelle.
die erste große Hitzewelle des Jahres ist vorbei. Die nächste kommt bestimmt. Meine Kollegin Susanne Götze hat hier aufgeschrieben, was Deutschland aus den vergangenen Tagen lernen kann. Damit beenden wir die Liveberichterstattung zur jüngsten Hitzewelle.
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Städte- und Gemeindebund fordert milliardenschwere Hilfe für Hitzeschutz
Nach der Hitzewelle der vergangenen Tage mit Rekordtemperaturen um die 40 Grad verlangt der Deutsche Städte- und Gemeindebund (DStGB) deutlich mehr Geld von Bund und Ländern für den Schutz vor Extremwetter.
Bundesumweltminister Carsten Schneider hatte am Montag erklärt, das Geld aus dem Sondervermögen für Infrastruktur und Klimaneutralität reiche dafür aus. Der Städtebund widerspricht auf Nachfrage des SPIEGEL.
Die Kommunen müssten jährlich mindestens acht Milliarden Euro allein in die Klimaanpassung stecken, heißt es vom DStGB. Der Investitionsrückstand betrage jedoch mehr als 230 Milliarden Euro. Die rund 66 Milliarden Euro, die den Kommunen aus dem Sondervermögen zusätzlich zustünden, reichten daher »nicht einmal annähernd« aus.
Bundesumweltminister Carsten Schneider hatte am Montag erklärt, das Geld aus dem Sondervermögen für Infrastruktur und Klimaneutralität reiche dafür aus. Der Städtebund widerspricht auf Nachfrage des SPIEGEL.
Die Kommunen müssten jährlich mindestens acht Milliarden Euro allein in die Klimaanpassung stecken, heißt es vom DStGB. Der Investitionsrückstand betrage jedoch mehr als 230 Milliarden Euro. Die rund 66 Milliarden Euro, die den Kommunen aus dem Sondervermögen zusätzlich zustünden, reichten daher »nicht einmal annähernd« aus.
Der Verband fordert, Klimaschutz und Klimaanpassung zur Gemeinschaftsaufgabe von Bund und Ländern nach Artikel 91a Grundgesetz zu machen. Nur so ließen sich die »dringend notwendigen Maßnahmen zum Schutz der Bevölkerung und zum klimaangepassten Umbau der Innenstädte und Ortskerne finanzieren«, sagt ein Sprecher.
Der DStGB schlägt vor, gemeinsam mit den Krankenkassen ein Hitzeregister einzuführen – nach dem Vorbild Frankreichs. Dort sind vorwiegend alte oder schwer kranke Menschen gemeldet, um die man sich in Hitzewellen besonders kümmern muss. Bei langen Hitzeperioden werden sie regelmäßig angerufen und im Notfall mit Wasser versorgt.
Der DStGB schlägt vor, gemeinsam mit den Krankenkassen ein Hitzeregister einzuführen – nach dem Vorbild Frankreichs. Dort sind vorwiegend alte oder schwer kranke Menschen gemeldet, um die man sich in Hitzewellen besonders kümmern muss. Bei langen Hitzeperioden werden sie regelmäßig angerufen und im Notfall mit Wasser versorgt.
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Beton am Flughafen Hamburg brach durch Hitze auf
Am Hamburger Flughafen hat die Hitze den Beton einer Start- und Landebahn aufbrechen lassen. Die kleinen Schäden mussten repariert werden, wie eine Sprecherin des Flughafens sagte.
Der Flugbetrieb wurde demnach am Morgen rund eine Stunde verspätet um 7 Uhr aufgenommen, weil das Ersatzmaterial noch aushärten musste. Bis zum Nachmittag sei es noch zu vereinzelten Verzögerungen gekommen. Zuerst hatte die »Hamburger Morgenpost« darüber berichtet.
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Auch Slowakei verzeichnet Hitzerekord
Nach dem Nachbarland Tschechien hat auch die Slowakei einen Hitzerekord verzeichnet. Am Montag wurden in Mužla im Süden des Landes 40,5 Grad gemessen, wie der nationale Wetterdienst mitteilte. Die Temperatur lag damit 0,2 Grad über dem bisherigen Rekord aus dem Jahr 2007.
In mehreren europäischen Ländern wurden – darunter Deutschland – in den vergangenen Tagen Rekordtemperaturen gemessen. Tschechien verzeichnete am Sonntag den zweiten Tag in Folge einen Hitzerekord, an einer Wetterstation in Doksany nördlich von Prag stieg das Quecksilber auf 41,9 Grad.
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Zu wenig Regen: Bewässerungsverbot in Landau an der Isar
Wegen der anhaltenden Hitze und Trockenheit gibt es in der bayerischen Stadt Landau an der Isar jetzt ein vorübergehendes Bewässerungsverbot. Die Wasserversorgung stoße aufgrund des erhöhten Verbrauchs an ihre Grenzen, teilten die Stadtwerke mit.
Das Verbot umfasst die Bewässerung von Rasen- und Grünflächen sowie Sport- und Reitplätzen. Auch Pool-Befüllungen und privates Autowaschen sind bis auf Weiteres nicht erlaubt. Die prognostizierten Regenfälle in den kommenden Tagen würden aller Voraussicht nach nicht zu einer Abmilderung führen.
Das Verbot umfasst die Bewässerung von Rasen- und Grünflächen sowie Sport- und Reitplätzen. Auch Pool-Befüllungen und privates Autowaschen sind bis auf Weiteres nicht erlaubt. Die prognostizierten Regenfälle in den kommenden Tagen würden aller Voraussicht nach nicht zu einer Abmilderung führen.
Auch mehrere andere bayerische Kommunen appellierten in den vergangenen Tagen an ihre Bürgerinnen und Bürger, sparsam mit Trinkwasser umzugehen.

