Sunita Williams, Astronautin
»Wir sind hier im vorderen Teil der Internationalen Raumstation, an der unser Raumschiff angedockt hat.«
Ausflug ins Weltall, an Bord der Internationalen Raumstation. Das von Boeing gebaute Raumschiff »Starliner« ist vergangene Woche hier angekommen. US-Astronautin Sunita Williams gibt ein paar Einblicke.
Sunita Williams, Astronautin
»Wir schweben durch den Überdruckadapter hinein in den Starliner. Das sind die Steuerinstrumente, genau hier. Wir können alle möglichen Systeme über die Bildschirme steuern. Von hier aus können wir auch das Raumschiff steuern, hier haben wir einen Handregler.«
Viel Platz ist in dem bisher als Zweisitzer genutzten Gefährt nicht. Das Raumfahrzeug besteht aus einer drei Meter hohen Kapsel für die Besatzung und einem Servicemodul.
Barry Wilmore, Astronaut
»Es sieht etwas eng aus, aber für Suni und mich ist es eigentlich ganz geräumig. Man braucht kein großes Cockpit. Für die Steuerung des Raumschiffs ist diese Größe perfekt. Der ganze Bereich hier unten ist gerade vollgepackt. Beim nächsten Flug sollen hier noch mehr Besatzungsmitglieder mitfliegen. Zwei Besatzungsmitglieder werden hier unten Platz finden.«
Auf dieser Mission soll die Flugtauglichkeit des Raumschiffs unter Realbedingungen getestet werden. Wenn alles gut geht, soll das »Starliner«-System als Alternative zum »SpaceX«-Programm Astronautinnen und Astronauten auf die ISS bringen.
Williams und Wilmore hatten aber auch ein wichtiges Ersatzteil mit an Bord: Eine Pumpe, die den Urin der Besatzung in Trinkwasser umwandelt. Das ist allerdings nicht der einzige wichtige Haushaltsgegenstand an Bord.
Barry Wilmore, Astronaut
»Falls Sie sich über den Staubsauger wundern: Wie die meisten Menschen zu Hause, müssen auch wir die Raumstation putzen. Also wuseln wir etwas herum. Die Besatzung hat dies und jenes gemacht, Staub gesaugt, sich um Dinge gekümmert. Und wenn alles erledigt ist, räumen wir auf und sind bereit für die Arbeitswoche.«
Die Astronauten waren am Mittwoch von Cape Canaveral in Florida aus gestartet und 27 Stunden unterwegs, bevor sie an der ISS andocken konnten. Die Freude bei ihrer Ankunft war groß.
Der erste bemannte Flug des Starliner musste mehrfach verschoben werden. Zwei Startversuche waren allein in den vergangenen Wochen gescheitert. Auch bei diesem Flug gab es Probleme. Erst beim zweiten Versuch war das Andocken erfolgreich. Williams und Wilmore sollen insgesamt eine Woche an Bord der ISS verbringen.
Sunita Williams, Astronautin
»Fantastisch! Fantastisch! Vielen Dank, dass Sie zugeschaut haben. Danke, dass Sie bei uns sind. Butch und ich fühlen uns geehrt, Teil dieser Besatzung zu sein.«