Kurioser Plan Elon Musk will auf den Mars umziehen
Elon Musk
Foto: Chris Carlson/ AP/ DPADie Zahl ist wohl eher ein Bauchgefühl. Musks Plan sieht vor, den Mars zu besiedeln; Raumfahrtexperten halten dies für extrem unrealistisch.
Musk ist sich der Risiken nach eigenen Angaben bewusst. "Die Wahrscheinlichkeit, auf dem Mars zu sterben, ist viel höher als auf der Erde. Es wird hart." Er würde bei einer erfolgreichen Landung rund um die Uhr arbeiten, um etwa die Basisstation aufzubauen, sagte Musk weiter. Viel Zeit für Freizeit bleibe da nicht.
"Es herrschen dort brutale Bedingungen. Wir glauben daran, dass man zurückkehren kann, aber sind nicht sicher."
"Große Träume"
Bei Experten erntet Musik mit solchen Ankündigungen regelmäßig Kopfschütteln. So hatte Jan Wörner, Chef der Europäischen Weltraumagentur (ESA), bereits im vergangenen Frühjahr gesagt: "Ich bin begeistert vom Mars, aber das sind große Träume." Die Herausforderungen seien riesig - sowohl technisch als auch für die Astronauten selbst. Er rechne nicht mit einer Besiedlung des Mars.
Der umstrittene Tesla-Chef und Selfmade-Milliardär Musk arbeitet dagegen weiter daran, mit seiner US-Raumfahrtfirma "SpaceX", Menschen irgendwann zum Mars zu fliegen. Im September hatte er zudem den Namen des ersten kommerziellen Weltraumpassagiers für einen Rundflug um den Mond bekanntgegeben.
Der japanische Milliardär Yusaku Maezawa soll nach derzeitiger Planung im Jahr 2023 mit dem Raumschiff "Big Falcon Rocket" den Mond umrunden. Auf seine Reise sollen ihn sechs bis acht Künstler begleiten, um sich inspirieren zu lassen.
Zuletzt war Elon Musk auch in den Schlagzeilen, weil er einen Rettungstaucher der thailändischen "Höhlenkinder" mehrmals schwer beleidigt hatte - unter anderem als "Kindervergewaltiger". Beweise lieferte er nicht.
Im Video: Mars-Kolonialisierung - Reise ohne Wiederkehr