Foto: Frank Rumpenhorst / dpa
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Viele Kinder mit Brechdurchfall – Naturbad im Münsterland bleibt geschlossen
50 Kinder mit Magen-Darm-Infekt landen in der Kinderklinik, das Gesundheitsamt vermutet einen Zusammenhang mit einem am heißen Wochenende gut besuchten Freibad im nordrhein-westfälischen Ennigerloh. Lesen Sie hier mehr.

Foto: Karl-Josef Hildenbrand / dpa
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Auf Hitze folgen Blitze – dann kommt wieder Hitze?
Nach dem glühend heißen Wochenende mit dem vorläufigen Temperaturrekord in Deutschland ist Abkühlung in Sicht – allerdings begleitet von teils schweren Gewittern. Derweil gab der Deutsche Wetterdienst (DWD) bekannt, dass der diesjährige Juni der zweitwärmste seit Messbeginn ist. Die Hitzewelle stuft die Anstalt »ohne Umschweife als historisch« ein.
Der Dienstag beginne ruhig, im Westen zeigt sich die Sonne häufiger, vom Oberrhein bis nach Rheinland-Pfalz und den Süden Hessens werden erneut Temperaturen über 30 Grad erwartet, sonst verbreitet 27 bis 30 Grad, an der Küste um 22 Grad. Zum Nachmittag hin steigt das Gewitterpotenzial wieder deutlich an. Bis auf im äußersten Westen muss verbreitet mit Schauern und Gewittern gerechnet werden. Laut DWD gibt es insbesondere vom Südosten bis zur Mitte und in den Osten ausgreifend erhöhtes Unwetterpotenzial. Es muss mit Starkregen, teils auch mit Sturmböen und Hagel gerechnet werden.
Die aktuelle Hitzewelle wäre in diesem Ausmaß ohne den Effekt des Klimawandels nahezu ausgeschlossen. Die Tagestemperaturen und auch die in der Nacht wären zu dieser Jahreszeit vor 50 Jahren in West- und Mitteleuropa »praktisch unmöglich« gewesen, betonen Wissenschaftler der Organisation World Weather Attribution.
DWD: Erneute Hitzewelle für Beginn kommender Woche derzeit nicht wahrscheinlich
Kommende Woche könnte es dann den Wetteraussichten zufolge im Land wieder sehr heiß werden. Der DWD gibt dazu allerdings vorerst Entwarnung: eine erneute Hitzewelle sei für Deutschland für den Beginn kommender Woche nicht wahrscheinlich, teilte ein Meteorologe auf SPIEGEL-Anfrage mit. Je weiter in die Zukunft geblickt, desto vorsichtiger müsse man bei den Vorhersagen sein.

Foto: Thomas Warnack / dpa
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Bahnverkehr trotz Rekordhitze weitgehend stabil
Die Deutsche Bahn hat angesichts der Rekordhitze am Wochenende unterdessen eine positive Verkehrsbilanz gezogen. Rund 90 Prozent der geplanten Zugfahrten habe stattgefunden, teilte der Konzern mit. Das umfasse nicht nur die eigenen Züge, sondern auch die der Wettbewerber im Fern- und Regionalverkehr. Insgesamt seien 94.000 Zugfahrten durchgeführt worden.
Das bedeutet aber auch: Jede zehnte Fahrt ist hitzebedingt ausgefallen. Mancherorts kam es zu Notfällen. So strandete am Samstagabend ein Zug der tschechischen Bahn in der Prignitz in Brandenburg mit mehr als 600 Fahrgästen an Bord, weil bei einem Sturm ein Baum auf eine Oberleitung gefallen war.

Foto: Jan Woitas / dpa
Aufgrund der unterbrochenen Stromversorgung fiel auch die Klimaanlage in dem Zug aus und die Türen blieben verschlossen. Zwei Menschen kamen mit Kreislaufproblemen ins Krankenhaus. In dem Zug herrschten nach Angaben der Einsatzkräfte mehr als 40 Grad.
Zu einem ähnlichen Vorfall kam es am Freitagabend mit einer liegengebliebenen Regionalbahn bei Bonn mit etwa 475 Passagieren, in der die Klimaanlage ausgefallen war. Der Zug wurde evakuiert.
»Das Extrem-Wetter mit der Rekordhitze und den lokalen Gewittern mit Starkregen und Sturmböen war eine extreme Belastung – für den gesamten Bahnbetrieb, für die Fahrgäste und alle Bahn-Mitarbeitenden«, teilte die Bahn weiter mit. Der Konzern bedankte sich bei ihren Beschäftigten und den Fahrgästen für die Geduld und gegenseitige Rücksichtnahme.
Die Bahn hatte vor dem Wochenende dazu aufgerufen, auf Bahnfahrten infolge der Hitze zu verzichten. Wer ein Ticket für die heißen Tage gekauft hatte, konnte es kostenlos stornieren. Wie viele Fahrgäste diese Möglichkeit genutzt haben, ließ die Bahn auf Anfrage der Nachrichtenagentur dpa aber offen.
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Murenabgänge nach Unwetter: 251 Menschen aus Tiroler Kaunertal geflogen
Nach den Tagen großer Hitze haben sich starke Niederschläge am Sonntag drastisch auf das österreichische Kaunertal ausgewirkt. Unwetter gingen auch in Form von Hagel nieder, daraufhin gingen mehrere Gerölllawinen von den Gebirgswänden ab. Verletzt wurde offenbar niemand. Doch ein Gemisch aus Gestein und Schlamm wälzte sich auf die Gletscherstraße, die Stromversorgung wurde unterbrochen.
Damit war der Zugang zum hinteren Bereich des nahe der Grenze zu Südtirol gelegenen Tales von der Außenwelt abgeschnitten – und zahlreiche Menschen waren betroffen. Deren Rettung lief sofort an: Das österreichische Bundesheer und Kräfte des Innenministeriums flogen die Menschen mit fünf Hubschraubern aus dem betroffenen Bereich. Montagmittag war die Evakuierung abgeschlossen. »Wir haben insgesamt 251 Personen ausgeflogen«, sagte ein Sprecher des österreichischen Bundesheeres dem SPIEGEL. Mehr als die Hälfte waren Ausflugsgäste, darunter viele deutsche Staatsbürger.
Auch im Bundesland Steiermark kam es zu einem großen Erdrutsch, nachdem sich eine Unwetterzelle entladen hatte. In Untertal bei Schladming verschüttete eine Lawine die Verbindungsstraße auf mehr als einem halben Kilometer, berichtete der ORF. Bis zu vier Meter hoch soll die Mure auf der Fahrbahn liegen. Den Angaben zufolge wurden 28 Personen in Sicherheit gebracht worden.
Die Lage in Österreich könnte sich weiter verschärfen. Der Militärsprecher sagte dem SPIEGEL, dass weitere Unwetter in Tirol erwartet werden. Eine entsprechende Warnung kam auch vom Meteorologie-Institut Geosphere Austria. Ab Montagnachmittag und am Dienstag könnte es demnach zu kleinen Muren und lokalen Überschwemmungen kommen und als Folge zu Behinderungen auf Straßen und Schienen.
Damit war der Zugang zum hinteren Bereich des nahe der Grenze zu Südtirol gelegenen Tales von der Außenwelt abgeschnitten – und zahlreiche Menschen waren betroffen. Deren Rettung lief sofort an: Das österreichische Bundesheer und Kräfte des Innenministeriums flogen die Menschen mit fünf Hubschraubern aus dem betroffenen Bereich. Montagmittag war die Evakuierung abgeschlossen. »Wir haben insgesamt 251 Personen ausgeflogen«, sagte ein Sprecher des österreichischen Bundesheeres dem SPIEGEL. Mehr als die Hälfte waren Ausflugsgäste, darunter viele deutsche Staatsbürger.
Auch im Bundesland Steiermark kam es zu einem großen Erdrutsch, nachdem sich eine Unwetterzelle entladen hatte. In Untertal bei Schladming verschüttete eine Lawine die Verbindungsstraße auf mehr als einem halben Kilometer, berichtete der ORF. Bis zu vier Meter hoch soll die Mure auf der Fahrbahn liegen. Den Angaben zufolge wurden 28 Personen in Sicherheit gebracht worden.
Die Lage in Österreich könnte sich weiter verschärfen. Der Militärsprecher sagte dem SPIEGEL, dass weitere Unwetter in Tirol erwartet werden. Eine entsprechende Warnung kam auch vom Meteorologie-Institut Geosphere Austria. Ab Montagnachmittag und am Dienstag könnte es demnach zu kleinen Muren und lokalen Überschwemmungen kommen und als Folge zu Behinderungen auf Straßen und Schienen.
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Carlotta Böttcher
Deutschlandressort

Hitze-Folgen: Straßenbahnen weiter eingeschränkt, Splitt-Einsatz auf Straßen
In Nürnberg und Leipzig ist der Straßenbahnverkehr nach der Hitze des Wochenendes auch am Montag weiter eingeschränkt. Wegen der hohen Temperaturen wurde Fugenmasse weich und lief in Weichen und Schienen. In Nürnberg fahren weiterhin keine Straßenbahnen, alle Linien sind betroffen, teilte der Nahverkehrsbetreiber VAG mit. In Leipzig arbeite man weiter daran, die Weichen zu befreien und Straßenbahnen zu reinigen, teilten die Leipziger Verkehrsbetriebe mit. Mehr dazu lesen Sie hier.
Auch auf den Straßen führte verflüssigtes Bitumen im Asphalt zu Problemen. In Nordsachsen hat die Straßenmeisterei in den vergangenen Tagen Splitt gestreut und dafür Winterdiensttechnik genutzt. Splitt habe eine abstumpfende Wirkung und verhindere, dass aufsteigendes verflüssigtes Bitumen an Reifen haften bleibe und aus der Fahrbahn gerissen werde, teilte der Landkreis mit. So seien größere Schäden an besonders anfälligen Straßen verhindert worden.

Verklumpte Straßenbahnschienen in Leipzig. Foto: Heiko Rebsch / dpa
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Carlotta Böttcher
Deutschlandressort

Flugverkehr in Frankfurt wegen Unwetter mehrfach unterbrochen
Nach der Hitzewelle der vergangenen Tage ist es in der Nacht und in den frühen Morgenstunden auch in Hessen zu ersten Unwettern gekommen. Am Frankfurter Flughafen musste der Betrieb bis in die Morgenstunden insgesamt dreimal unterbrochen werden, teilte die Pressestelle der Fraport AG mit.
Nach Angaben einer Sprecherin gegenüber der Nachrichtenagentur dpa wurden 100 Flüge annulliert, 50 abfliegende und 50 ankommende. Ein Flug sei über München umgeleitet worden. Inzwischen laufe der Betrieb wieder normal. Wie sich die Lage im Tagesverlauf entwickelt, hänge laut Fraport AG von der weiteren Wetterlage ab. Die Leitstelle stehe in engem Kontakt mit dem Deutschen Wetterdienst.
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Carlotta Böttcher
Deutschlandressort

Mindestens 26 Männer und Jungen sterben bei Badeunfällen
Ein 84-Jähriger kam im Starnberger See ums Leben, in der Talsperre Pöhl wird nach zwei Männern gesucht, ein Vater konnte seinen Sohn in Oberfranken retten: Am Wochenende hat es zahlreiche Unglücksfälle an Gewässern gegeben. Insgesamt sind nach Angaben der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) mindestens 26 Menschen beim Baden ums Leben gekommen. Bei allen handele es sich um Männer und Jungen. Die DLRG zählt dabei auch Vermisste mit, deren Identität bekannt ist, die aber noch nicht gefunden wurden. Die vorläufige Bilanz bezieht sich auf die Zeit von Freitag bis Sonntag. Mehr dazu lesen Sie hier.

DLRG-Retter. Foto: Thomas Banneyer / dpa
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Carlotta Böttcher
Deutschlandressort

Speditionen warnen vor Hitzefolgen
Die hohen Temperaturen werden nach Einschätzung der Speditionsbranche zunehmend zum Risiko für den Güterverkehr. »Die andauernde Extremhitze führt die Verkehrsinfrastrukturen teilweise bereits an Belastungsgrenzen und beeinträchtigt auch die Güterlogistik«, sagte Frank Huster, Hauptgeschäftsführer des Bundesverbands Spedition und Logistik, dem »Handelsblatt«. Auf einigen Autobahnen sei der Straßenbelag bereits so stark beschädigt, dass Strecken gesperrt werden mussten.
Auch Schienen, Oberleitungen, Weichen und Stellwerke, die beschädigt sind, stören den Schienengüterverkehr zusätzlich. Sorgen bereite der Branche auch die Entwicklung auf den Wasserstraßen. »Wenn Pegelstände an Rhein, Mosel und Neckar weiter sinken, verringert sich die Abladetiefe der Binnenschiffe«, sagte Huster. Ladungen müssten dann auf mehrere Schiffe verteilt werden, das werde zur Kapazitätsfrage.
Zusätzliche Probleme entstünden durch hitzebedingte Ausfälle in den Nordseehäfen. In Rotterdam hätten Containerterminals vergangene Woche den Betrieb vorübergehend eingestellt, berichtete Huster; Slots zur Anlieferung und Abholung seien storniert worden. Dadurch entstünden weitere Staus im Hinterlandverkehr auf Straße, Schiene und Wasserstraße.
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Carlotta Böttcher
Deutschlandressort

A8 am Chiemsee nach Sperrung wieder freigegeben
Die Sirenen in den Nachbargemeinden ertönten gegen 8.15 Uhr, die Einsatzkräfte rückten aus. »Die Feuerwehren versuchen mit Hubschraubern den Brand zu löschen«, sagte das Rathaus der Gemeinde Übersee dem SPIEGEL. Eine Rauchsäule war am späten Vormittag nicht zu erkennen. Brandgeruch sei aber weiterhin wahrnehmbar, sagte eine Gemeindemitarbeiterin. Inzwischen entspannte sich die Lage zumindest auf der Autobahn: Der Verkehr auf der zwischenzeitlich gesperrten A8 zwischen München und Salzburg rollt in beide Richtungen wieder.
Carlotta Böttcher
Deutschlandressort

Waldbrand am Chiemsee – A8 gesperrt
Wegen eines Wald- und Moorbrands am Chiemsee ist die A8 zwischen Grabenstätt und Bernau gesperrt. Aufsteigender Rauch sorge für Sichtbehinderungen, sagte ein Polizeisprecher der Nachrichtenagentur dpa. Die Feuerwehr warnte die Bevölkerung und bat, Fenster und Türen geschlossen zu halten. Auf einer Fläche von mehreren Tausend Quadratmetern stehen Wald und Moor in Flammen.
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Carlotta Böttcher
Deutschlandressort

Waldbrand am Chiemsee – A8 gesperrt
Wegen eines Wald- und Moorbrands am Chiemsee ist die A8 zwischen Grabenstätt und Bernau gesperrt. Aufsteigender Rauch sorge für Sichtbehinderungen, sagte ein Polizeisprecher der Nachrichtenagentur dpa. Die Feuerwehr warnte die Bevölkerung und bat, Fenster und Türen geschlossen zu halten. Auf einer Fläche von mehreren Tausend Quadratmetern stehen Wald und Moor in Flammen.

Brandgebiet südlich des Chiemsees: Rauchsäule ist nicht erkennbar. Oliver Das Gupta / DER SPIEGEL
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Carlotta Böttcher
Deutschlandressort

Fridays for Future fordert Entlassung von Wirtschaftsministerin Reiche
Fridays for Future sammelt in einer Petition Unterschriften für die »sofortige Entlassung« von Wirtschaftsministerin Katherina Reiche. Die vergangenen Tage hätten die »katastrophalen Folgen der Klimakrise« vor Augen geführt, heißt es in dem Aufruf. »Überall gilt Alarmstufe Rot! Überall? Nein, in einem Ministerium in Deutschland wird fleißig daran gearbeitet, dass genau diese Extreme zur neuen Normalität werden«, schreibt Fridays for Future. Reiche arbeite gegen die Interessen der Öffentlichkeit.
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Carlotta Böttcher
Deutschlandressort

Umweltminister Schneider verweist auf Verantwortung der Länder beim Hitzeschutz
Umweltminister Carsten Schneider hat beim Hitzeschutz auf die Verantwortung der Länder und Kommunen verwiesen. Der Bund habe ihnen aus dem Sondervermögen für Infrastruktur zu Beginn dieser Legislatur 100 Milliarden Euro zur Verfügung gestellt für die nächsten Jahre, sagte der SPD-Politiker im »Deutschlandfunk«. »Und ich finde, das ist ausreichend und auch auskömmlich, um das Ganze auch zu finanzieren und diese Aufgabe auch wahrzunehmen.« Gleichzeitig wolle der Bund beim Hitzeschutz weiter unterstützen. Er arbeite »gerade bei der Haushaltsaufstellung daran, dass wir auch in den nächsten Jahren das mitfinanzieren können«, sagte Schneider.

Foto: Kay Nietfeld / dpa
Nach dem zurückliegenden Wochenende mit Temperaturen von 40 Grad und mehr in vielen Teilen Deutschlands sei klar, »dass wir im Klimawandel sind, dass sich unsere Bedingungen, was die Umwelt betrifft, verändern«, sagte der Minister. »Es wird heißer, es gibt Starkregenfälle und es wird schwerer, sich als Mensch in diesen Bedingungen zu bewegen, zu arbeiten und auch zu wirtschaften.«
Es müsse alles dafür getan werden, den Klimawandel aufzuhalten. Das von ihm vorgelegte Klimaschutzprogramm der Bundesregierung sehe vor, den Ausstoß von CO₂ und anderer Treibhausgase bis 2030 um mindestens 65 Prozent im Vergleich zum Jahr 1990 zu senken. »Und das werden wir bis zum Jahre 2030 auch erreichen. Sollte es da eine Abweichung geben, werden wir nachsteuern.«
Es müsse alles dafür getan werden, den Klimawandel aufzuhalten. Das von ihm vorgelegte Klimaschutzprogramm der Bundesregierung sehe vor, den Ausstoß von CO₂ und anderer Treibhausgase bis 2030 um mindestens 65 Prozent im Vergleich zum Jahr 1990 zu senken. »Und das werden wir bis zum Jahre 2030 auch erreichen. Sollte es da eine Abweichung geben, werden wir nachsteuern.«
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Rettungseinsatz in Jugendzeltlager wegen Kreislaufproblemen
Am Sonntag gab es in einem Jugendzeltlager im sächsischen Eilenburg wegen Gesundheitsproblemen bei zahlreichen Kindern einen großen Hilfseinsatz des Rettungsdiensts. Nach bisherigen Erkenntnissen klagten die Betroffenen über hitzebedingte Kreislaufprobleme.
Etwa ein Dutzend Kinder und Jugendliche mussten medizinisch versorgt werden, wie die Polizei mitteilte. Die Betroffenen wurden anschließend in Krankenhäuser gebracht. Die Polizei leitete Ermittlungen wegen des Verdachts der fahrlässigen Körperverletzung ein.
Etwa ein Dutzend Kinder und Jugendliche mussten medizinisch versorgt werden, wie die Polizei mitteilte. Die Betroffenen wurden anschließend in Krankenhäuser gebracht. Die Polizei leitete Ermittlungen wegen des Verdachts der fahrlässigen Körperverletzung ein.
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Zahlreiche Einsätze in Sachsen wegen Unwetterschäden
Gewitter haben in der Nacht in mehreren Regionen Sachsens für zahlreiche Einsätze gesorgt. Polizeiangaben zufolge rückten Einsatzkräfte in und um Dresden sowie im Raum Görlitz mehrfach wegen umgestürzter Bäume aus. Zudem kam es bei Görlitz zu einem Feuerwehreinsatz nach einem Blitzeinschlag.
In Limbach-Oberfrohna (Landkreis Zwickau) schlug ein Blitz in ein Gartenhaus ein. Durch ein Loch im Dach drangen große Mengen Regenwasser ein und verursachten einen Schaden von schzätzungsweise rund 15.000 Euro. Verletzt wurde nach bisherigen Erkenntnissen niemand.
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WHO-Chef spricht von Hunderten Todesfällen in Zusammenhang mit Hitzewelle
Der Chef der Weltgesundheitsorganisation (WHO) weist darauf hin, dass die beispiellose Hitzewelle in Europa mitverantwortlich für Hunderte zusätzliche Todesfälle mitverantwortlich sei.
»Seit dem 21. Juni wurden in Europa mehr als 1300 zusätzliche Todesfälle verzeichnet, die im Zusammenhang mit den hohen Temperaturen stehen«, schrieb Tedros Adhanom Ghebreyesus auf der Plattform X. »Europa ist der sich am schnellsten erwärmende Kontinent der Erde – die Erwärmung verläuft doppelt so schnell wie im globalen Durchschnitt.«
»Seit dem 21. Juni wurden in Europa mehr als 1300 zusätzliche Todesfälle verzeichnet, die im Zusammenhang mit den hohen Temperaturen stehen«, schrieb Tedros Adhanom Ghebreyesus auf der Plattform X. »Europa ist der sich am schnellsten erwärmende Kontinent der Erde – die Erwärmung verläuft doppelt so schnell wie im globalen Durchschnitt.«
Laut Tedros leiden derzeit 150 Millionen Menschen unter extremer Hitze, Schulen seien geschlossen, die Stromnetze würden zusammenbrechen. Hitzestress werde oft als »stiller Killer« bezeichnet – und europäische Wohnungen, Arbeitsplätze und Schulen seien für solche Temperaturen nicht ausgelegt, schrieb Tedros.
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Gewitter beenden extreme Hitze
Nach einem heißen Wochenende ist zumindest etwas Abkühlung in Sicht – beruhigen tut sich das Wetter aber nicht.
Nach einer teils unwetterhaften Nacht erwartet der Deutsche Wetterdienst (DWD) auch für den Tag mancherorts schwere Gewitter mit heftigem bis extrem heftigem Starkregen.
Nach einer teils unwetterhaften Nacht erwartet der Deutsche Wetterdienst (DWD) auch für den Tag mancherorts schwere Gewitter mit heftigem bis extrem heftigem Starkregen.
Dabei sind dann etwas niedrigere Temperaturen angesagt, bei Höchstwerten zwischen 25 und 29 Grad, lokal im Osten und Südosten bis 32 Grad.

Foto: Patrick Pleul / dpa
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Anna Dotti
Newsdesk

Polen meldet neuen Temperaturrekord
In Polen ist am Sonntag eine neue Höchsttemperatur gemessen worden. Nach Angaben des Instituts für Meteorologie und Wasserwirtschaft (IMGW) stieg das Thermometer in der westpolnischen Grenzstadt Slubice auf 40,5 Grad Celsius. Slubice liegt direkt gegenüber von Frankfurt (Oder).
Polen gehört damit zu den Ländern, die derzeit besonders stark von der Hitzewelle in Europa betroffen sind. Auch in mehreren anderen Staaten wurden in den vergangenen Tagen neue Höchsttemperaturen registriert.
Polen gehört damit zu den Ländern, die derzeit besonders stark von der Hitzewelle in Europa betroffen sind. Auch in mehreren anderen Staaten wurden in den vergangenen Tagen neue Höchsttemperaturen registriert.
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Anna Dotti
Newsdesk

Straßenbahnen fahren in Leipzig auch am Montag nicht
Der Straßenbahnverkehr in Leipzig bleibt wegen Hitzeschäden auch am Montag weitgehend eingestellt. Wie die Leipziger Verkehrsbetriebe (LVB) mitteilten, soll der Betrieb schrittweise wieder aufgenommen werden – im besten Fall teilweise bereits im Laufe des Tages.
Ursprünglich sollte die Sperrung nur bis in die Nacht zum Sonntag gelten. Die Frist wurde jedoch mehrfach verlängert, zuletzt bis Montagmorgen. Grund sind Schäden an Schienen und Weichen infolge der anhaltenden Hitze. Laut LVB verflüssigte sich an zahlreichen Stellen die Fugenmasse in Asphalt und Beton, gelangte in Weichen und Schienen und verklumpte dort. Ein sicherer Straßenbahnbetrieb sei deshalb derzeit nicht möglich.
Ursprünglich sollte die Sperrung nur bis in die Nacht zum Sonntag gelten. Die Frist wurde jedoch mehrfach verlängert, zuletzt bis Montagmorgen. Grund sind Schäden an Schienen und Weichen infolge der anhaltenden Hitze. Laut LVB verflüssigte sich an zahlreichen Stellen die Fugenmasse in Asphalt und Beton, gelangte in Weichen und Schienen und verklumpte dort. Ein sicherer Straßenbahnbetrieb sei deshalb derzeit nicht möglich.
Leipzig: Keine Straßenbahnen bis Wochenbeginn
Aufgrund von Hitzeschäden fahren bis zum frühen Montagmorgen in Leipzig keine Straßenbahnen: Die Leipziger Verkehrsbetriebe (LVB) stellen den Straßenbahnverkehr bis Montagmorgen um 3.30 Uhr ein, wie das Unternehmen mitteilte. Zunächst hatten die LVB den Betrieb nur bis in die Nacht zum Sonntag eingestellt, der Zeitraum wurde jetzt verlängert.
Die hohen Temperaturen sorgten demnach an vielen Stellen im Netz dafür, dass Fugenmasse für Asphalt und Beton in Weichen und Schienen lief und dort verklumpte. Ein sicherer Straßenbahnbetrieb sei derzeit nicht möglich, hieß es.
Von der Einstellung sind sämtliche Straßenbahnlinien in der sächsischen Stadt betroffen. Busse sollen so weit wie möglich planmäßig fahren. Fahrgäste sollten sich vor Fahrtantritt über aktuelle Verbindungen informieren.

Bauarbeiten an den Gleisen in Leipzig. Foto: Heiko Rebsch / dpa
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41,7 Grad: Wieder neuer Temperaturrekord in Deutschland
Den dritten Tag in Folge hat der Deutsche Wetterdienst (DWD) nach vorläufigen Angaben einen Temperaturrekord in Deutschland registriert: Der vorläufige Höchstwert von 41,7 Grad wurde nachmittags in Neißemünde im brandenburgischen Landkreis Oder-Spree gemessen, wie der Wetterdienst auf Anfrage der Nachrichtenagentur dpa mitteilte.

Foto: Sebastian Willnow / dpa
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Der Samstag brach gleich mehrere Rekorde
Erst am Freitag wurde vorläufig die höchste jemals gemessene Temperatur in Deutschland gemeldet, am Samstag wurde der Rekord schon übertroffen, auch die Nacht war ungewöhnlich. Am Samstag wurden bundesweit noch mehr Temperaturrekorde gebrochen, wie der Deutsche Wetterdienst mitteilte: An 46 Stationen wurden mindestens 40 Grad gemessen. An insgesamt 250 Stationen wurden so hohe Werte gemessen wie nie zuvor, an 211 weiteren Stationen Rekordwerte für Juni. Es handelt sich allerdings ebenfalls um vorläufige Werte – sie könnten vom Wetterdienst im Nachhinein noch korrigiert werden.
29,4 Grad: Rekord für wärmste Nacht in Deutschland
Die vergangene Nacht war nach vorläufigen Angaben des Deutschen Wetterdienstes (DWD) die wärmste seit Beginn der Aufzeichnungen in Deutschland. Der Rekord wurde im ostsächsischen Kubschütz aufgestellt, dort sank die Nachttemperatur nicht unter 29,4 Grad.
Der bisherige Rekord stammt dem DWD zufolge aus dem Jahr 2003, damals war das Thermometer in der Nacht am Berg Weinbiet in Rheinland-Pfalz nicht unter den Wert von 27,2 Grad gefallen.

Bewohner in Dresden haben ihre Fenster mit Folie beklebt. Foto: Katharina Kausche / dpa
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